Pirelli ist seit 2008 Alleinausrüster in der Rallye-Weltmeisterschaft

Rallye 2010

— 05.06.2010

Hersteller wünschen Verbleib von Pirelli

Die Hersteller Citroën und Ford wünschen sich einen Verbleib von Pirelli als Alleinausrüster in der Rallye-WM - FIA will keinen neuen Reifenkrieg

Der Dreijahresvertrag von Pirelli als Alleinausrüster der Rallye-WM läuft am Ende dieser Saison aus. Trotz des Formel-1-Interesses hat der italienische Reifenhersteller bekräftigt, dass man weiter in der Rallye-WM bleiben möchte. Unterstützung bekommt Pirelli von Ford und Citroën, die sich ebenfalls eine Fortführung der Zusammenarbeit wünschen. Entschieden ist derzeit aber noch nichts.

FIA-Präsident Jean Todt hat bereits bestätigt, dass man weiterhin mit einem einzigen Reifenhersteller weitermachen will. "Es wird auch künftig einen Alleinausrüster in der Rallye-WM geben. Natürlich nicht für immer, aber für die nahe Zukunft ist es das Beste." Pirellis Motorsport-Direktor Paul Hembery sagt über den möglichen Formel-1-Einstieg: "Wir haben klargemacht, dass wir im Rallye-Sport bleiben wollen. Egal was woanders passiert."

"Pirelli hat eine starke Rallye-Geschichte und wir wollen dem jetzt nicht den Rücken kehren", so Hembery. "Ich denke wir haben als Alleinausrüster seit 2008 eine gute Arbeit geleistet, und denke die Hersteller sehen das ähnlich." Rückendeckung bekommt Pirelli von den beiden verbliebenen Marken, da sie in der nächsten Saison neue Fahrzeuge einsetzen und der gleiche Reifen eine Konstante darstellen würde.

Ford-Teamchef Malcolm Wilson ist mit einem einzigen Ausrüster sehr glücklich, da er dazu beigetragen hat, die Kosten zu senken. "Das hat sehr gut für die Weltmeisterschaft funktioniert", meint Wilson. "Zwischen 30 und 50 Prozent unseres Budgets wurden für Reifentests verwendet. Pirelli muss einfach dabei bleiben. Wenn wir jetzt einen Reifenkrieg eröffnen, würden die Kosten sofort dramatisch steigen. Niemand möchte das sehen. Pirelli hat hart gearbeitet und sollte daher auch bleiben."

Ähnlich sieht es auch Citroën-Teamchef Olivier Quesnel: "Pirelli macht Sinn. Unser neues Fahrzeug wird mit diesen Reifen entwickelt. Ich denke bei Ford ist es genauso. Aber vielleicht steht uns Pirelli nicht mehr zur Verfügung, wenn sie in die Formel 1 gehen. Jetzt geben sie noch alles, aber sollten sie in der Formel 1 sein, könnten sie plötzlich: 'Oh, tut uns leid!' sagen. Wenn man die Zukunft noch nicht kennt, versucht man natürlich alles."

Fotoquelle: xpb.cc


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