Ende der Schlammschlacht: Räikkönen blickt in Richtung Asphalt-Rallyes

Rallye 2010

— 24.06.2010

Citroën bestätigt Räikkönens tollen Asphalttest

Die Schotter-Rallyes waren Kimi Räikkönen noch eine Nummer zu groß, doch Teammanger Benoit Nogier bestätigt, dass der Finne beim Asphalttest glänzte

Die Zuschauer bei der Portugal-Rallye erkannten es mit freiem Auge: Auf Schotter fehlt Kimi Räikkönen noch die Sicherheit. Der Citroën-Star versuchte zu attackieren, scheiterte aber dabei, das Limit zu finden - teilweise musste er Kurven mehrmals anfahren, konnte das Gaspedal nicht richtig dosieren. Das bewiesen auch die Zeiten - der ehemalige Formel-1-Weltmeister fuhr hinterher, während Teamkollege Sébastien Ogier an der Algarve seinen Debütsieg in der "Königsklasse" WRC feierte.

Doch jetzt kommen Kimi Räikkönens Rallyes. Der Spagat zwischen den perfekt asphaltierten Formel-1-Strecken, wo kleine Bodenwellen schon für Aufregung sorgen, und Rallye-Sonderprüfungen auf unbefestigtem Untergrund war für den 30-Jährigen zu groß - kann er jetzt bei den Asphalt-Rallyes endlich sein Potenzial zeigen? Die zweitägigen Testfahrten des Citroën-Juniorteams in Südfrankreich sprechen dafür. Da gab Räikkönen eine kleine Kostprobe seines Könnens - das bestätigt auch Teammanager Benoit Nogier: "Wir haben damit gerechnet, dass sich Kimi auf Asphalt wohler fühlen wird, da das sein Background ist. Wir stellen sehr zufrieden fest, dass das der Fall sein dürfte."

Und wie. Bei den Testfahrten konnte der Lenkradakrobat aus Espoo nicht nur das Tempo seines hochtalentierten Teamkollegen Sébastien Ogier mitgehen, sondern dürfte laut Augenzeugen sogar schneller gewesen sein. Zudem fiel sein aggressiver Fahrstil auf - Räikkönen scheint seine Chance zu riechen. Beim Test im südfranzösischen Mazamet griff das Citroën-Juniorteam auf das Auto des Privatiers Felice Re zurück, der auch bei der Rally della Laterna antrat. Auch bei dieser italienischen Rallye war Räikkönen am Start und lag lange Zeit in Führung.

Trotz dieser positiven Anzeichen nach dem eher durchwachsenen Saisonstart steht Räikkönen in Bulgarien vor einer enormen Herausforderung: Dort sind die Straßen in einem deutlich schlechteren Zustand als in Mazamet - der Citroën-Pilot wird sich mit tiefen Schlaglöchern abmühen müssen. Hoffnung gibt allerdings die Streckenführung: Die Sonderprüfungen in Bulgarien erlauben hohe Geschwindigkeiten. Zur Erinnerung: Auf schnellen Pisten fühlte sich der "Iceman" schon zu Formel-1-Zeiten am wohlsten.

Fotoquelle: Red Bull/GEPA


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