Kimi Räikkönen war stark unterwegs, bis sein C4 auf dem Dach landete

Rallye 2010

— 09.07.2010

Räikkönen: Lernen auf die harte Tour

Für Kimi Räikkönen endete eine glanzvolle Freitagsvorstellung in Bulgarien vorzeitig auf dem Dach - Jetzt hofft er, morgen wieder angreifen zu können

WRC-Rookie Kimi Räikkönen drehte am ersten Tag der Rallye Bulgarien richtig auf. Der frühere Formel-1-Weltmeister zeigte, dass Asphalt sein natürlicher Lebensraum ist und fuhr beständig in der Spitzengruppe mit. Zunächst war er Fünfter, dann übernahm er Platz vier, als Citroën-Junior-Teamkollege Sébastien Ogier wegen eines Ausrutschers eine Minute verlor.

Citroën-Sportchef Olivier Quesnel prophezeite sogar, dass Räikkönen in Bulgarien auf das Podium fahren könnte. Doch die glanzvolle Fahrt wurde kurz vor dem Ziel der letzten Prüfung des Tages jäh beendet. Räikkönen flog ab, überschlug sich halb und traf auch noch einen Baum. Zum Glück blieben er und Beifahrer Kaj Lindström unverletzt. Und das Team ist sogar recht zuversichtlich, dass der C4 WRC so weit repariert werden kann, dass Räikkönen morgen unter SupeRally-Bedingungen wieder an den Start gehen kann. Derzeit wird er als 26. geführt.

"Nach 19 Kilometern sind wir in einer langsamen Kurve abgeflogen", berichtet Beifahrer Kaj Lindström. "Wir sind in der Kurve einfach nach außen gerutscht, sind abgeflogen und auf dem Dach gelandet. Wir konnten aber sofort aus dem Auto klettern. Hoffentlich können wir morgen wieder fahren."

"Das gehört einfach dazu", bleibt Räikkönen selbst gewohnt gelassen. "Ich bin hier, um zu lernen, und manchmal lernt man eben auf die harte Tour. Davor hatte ich allerdings richtig viel Spaß und wir haben mächtig Gas gegeben. In den ersten beiden Splits waren wir sogar die Schnellsten. Dann sind wir leider abgeflogen. Das kann passieren, wenn man es versucht. Ich hoffe wirklich, dass das Team das Auto reparieren kann und wir weiterfahren können. Denn wir brauchen die Erfahrung. Hoffentlich können wir weiter Gas geben und einige schnelle Zeiten hinlegen."

Teamchef Benoit Nogier jedenfalls spricht von einer "ermutigenden Performance" des Finnen: "Kimis Zeiten waren bemerkenswert, dafür dass es sein erster Asphalttag in der WRC war. Ich denke, dass er morgen wieder an den Start gehen und weitere Kilometer abspulen kann. Das wäre für den Rest der Saison hilfreich."

Fotoquelle: Red Bull/GEPA


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