Ohne seinen Abflug hätte Kimi Räikkönen sogar auf das Podium fahren können

Rallye 2010

— 11.07.2010

Räikkönen: "Es ging ein bisschen auf und ab"

Ohne seinen Abflug hätte Kimi Räikkönen in Bulgarien sogar auf das Podium fahren können, doch alles in allem ist der mit seinem WRC-Asphalt-Debüt zufrieden

Auch wenn es am Ende nur für Platz elf gereicht hat - Kimi Räikkönen hat bei seinem ersten WRC-Lauf auf Asphalt durchaus beeindruckt. Der "Iceman" fuhr konstant Topzeiten, doch die Chance auf ein Spitzenergebnis warf er bereits am Freitagabend weg. Räikkönen flog auf Platz vier liegend in der letzten Freitagsprüfung ab. Zwar konnte er am Samstag unter SupeRally-Bedingungen wieder an den Start gehen, doch aufgrund der dazu gehörenden Zehn-Minuten-Zeitstrafe fiel er zurück auf den 26. Rang.

Ab dem Samstagmorgen war Räikkönens Aufgabe, weiter Erfahrung zu sammeln. Als neue Motivation steckte er sich zum Ziel, wieder bis in die Top 10 und damit in die Punkte zurückzufahren. Am Samstagabend war der Finne schon 14., sein Rückstand auf die Top 10 betrug noch 2:46.5 Minuten. Heute Morgen holte der "Iceman" weiter kräftig auf. Ind er ersten Sonntagsprüfung machte er auf den Zehntplatzierten Henning Solberg 40 Sekunden gut, in der zweiten Prüfung weitere 35 Sekunden.

"Wir haben wieder richtig Gas gegeben", berichtete Räikkönen im Mittagsservice. Alles lief gut, obwohl ich in der zweiten Prüfung ein etwas seltsames Gefühl hatte." Das Team tauschte im Service den vorderen Stabilisator aus. Das half: In der vorletzten Prüfung nahm Räikkönen Henning Solberg noch einmal über 45 Sekunden ab. Aber in der letzten WP machte er einen kleiner Fehler und blieb kurzzeitig neben der Straße stecken. Damit musste sich der Finne mit Rang elf begnügen. "Wenigstens haben wir es versucht! Wir hatten während der ganzen Rallye ein recht gutes Gefühl für das Auto und das ist extrem positiv, schließlich war es unsere erste WRC-Asphaltrallye. Ich habe das Gefühl, dass wir Fortschritte machen", bilanziert er.

"Es ging ein bisschen auf und ab, aber alles in allem war es ein gutes Wochenende", fährt Räikkönen mit seiner Bulgarien-Analyse fort. "Das Wichtigste war, sich daran zu gewöhnen, ein Rallyeauto auf Asphalt zu fahren. Das ist natürlich etwas völlig anderes als mit einem Formel-1-Auto. Ich fühle mich auf Asphalt ein bisschen wohler als auf Schotter, aber Rallye ist immer noch ein völlig anderer Sport als die Rundstrecke und wir müssen noch viel lernen. Aber das Gefühl kommt immer mehr. Und die Straßen in Bulgarien haben mir wirklich gut gefallen: Sie sind recht flüssig und haben einen guten Rhythmus. Jetzt geht es in Finnland wieder auf Schotter. Es wird toll, wieder zu Hause anzutreten und zu einer Rallye zu kommen, die ich schon ein bisschen kenne."

Sein Beifahrer Kaj Lindström ist mehr als zufrieden mit dem Wochenende: "Was den Speed angeht, war das sicher unsere bisher beste Performance der Saison. Wenn wir nicht am Freitag das Problem gehabt hätten, wären wir Vierter geworden. Oder vielleicht sogar Dritter, was unglaublich gewesen wäre. Aber das Ergebnis ist nicht das Wichtigste, sondern der Lernprozess. Wir haben bei dieser Rallye viel gelernt, auch in Sachen Aufschrieb. Und all das wird in der Zukunft hilfreich sein. Ich bin zuversichtlich."

Fotoquelle: Red Bull/GEPA


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