Petter Solberg und Chris Patterson fuhren auf Anhieb gemeinsam auf das Podium

Rallye 2010

— 11.07.2010

Solberg: "Ich habe dieses Podium gebraucht"

Petter Solberg ist über den dritten Platz in Bulgarien überglücklich und sein neuer Beifahrer Chris Patterson erlebt derzeit eine richtige Achterbahnfahrt

Petter Solberg hatte über seinen neuen Beifahrer Chris Patterson gesagt, dass ihn dieser auf das Podium führen kann. Und bei der ersten gemeinsamen Rallye war es auch schon so weit: In Bulgarien wurden Solberg und Patterson Dritter. Bis zum Schluss lieferten sie sich ein Duell gegen Citroën Werkspilot Daniel Sordo und sogar Platz zwei war in Reichweite.

Solberg und Patterson mussten sich dem Spanier zwar knapp geschlagen geben. Doch sie feierten ihren ersten gemeinsamen Podestplatz bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt ausgelassen. Patterson bekam eine "Willkommen-in-der-WRC"-Champagnerdusche verpasst und Solberg strahlte von einem Ohr zum anderen. Zudem wurde der neue Copilot danach auch noch mit dem "Spirit-of-the-rally"-Award ausgezeichnet. In der Pressekonferenz sprachen Solberg und Patterson über ihren ersten gemeinsamen Erfolg:

Frage: "Petter, du hattest einen spannenden Fight gegen Dani Sordo. Es war ein aufregendes Wochenende für dich, das Team und die Sponsoren. Was denkst du?"
Petter Solberg: "Ich bin sehr happy. Vor allem auch deshalb, weil wir beide sehr nervös waren, bevor wir unsere erste gemeinsame Rallye bestritten haben. Wir wussten, dass das sehr schwierig wird. Ich bin glücklich, dass wir Dritter geworden sind. Das Auto hat gut funktioniert. Und ob wir nun Dritter oder Zweiter sind, ist nicht so wichtig. Es war wichtig, auf das Podium zu fahren. Ich habe dieses Podium gebraucht. Chris hat sehr gut gearbeitet und ich sehr zufrieden mit dem, was wir erreicht haben."

Frage: "Wan hast du entschieden, Gas zu gaben und Dani anzugreifen? Denn das sichere Podium war ja sehr wichtig für dich?"
Solberg: "Gestern Abend, als ich diese Änderungen an meinem Auto gefunden habe. Das Wichtigste für mich war, die Pace zu finden. Ich bin hier, um mich selbst zu beweisen. Ich denke, ich habe die richtige Pace gefunden. Wir wussten, dass wir ähnliche Zeiten haben, wenn er pusht. Es war für eine Weile recht aufregend. Mit Chris lief es absolut perfekt. Wir sind gemeinsam gewachsen und ich bin sehr zufrieden. Es war für ihn unglaublich schwierig."

Frage: "Es war sicher nicht einfach, das erste Mal zusammen zu fahren. Die Entscheidung ist ja auch erst vor eineinhalb Wochen gefallen..."
Solberg: "Ich habe versucht, cool zu bleiben. Und ich denke, dass Chris das auch versucht hat. Wir haben im Auto nicht allzu viel gesprochen. Wir hatten schon zuvor über die Details und die Strategie gesprochen. Aber es war sehr beeindruckend. Wir wussten, dass wir auf Anhieb dieses Tempo gehen mussten. Die Prüfungen waren extrem schwierig, es war auch schwierig, dieses Tempo zu fahren und die Straße zu sehen. Ja, es war recht beeindruckend."

Frage: "Chris, es war wirklich ein Hammer-Wochenende für dich. Du bist zum ersten Mal mit Petter gefahren - und du bist auf dem Podium. Wie war das Wochenende für dich?"
Chris Patterson: "Die vergangenen eineinhalb Wochen waren für mich wie eine Achterbahnfahrt. Vor zwei Wochen bin ich noch zu Hause gesessen und habe meine Sonntagszeitung gelesen und jetzt sitze ich hier und habe Champagner in meinen Schuhen... es war eine großartige Erfahrung, es war toll, mit Petter und dem Team zu arbeiten. Jetzt freuen wir uns auf Finnland. Bis dahin haben wir noch ein bisschen Arbeit vor uns, aber hoffentlich schaffen wir es dort wieder auf das Podium."

Frage: "Du bist ein erfahrener Beifahrer, was denkst du über die Rallye Bulgarien?"
Patterson: "Nun, ich hatte eigentlich mit nichts irgendwelche Probleme und die Zeitnahme war gut. Mir sind nur ein paar Kleinigkeiten aufgefallen. Das ist eine neue Rallye und die Prüfungen waren fantastisch, der Servicepark war gut und in Sachen Organisation hat alles funktioniert. Für uns war es also okay."

Frage: "Könntest du Petter verzeihen, dass er dich nach 150 gemeinsamen Rallyes mit Phil Mills mit dem falschen Vornamen anredet? Hat er das überhaupt getan?"
Patterson: "Nein, Petter nicht, aber unser Teammanager Ken Rees ... entschuldigung, Bob Rees hat mich mit dem falschen Namen angesprochen. Aber das ist okay!"

Fotoquelle: Tony Welam


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