Loeb hat die letzten sieben Ausgaben der Deutschland-Rallye gewonnen

Rallye 2010

— 15.08.2010

Loeb über die Schwierigkeiten der Deutschland-Rallye

Sébastien Loeb analysiert die zwei Schlüsselstellen der Rallye Deutschland - Pirelli erklärt die Herausforderung aus Sicht des Reifenherstellers

In weniger als einer Woche ist die Rallye Deutschland nach zweijähriger Abstinenz wieder Schauplatz eines WM-Laufs. Die Piloten müssen dabei im Zuge von 19 Sonderprüfungen insgesamt 405,67 Wertungskilometer hinter sich bringen. Der große Favorit ist natürlich Sébastien Loeb, der seinen achten Deutschland-Triumph in Folge anpeilt. Niemand anderer kann demnach besser über die Besonderheiten des nächsten WM-Laufs Auskunft geben als der Franzose.

"Es ist eine große Herausforderung. Es gibt einige sehr schnelle Abschnitte und einige wirklich schwierige Passagen. Dort ist es einmal eng, dann wieder weitläufig. Die Untergründe sind außerdem so unterschiedlich", erklärt der sechsfache Weltmeister. Er streicht zwei besondere Streckenteile heraus. Die Weinberge an der Mosel sowie den Truppenübungsplatz Baumholder. "Die Prüfungen auf den Weinbergen erfordern vollste Konzentration. Die Freude, wenn man es gut hinbekommen hat, ist riesig, weil hier alles so eng ist", so Loeb.

Die Schwierigkeit in Baumholder liegt laut Loeb aber nicht nur an den berühmten Hinkelsteinen, die die Straßen säumen. "Die Straßen dort sind völlig anders als die Asphaltstraßen, die wir kennen. Sie sind rau, es gibt weitläufige und schnelle Abschnitte mit Geröll und Schmutz. Es ist nirgendwo schwieriger den richtigen Mix zu finden. Aber wenn man in Deutschland gewinnen will, muss man auf diesen Prüfungen gut sein", weiß der Citroen-Pilot.

Auch für die Reifen stellt der Truppenübungsplatz eine besondere Herausforderung dar. Zwar sind Reifenschäden auf Asphalt-Rallyes eher selten, in Baumholder herrschen aber andere Gesetze. Pirelli wird einen Reifen mit extra verstärkten Seitenwänden liefern. "Wenn es trocken bleibt, werden die Fahrer in Baumholder mit der harten Mischung unterwegs sein. Es ist aber durchaus möglich, dass manche auf den Weinbergen auf die weichen Reifen setzen", glaubt Pirellis WRC-Reifeningenieur Matteo Braga, denn "der Asphalt ist dort nicht so rau."

Pirelli wird etwa 60 Autos bei der Deutschland-Rallye mit Reifen zu versorgen haben. "Da bei dieser Rallye acht Mal die Reifen gewechselt, darf jedes Team 54 Pneus einsetzen, das sind 14 mehr als in Bulgarien", so Braga. Pirelli teilt jedem Team insgesamt 72 Reifen zu, wovon 54 verwendet werden dürfen. "Wir stellen für jedes Auto eine Auswahl von 40 harten und 32 weichen Pneus zur Verfügung", meint Pirellis WRC-Reifeningenieur.

Fotoquelle: Red Bull/GEPA

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