Sébastien Loeb konnte die Hatz durch die Weinberge seit 2002 immer gewinnen

Rallye 2010

— 18.08.2010

Weinberge, Panzerplatte, Hinkelsteine

Vorschau auf die Deutschlandrallye: Jetzt geht es rund um Trier wieder heiß her - In Baumholder wartet die längste Wertungsprüfung des WRC-Kalenders

Die Rallye Deutschland kehrt nach einem Jahr Pause 2010 planmäßig wieder in den WM-Kalender zurück. Am kommenden Wochenende (20. bis 22. August) ist Trier zum achten Mal seit 2002 der Nabel der Rallyewelt. Es werden wieder über 200.000 begeisterte Zuschauer erwartet, 80 Teams aus 28 Nationen haben sich für die deutsche WM-Runde über rund 1.195 Kilometer in den Mosel-Weinbergen, auf den Truppenübungsgelände Baumholder und im nördlichen Saarland angemeldet.

Die Rallye Deutschland stellt Teams und Piloten vor enorme Herausforderungen: Verwinkelte Weinberg-Wirtschaftswege, raue Militärpisten, schnelle Landstraßen - drei sehr unterschiedliche Streckentypen sind in einem Lauf vereint. Los geht es am Freitag entlang der Mosel über enge, von zahllosen nicht einsehbaren Kurven und engen Spitzkehren geprägte Wirtschaftswege der Weinbauern. Dort brauchen die Piloten vor allem eines: viel Mut.

Von der Mosel geht es auf die Landstraßen des nördlichen Saarlands, die sich vor allem durch geschwungene Kurvenpassagen auszeichnen. Und dann war da noch die "Panzerplatte": Auf dem Truppenübungsplatz Baumholder erwarten am Samstag raue, Reifen verschleißende Betonpisten die Rallye-Weltelite. Die Strecken an der Panzerplatte werden zudem von sogenannten "Hinkelsteinen" gesäumt. Diese Panzersperren aus massivem Beton bestrafen jeden Fahrfehler hart - diese Lektion mussten schon einige Piloten schmerzhaft lernen.

In Baumholder gibt es in diesem Jahr übrigens die mit 48 Kilometern wohl längste Wertungsprüfung des gesamten WRC-Kalenders. Und auf die Fans wartet am Samstag noch eine weitere Attraktion, nämlich die ganz neue WP "Hermeskeil". Hier nutzen die Veranstalter die neuen Freiheiten im Reglement: Ein kleines Stück der neuen Prüfung führt über Schotter. An dieser Stelle wird für die Fans speziell ein Zuschauerpunkt eingerichtet.

Am Sonntag kehrt die Route wieder zurück in die Moselregion rund um Trier. Abgeschlossen wird die Rallye Deutschland wieder mit der Zuschauerprüfung "Circus Maximus" rund um die Porta Nigra in Trier. Die Gesamtlänge der 19 Wertungsprüfungen beträgt 405,67 Kilometer. Der Zeremonienstart findet am Donnerstag, 19. August traditionsgemäß um 20:00 Uhr vor der Porta Nigra statt. Dort erfolgen am Sonntag um 15:45 Uhr auch der Zieleinlauf und die Siegerehrung. Das oberste Treppchen scheint übrigens Sébastien Loeb für sich gepachtet zu haben: Er hat die Deutschland-Rallye seit 2002 immer gewonnen.

Spannend ist auch der Blick auf die Wettervorhersage, denn Petrus kann rund um Trier wieder eine entscheidende Rolle spielen. Für das Wochenende ist wechselhaftes Wetter angekündigt, vor allem am Sonntag soll es regnen. Egal ob an der Mosel, im Saarland oder in Baumholder: Die Straßen sind meisten sehr staubig und bereits im Trockenen vergleichsweise glatt. Wenn es regnet, werden heimtückische Rutschbahnen daraus. Und die Wahl der richtigen Reifen kann ein entscheidender Faktor werden.

Fotoquelle: xpb.cc

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