Kimi Räikkönen weiß noch nicht, welchen Weg er einschlagen soll

Rallye 2010

— 20.08.2010

Räikkönen: WRC, Formel 1 oder Rennpause?

Eine Formel-1-Rückkehr wäre eine große Sensation, eine Rennpause weniger - aber entschieden hat sich Kimi Räikkönen bisher noch nicht...

Neun von 13 WM-Rallyes werden nach diesem Wochenende absolviert sein, doch ob Kimi Räikkönen der WRC treu bleibt, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch immer nicht fest. Der Citroën-Pilot wollte eigentlich im August oder September entscheiden, wie es weitergehen soll, doch im Moment zeichnet sich noch keine klare Tendenz ab.

"Wir werden sehen", wird Räikkönen, angesprochen auf seine Zukunftspläne, von 'Turun Sanomat' zitiert. Es sei noch einiges zu erledigen, bevor er eine Entscheidung treffen könne - und auch eine Überraschung ist nicht ausgeschlossen: "Kann sein, dass ich gar nichts machen werde." Das würde wohl eine Auszeit bedeuten, wie sie einst auch sein finnischer Vorgänger Mika Häkkinen nach dem Formel-1-Rücktritt einlegte.

Wer soll die Gage zahlen?

Dem Vernehmen nach hat Red Bull kein Problem damit, weiterhin den Großteil der Räikkönen-Gage zu bezahlen, schließlich hätte man so einen idealen Kandidaten in der Hinterhand, sollte Mark Webber eines Tages seine Formel-1-Karriere beenden. Citroën soll von den Leistungen des 30-Jährigen hingegen weniger angetan sein, weshalb die Franzosen keine Lust mehr haben, viel Geld in die PR-Marke Räikkönen zu investieren.

Indes dürfte es beim ehemaligen Formel-1-Weltmeister auch private Turbulenzen geben, die eine Auszeit noch verlockender erscheinen lassen. Trotzdem betrachtet er sein WRC-Engagement keineswegs als Notnagel: "Es ist nicht so, dass ich in der Formel 1 keine Angebote gehabt hätte. Wenn ich bleiben hätte wollen, dann hätte ich sicher etwas gefunden. Es gab aber keine vernünftige Möglichkeit, also suchte ich mir etwas anderes", so Räikkönen.

Derzeit keine Topcockpits verfügbar

Bekannt ist, dass er für 2010 mit McLaren verhandelt hat, doch die Rückkehr ins britische Team scheiterte an seiner Kompromisslosigkeit, was PR-Tage und ähnliche Verpflichtungen angeht. Auch andere Rennställe sollen angefragt haben. Für 2011 sind jedoch die besten Grand-Prix-Cockpits bereits besetzt, sodass von der Papierform her nur ein Wechsel zu Renault in Frage käme. Dass bei Ferrari oder Mercedes ein Platz frei werden könnte, ist derzeit reine Spekulation.

Sollte sich Räikkönen dafür entscheiden, seine WRC-Karriere fortzusetzen, könnte er früher oder später auch Rallyes gewinnen: "Das Potenzial ist auf alle Fälle da, um Weltmeister zu werden", sagt sein Co-Pilot Kaj Lindström im 'Kurier'. "Es ist sein erstes Jahr in der WRC und die Umstellung von einem Formel-1- auf ein Rallyeauto ist alles andere als einfach für ihn. Es wird sicher zwei bis drei Jahre dauern, um an der Spitze wirklich mitkämpfen zu können."

Fotoquelle: xpb.cc

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