Formel-1-Champion Kimi Räikkönen fühlt sich in der Rallye sichtlich wohl

Rallye 2010

— 21.08.2010

Lindström: "Kimi genießt sein Leben"

Kimi Räikkönens Rallye-Beifahrer Kaj Lindström ist von den Leistungen seines Chauffeurs beeindruckt, auch wenn dessen Zukunft noch offen ist

Trotz aller Comeback-Gerüchte um Kimi Räikkönen steht eines fest: Der Finne fühlt sich in der Rallye sauwohl, der harte Rallyesport abseits des Formel-1-Glitzerglamours und PR-Rummels hat es dem wortkargen ehemaligen Ferrari-Star angetan. Das weiß auch sein Copilot Kaj Lindström, dessen Anweisungen der 30-Jährige bei den wilden Ritten über Asphalt und Schotter blind vertrauen muss.

"Kimi fühlt sich in der Rallye sehr wohl", berichtet der Beifahrer dem 'Kurier'. "Wenn man seine letzte Saison in der Formel 1 mit jetzt vergleicht, dann würde ich sagen, dass Kimi ist viel lockerer geworden ist. Er genießt sein Leben, er hat Spaß daran etwas Neues zu machen, und die Atmosphäre ist nicht so angespannt wie in der Formel 1. Das ist, was ihm in der Rallye so gefällt."

Lindström, der schon mit Hochkarätern wie Tommi Mäkinen zusammengearbeitet hat, sieht in seinem Landsmann gar einen potenziellen Champion. Doch "zuerst einmal muss Kimi eine Entscheidung treffen, ob er nächstes Jahr in der Rallye bleibt, oder ob er in die Formel 1 zurückkehren will. Sollte er sich dazu entschließen in der Rallye zu bleiben ist das Potential auf alle Fälle da, um Weltmeister zu werden."

"Es ist heuer sein erstes Jahr in der WRC und die Umstellung von einem Formel 1 Auto auf ein Rallyeauto ist alles andere als einfach für ihn. Es wird sicher 2-3 Jahre dauern, um an der Spitze wirklich mitkämpfen zu können." Nichts desto trotz beharrt Lindström: "Ich bin aber fest davon überzeugt, dass wenn Kimi in der Rallye bleibt, er in den nächsten Jahren an der Spitze der Weltmeisterschaft sein wird."

Die Chancen auf einen Sieg noch in diesem Jahr erachtet der Finne aber als gering: "Es ist sein erstes Jahr in einem WRC Auto. Ich glaube nicht, dass er heuer ein Rennen gewinnen wird, da die anderen Fahrer viel mehr Erfahrung besitzen und einfach noch zu stark für ihn sind. Noch!"

Fotoquelle: GEPA

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