Kris Nissen hat erneut betont, dass die WRC für Volkswagen interessant ist

Rallye 2010

— 31.08.2010

Nissen: "WRC wäre logischte und beste Möglichkeit"

Spätestens nach der Rallye Dakar 2011 will man sich bei Volkswagen entscheiden, ob man in die WRC kommt oder nicht - Auch Start in der WRC und bei der Dakar denkbar

Die Entscheidung bei Volkswagen, ob man wirklich in die WRC einsteigen will, ist noch nicht gefallen. Doch Motorsportdirektor Kris Nissen hat erneut unterstrichen, dass dies für die Wolfsburger durchaus ein interessanter Schritt wäre. "Es gibt viele Möglichkeiten", sagt er gegenüber 'Autosport' über das Motorsport-Engagement von Volkswagen.

"Es gibt den Volkswagen-Konzern und die Marke Volkswagen. Der Konzern ist mit Audi, Seat, Skoda und Volkswagen im Motorsport recht aktiv und wir decken einen recht großen Bereich ab", erklärt er. Es gibt laut Nissen zwei wichtige Punkte: Man will nicht mit den Marken gegeneinander antreten und in einer interessanten Meisterschaft fahren.

Falls es für Volkswagen einen "klaren Grund" gäbe, etwas anderes zu machen als die Dakar, "dann ist es, mehr Veranstaltungen zu haben, wo wir über das Jahr gesehen mehr Möglichkeiten haben. Nehmen wir ein Rennen wie Le Mans: Es ist weltweit berühmt und sehr bekannt, aber es findet nur einmal im Jahr statt. Die Dakar geht einmal im Jahr über drei Wochen. Wir glauben, dass im Moment das World Rally Car die logischte und beste Möglichkeit wäre."

Eine Entscheidung über die WRC soll laut Nissen spätestens nach der Rallye Dakar 2011 fallen. "Es ist sogar möglich, beides zu machen", betont der Däne. "Wir haben für die Dakar ein sehr gutes Auto und ein sehr gutes Team. Das Budget für die Dakar selbst ist wirklich vernünftig. Wenn man sieht, wie wir davon profitieren, ist es sogar billig. Wenn wir viele Läufe mit dem Dakar-Auto bestreiten würden, wären die Kosten höher und der Personalaufwand würde das Unternehmen auf Trab halten."

"Aber es ist durchaus möglich, das Dakar-Programm um ein oder zwei Jahre zu verlängern. Das können wir tun, bis jemand mit einem wirklich guten Auto und Team kommt. Dann muss man eine Entscheidung treffen", erklärt er. Egal ob man weiter in der Dakar bleibt oder nicht: Volkswagen möchte laut Nissen nicht nur einmal im Jahr im Rampenlicht stehen. Und deshalb ist die WRC eine interessante Option.

Ob man in der Weltmeisterschaft den Golf, den Polo oder den Scirocco einsetzen würde, kann der Motorsportdirektor noch nicht konkret sagen. "Es würde ein Volkswagen sein", antwortet er. "Natürlich haben wir schon eine Idee. Aber erst einmal wollen wir unsere Einsätzung der WRC abschließen und alle Informationen sammeln. Im zweiten Schritt müssen wir dann entscheiden, ob wir es machen wollen. Wenn die Antwort 'ja' ist, wann machen wir es dann? Es ist jetzt zu früh zu sagen, welches Auto. Aber ich denke, es wäre eines dieser drei."

Die Tatsache, dass Konzerntochter Skoda bereits mit einem S2000-Auto fährt, könnte es laut Nissen auch VW einfacher machen. Aber er betont, dass ein Einstieg frühestens zwei Jahre nach der Entscheidung erfolgen kann: "Und ich weiß nicht, was in zwei Jahren passiert. Das S2000-Auto von heute ist nicht das, was wir in zwei Jahren in der WRC sehen werden." Zum Thema Fahrerfrage betont Nissen, dass man als deutscher Hersteller nicht zwangsläufig auch einen deutschen Fahrer holt: "Jedes Team, das gewinnen will, muss sich nach dem besten Piloten umschauen und nicht auf die Nationalität achten."

Fotoquelle: Volkswagen

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