Jari-Matti Latvala profitierte von der Zeitstrafe für Petter Solberg

Rallye 2010

— 11.09.2010

SS11-13: Solberg fällt durch Frühstart zurück, Latvala führt

Petter Solberg fabriziert beim Start zur SS13 einen Frühstart und erhält eine Zehn-Sekunden-Strafe - Jari-Matti Latvala übernimmt die Führung

Er schien alles unter Kontrolle zu haben, doch dann passierte ihm ein folgenschweres Missgeschick: Petter Solberg, der nach dem ersten Tag der Rallye Japan noch mit 9,4 Sekunden Vorsprung vor Mikko Hirvonen an der Spitze lag, fabrizierte beim Start zur 13. Sonderprüfung einen Fehlstart. Solbergs Teammanager Ken Rees bestätigt, dass der Citroën-Privatier 0,1 Sekunden zu früh losgefahren ist.

Dies habe das Zeitmesssystem gezeigt. Nun werde das Videomaterial der Onboard-Kamera gesichtet, um herauszufinden, ob dieser Fauxpas auf einen technischen Defekt zurückzuführen sein. "Ich habe nichts anders gemacht als sonst", sagte Solberg anschließend. Die Rallyeleitung belegte den Norweger mit einer Zeitstrafe in Höhe von zehn Sekunden, wodurch er auf Rang drei zurückfiel.

Von der Zeitstrafe abgesehen war es ein guter Samstagmorgen für Solberg. Auf der elften Sonderprüfung baute der Weltmeister von 2003 seinen Vorsprung Dank einer Bestzeit sogar weiter aus - trotz der Tatsache, dass Solberg als "Straßenreiniger" auf die Schotterpisten musste. "Es läuft wirklich gut, wir haben nicht so viel verloren, wie wir es erwartet hatten", sagte Solberg.

Dank seiner Bestzeit auf SS12 machte Jari-Matti Latvala in der Zwischenwertung einen großen Satz nach vorne. Der Ford-Pilot liegt nun - nach Solbergs Zeitstrafe - sogar mit 1,6 Sekunden Vorsprung vor Sébastien Ogier in Führung. Letzterer fasste die ersten drei Etappen kurz und knapp zusammen: "Es war ein guter Morgen."

Bevor das Teilnehmerfeld am Nachmittag auf die nächsten drei Sonderprüfungen geht, gefolgt von zwei Stadionprüfungen im Sapporo Dome, ist es an der Spitze enger zusammengerückt. Die ersten Fünf einschließlich Dani Sordo sind nur wenige Sekunden voneinander getrennt. Lediglich Sébastien Loeb fällt noch etwas ab, auch wenn der Weltmeister rund 20 Sekunden im Vergleich zum Freitag gutmachen konnte.

Loeb war trotzdem nicht zufrieden. "Ich denke, dass ich zu hart gepusht habe. Manchmal versuche ich einfach zu viel", sagte der Citroën-Pilot. Dessen Markenkollege Kimi Räikkönen rückte derweil auf Platz acht vor. Der ehemalige Formel-1-Pilot profitierte dabei unter anderem von einem Ausrutscher Matthew Wilsons, der auf der Nikara-Prüfung von der Straße abkam und im Schotter steckenblieb.

Zwischenstand nach SS13 (Top 10):

01. Jari-Matti Latvala (Ford) - 1:50:13.1 Stunden
02. Sébastien Ogier (Citroën) + 1.6 Sekunden
03. Petter Solberg (PSWRT) + 4.1
04. Mikko Hirvonen (Ford) + 5.7
05. Dani Sordo (Citroën-JT) + 14.2
06. Sébastien Loeb (Citroën) + 34.3
07. Henning Solberg (Stobart) + 1:29.1
08. Kimi Räikkönen (Citroën-JT) + 5:22.3
09. Federico Villagra (Munchi's) + 5:30.1
10. Jari Ketomaa (FCACA) + 8:26.6

Fotoquelle: Ford

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