Petter Solberg nimmt den letzten Tag der Rallye Japan als Erster in Angriff

Rallye 2010

— 11.09.2010

SS14-18: Solberg wieder vorne, Latvala fällt mit Defekt zurück

Taktische Spielereien und eine gebrochene Antriebswelle sorgen dafür, dass die Spitze in Japan eng zusammen bleibt

Die Führung von Jari-Matti Latvala hielt nur kurz. Der Ford-Pilot fiel auf der 15. und 16. Sonderprüfung am Samstagnachmittag weit zurück, da die Antriebswelle seines Focus RS WRC vorne rechts gebrochen war. Latvala verlor durch diesen Defekt über 20 Sekunden auf den langen Schotterprüfungen und dann weitere 18 Sekunden in den beiden Stadionprüfungen im Sapporo Dome zum Abschluss des Tages.

Unterdessen hat sich Petter Solberg, der am Vormittag noch für einen Frühstart eine Zehn-Sekunden-Strafe kassierte und dadurch auf Rang drei durchgereicht wurde, nicht zuletzt Dank der Bestzeit auf SS16 die Spitzenposition zurückgeholt. Das Spitzenfeld liegt am Ende des ersten Tages enger zusammen denn je: Die ersten Drei liegen innerhalb von 5,4 Sekunden und selbst Sébastien Loeb hat als Sechster mit 37,9 Sekunden Rückstand die Hoffnungen auf das Siegertreppchen noch nicht aufgegeben.

Die engen Abstände am Samstag haben allerdings auch zu Taktik-Spielchen unter den Top-Piloten geführt - niemand möchte die Schotterprüfungen am Sonntag als Erster in Angriff nehmen müssen. So haben Sébastien Ogier und Mikko Hirvonen auf SS16 ihr Tempo absichtlich etwas gedrosselt, um in er Gesamtwertung auf jeden Fall hinter Petter Solberg zu fallen.

Der Weltmeister von 2003 sah von solchen Spielchen ab und hofft nun auf einen regnerischen Sonntag. Ist der Schotter um Sapporo feucht, dürfte der Nachteil, als Erster auf die Strecke gehen zu müssen, am kleinsten sein. Die Wettervorhersagen für den Finaltag der Rallye Japan beinhalteten am Samstagabend allerdings Sonnenschein und keinen Regen.

"Ich bin mit meinem Speed zufrieden, den ich heute den ganzen Tag als Erster auf der Strecke hatte", sagte Solberg. "Mir ist es egal, ob ich morgen als Erster starte. Dort waren wir schon viele Male. Alles ist möglich." Ähnlich zufrieden war Kimi Räikkönnen, der den Samstag an Position acht abschloss: "Es war okay, ich bin mit meiner Leistung zufrieden."

Ganz anders war die Stimmung dagegen im Lager des amtierenden Weltmeisters. Zwar ist Loeb weiterhin in Schlagdistanz, aber der Elsässer kommt im Land der aufgehenden Sonne nicht wirklich gut zurecht. "In manchen Abschnitten ist es okay, aber in anderen verliere ich viel Zeit. Ich weiß auch nicht, woran es liegt", sagte Loeb immer wieder.

Der große Verlierer des Samstagnachmittags versuchte trotz seines Pechs, das Beste aus seiner Situation zu machen. Latvala schleppte seinen defekten Focus durch die letzten Prüfungen des Tages und gab sich sichtlich Mühe, nicht zu viel Zeit zu verlieren. "Es ist okay in Linkskurven, dann verhält sich das Auto ziemlich gut. Aber wenn es rechts herum geht, untersteuert das Auto ziemlich stark", sagte der Finne.

Fotoquelle: Welam

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