Petter Solberg beendete eine schwierige Japan-Rallye als starker Zweiter

Rallye 2010

— 13.09.2010

Petter Solberg: Erst Grippe, dann ein lockeres Rad

Petter Solberg war in Japan angeschlagen und verlor am Schluss fast auch noch ein Rad, ist aber angesichts der Umstände auch mit seinem zweiten Platz zufrieden

Petter Solberg hätte es in Japan fast geschafft: Der erste Sieg seit Langem und der erste als Privatier war in greifbarer Nähe. Der Norweger führte die Rallye Japan die meiste Zeit über an, musste sich am Ende dann aber doch Citroën-Jungstar Sébastien Ogier knapp geschlagen geben. Solberg hatte sich trotz seiner Grippe tapfer an der Spitze gehalten, wurde dann aber am letzten Tag durch Probleme an seinem C4 WRC ausgebremst.

"Der Kampf gegen die Grippe war wahrscheinlich der härteste Teil", bilanziert Solberg. "Am Tag vor dem Shakedown ging es mir wirklich schlecht, beim Shakedown dann auch. Ich dachte, dass ich vielleicht beim Fahren Probleme bekomme, aber der Citroën-Arzt hat mir Medikamente gegeben, die geholfen haben. Es hat geholfen, aber der erste Tag war sehr, sehr schwierig. Nach den langen Prüfungen am Freitag war ich richtig erledigt. Aber nach Samstagmittag konnte ich mich dann besser konzentrieren."

"Es war ein toller Kampf, ich hatte wirklich Spaß und es war recht schwierig, auf diesen Prüfungen zu fahren", sagt Solberg weiter. "Ich war als Erster auf der Straße, aber hatte damit kein Problem - es hat mir Spaß gemacht. Ich dachte, dass ich ein bisschen Zeit verliere, aber war voller Zuversicht, dass ich Sébastien Ogier schlagen kann."

Doch in der zweiten Sonntagprüfung schlug er mit seinem C4 an und dabei brach ein Teil der Aufhängung ab: "Das Rad war total locker. Danach habe ich wirklich alles versucht, um meine Position zu halten. Ich war mir sicher, dass das Auto zusammenbricht. Wir hatten Glück, dass wir es bis ins Ziel geschafft haben. Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass wir nicht bis ins Ziel richtig fighten konnten. Nächstes Mal wieder."

Das Fahren mit dem lockeren Rad sei "wirklich aufregend" gewesen, "sogar auf den Verbindungsetappen", sagt Solberg: "Ich hatte auch ein bisschen Glück. Ich bin zufrieden mit Platz zwei, ich habe ein paar Punkte mehr als Jari-Matti Latvala, damit können wir um Platz drei in der Meisterschaft kämpfen."

"Wir hatten wirklich Angst, dass wir stehen bleiben", schildert er weiter. "Wir wollten unbedingt gewinnen - und dann wollten wir es unbedingt bis ins Ziel schaffen. Wir haben immer wieder angehalten und haben alles gecheckt, um sicherzugehen, dass das Auto hält. Bei der Zuschauerprüfung haben wir wieder alles gecheckt, dann hatten wir Angst, dass wir zu viel Zeit verlieren. Jari-Matti war nur 13 oder 14 Sekunden hinter uns. Nach der ersten Zuschauerprüfung haben wir es wieder gecheckt. Und wir haben es zurück zum Service geschafft, das war eine große Erleichterung."

Als nächstes steht die Rallye Frankreich an, die nun nicht mehr auf Korsika, sondern im Elsass stattfindet. Solberg zeigte bereits bei der Deutschland-Rallye, dass er mit seinem C4 auch auf Asphalt ganz vorn mitmischen kann. Entsprechend motiviert ist der Norweger: "Ich fühle mich auf jedem Untergrund sehr gut. Ich kann auf jedem Untergrund konkurrenzfähig sein. Das haben wir bei den letzten Rallyes gesehen. Ich bin mit allem sehr zufrieden. Ich hoffe, dass Sébastien Loeb die Rallye nicht so gut kennt. Dann können wir vorn dabei sein."

Fotoquelle: xpb.cc

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