Marcus Grönholm denkt derzeit intensiv über ein mögliches WRC-Comeback nach

Rallye 2010

— 24.09.2010

Grönholm: "Jetzt muss ich mich halt entscheiden..."

Kehrt Marcus Grönholm 2011 in die Rallye-WM (WRC) zurück? Der finnische Rennfahrer könnte mit dem MINI-Projekt von Prodrive ein Comeback wagen

In der vergangenen Woche war Marcus Grönholm wieder einmal auf der Rallyepiste unterwegs - nicht im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung, sondern zu Testzwecken für das britische Prodrive-Team, das ab 2011 für die Werkseinsätze des MINI verantwortlich zeichnet. Und Grönholm hat schon ein Angebot für den Posten als Fahrer auf dem Tisch liegen, doch die Zu- oder Absage steht noch aus.

"Ich weiß halt nicht, was ich tun soll", wird Grönholm von 'Autosport' zitiert. Das ist die große Frage. Jetzt muss ich mich halt entscheiden", meint der ehemalige Weltmeister. Reizen würde ihn der MINI zweifelsohne, denn im Rahmen seiner Probefahrten hat sich Grönholm bereits mit dem neuen WRC-Auto angefreundet: "Das Fahrzeug ist klasse. Beim ersten Test fühlte es sich durchaus positiv an."

Dies sei einer der Gründe, die ihn zu einer Rückkehr in den Rallyesport bewegen könnten, meint Grönholm. "Wenn ich zurückkomme, dann nicht des Geldes wegen. Dann liegt es einzig und alleine daran, dass ich eine große Leidenschaft für diesen Sport hege und an einem neuen und aufregenden Projekt teilhaben möchte", gibt der Champion von 2000 und 2002 diesbezüglich zu Protokoll.

Während Kris Meeke bereits als Fahrer für 2011 fixiert wurde, ist die Besetzung des zweiten Prodrive-Cockpits noch vollkommen offen. Neben Grönholm werden auch Marko Märtin sowie Ott Tanak einige Chancen auf den Platz an der Seite des amtierenden Titelträgers der Intercontinental Rally Challenge (IRC) eingeräumt. Alle Genannten waren in der vergangenen Woche beim Test in Portugal am Start.

Damit sind die Probefahrten des neuen MINI aber noch lange nicht beendet, wie David Lapworth, der Technische Direktor von Prodrive, erläutert: "Bis Weihnachten haben wir pro Monat jeweils eine Testwoche geplant. Wir arbeiten an der Basis des Autos, den man als S2000 bezeichnen könnte. Dieses Fahrzeug stellt die Ausgangsbasis für den WRC-Wagen dar", sagt der Prodrive-Sprecher.

"Gerade weil sich diese Autos so ähnlich sind, sollten wir parallel an ihnen arbeiten können. Am Ende werden das aber zwei separate Projekte sein, denn der WRC wird eine andere Leistung haben und andere Aerodynamik-Teile", meint Lapworth. Derzeit beschäftige man sich allerdings vorrangig mit den Grundlagen und müsse sich noch nicht auf die Feinheiten am MINI-Rallyefahrzeug konzentrieren.

Dies sei auch die Vorgabe für die kommenden Testfahrten, stellt Lapworth heraus. "Wir werden das Auto unter verschiedenen Bedingungen ausprobieren. Es geht nicht darum, so und so viele Millimeter am Überrollbügel oder an den Stoßdämpfern zu verstellen. So sehr gehen wir noch nicht ins Detail", erklärt der Technische Direktor. Eine Fahrerentscheidung wird indes in den nächsten Tagen erwartet.

Fotoquelle: xpb.cc

Weitere Rallye Themen

News

Hyundai präsentiert den i20 für die WRC 2017

News

Valentino Rossi gewinnt zum fünften Mal die Monza-Rallye

News

Monza-Rallye: Impressionen aus Italien

News

Kampf um VW-Stars: Wohin mit Ogier, Mikkelsen und Latvala?

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.