Petter Solberg war zum Auftakt der Rallye Frankreich der schnellste Mann

Rallye 2010

— 30.09.2010

Solberg gewinnt Shakedown in Frankreich

Petter Solberg sichert sich die Bestzeit in einem wenig repräsentativen Shakedown im Elsass - Fahrer wegen der Reifenauswahl in Sorge

Petter Solberg sicherte sich heute die Bestzeit beim wenig repräsentativen Shakedown zur Rallye Frankreich, doch alle Augen waren natürlich auf Sébastien Loeb gerichtet, der sich in seiner Heimat schon an diesem Wochenende erneut zum Weltmeister krönen könnte. Zum Auftakt musste sich der Citroën-Werkspilot aber mit Rang sechs zufrieden geben.

Markenkollege Solberg meisterte den asphaltierten Kurs rund um den Servicepark in handgestoppten 1:53.4 Minuten und setzte sich damit vor dem Ungarn Frigyes Turán (Peugeot) und dem WTCC-Piloten Yvan Muller, der mit Solbergs altem Citroën Xsara antritt, an die Spitze. "Mein Teamkollege ist nicht schlecht, oder?", grinst Solberg. "Für uns ist es gut gelaufen, aber die Rallye ist ein anderes Paar Schuhe. In Japan hätten wir beinahe gewonnen, daher geben wir hier wieder alles."

Sein Bruder Henning Solberg (Ford) erreichte Platz vier, Formel-1-Star Kimi Räikkönen (Citroën) wurde Neunter - allerdings nur 0,7 Sekunden hinter Lokalmatador Loeb, der im Elsass Heimvorteil genießt, sich deswegen aber nicht unter Druck setzt: "Alle haben Druck. Bei uns ist er vielleicht ein bisschen höher, aber ich konzentriere mich lieber auf die Rallye. Wenn das Wetter so bleibt, könnte es sehr rutschig werden und damit auch schwierig!"

Damit spricht er einen entscheidenden Punkt an, denn den Fahrern und Teams stehen für die 20 Wertungsprüfungen, die am Freitagmorgen um 8:43 Uhr offiziell beginnen, nur 22 Reifen der weicheren Gummimischung von Pirelli zur Verfügung. Das könnte bei Regen und herbstlichen Temperaturen zu wenig sein. "Wir werden wohl während der ganzen Veranstaltung auf weichen Reifen sein", erwartet Ford-Pilot Jari-Matti Latvala.

"Okay, das Kontingent reicht aus, um bei jedem Service neue Reifen aufzuziehen, aber den Ersatzreifen zu verwenden, ist nicht wirklich eine Option. Wir müssen aufpassen, denn es könnte eng werden", befürchtet Latvala. So wurde der Shakedown auch nicht mit weichen Pirellis, sondern mit harten gefahren, denn von der härteren Mischung stehen 24 Reifen zur Verfügung. "Den Shakedown mit harten Pneus zu fahren, war nicht ideal", meint Sébastien Ogier (Citroën).

Doch beim scheidenden Reifenlieferant Pirelli nimmt man sich die Kritik nicht sonderlich zu Herzen: "Die Auswahl wurde vor langer Zeit getroffen. Die Fahrer und Teams haben das selbst entschieden", wird ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter von 'Autosport' zitiert. "Wenn nötig könnten wir mehr weiche Reifen anbieten, wir haben sie ja im Truck dabei. Das wäre aber nicht regelkonform. Jeder hat genug Reifen für diese Rallye."

Fotoquelle: PSWRT

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