Kimi Räikkönen kämpfte recht erfolgreich gegen die tückischen Bedingungen

Rallye 2010

— 01.10.2010

Räikkönen kämpft sich durch französischen Matsch

Kimi Räikkönen lernt im Elsass die Tücken von Asphaltrallyes kennen: Nach vorsichtigem Start ist er Siebter - Teilweise ein recht rutschiges Heck

Die Bedingungen stellen Kimi Räikkönen bei seiner erst dritten Asphaltrallye vor enorme Herausforderungen. Nach nächtlichem Regen waren die Straßen der Rallye Frankreich am heutigen Freitagmorgen noch feucht und rutschig, im weiteren Tagesverlauf wurden sie durch viel Matsch in wahre Rutschbahnen verwandelt. Selbst Superstar Sébastien Loeb hatte mit den Tücken zu kämpfen, und der unerfahrene Räikkönen noch mehr.

Doch er hat seinen Citroën C4 WRC heil durch die ersten acht Prüfungen gebracht. Nach dem ersten Tag liegt Räikkönen auf dem siebten Gesamtrang, sein Rückstand auf Spitzenreiter Loeb beträgt aber schon dreieinhalb Minuten. Gar nicht passend zu seinem Spitznamen "Iceman" konnte der Finne den kalten und feuchten Bedingungen im Elsass bisher nicht viel abgewinnen.

"Da sich der Grip wirklich dauernd verändert hat, war es für mich nicht einfach, mich an alles zu gewöhnen. Und wir waren am Morgen vielleicht ein bisschen zu vorsichtig", bilanziert Räikkönen. "Es war recht rutschig und hatte viel Matsch und Schotter auf der Straße, viel mehr, als wir erwartet hatten. Die ersten beiden Autos hatten klar einen Vorteil, danach war es wirklich schwierig. Aber ich habe keinen Fehler gemacht, und das war wichtig."

Räikkönens Lernprozess geht auch in Frankreich weiter: "Es war das erste Mal, dass ich bei rutschigen Bedingungen mit Bergababschnitten gefahren bin. Denn bei unserer letztern Asphaltrallye in Deutschland war es immer flach. Am Nachmittag habe ich mich im Auto nicht richtig wohl gefühlt, das Heck ist ziemlich gerutscht, und das Bremsen war schwierig. Aber wir konnten den ganzen Tag über vernünftige Zeiten fahren, obwohl wir gern ein bisschen schneller wären. Jetzt müssen wir morgen einfach so weitermachen."

Co-Pilot Kaj Lindström pflichtet bei: "Das war sicher der tückischte Tag auf Asphalt, den wir bisher in der WRC absolviert haben. Deshalb ist es großartig, dass wir Top-8-Zeiten fahren konnten und am Ende Gesamtsiebter sind. Schließlich hat Kimi viel weniger Erfahrung als die anderen. Morgen wollen wir so weiter machen und mehr Erfahrung sammeln. Ich freue mich sehr, dass wir den ganzen Tag über keine Fehler gemacht haben. Unser Ziel ist jetzt, ein solides Ergebnis zu holen."

Fotoquelle: Red Bull/GEPA

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