Für Kimi Räikkönen ist der Ausflug auf die Straßen des Elsass' beendet

Rallye 2010

— 02.10.2010

Räikkönens Tour de France ist vorzeitig beendet

Nach zwei Ausritten am heutigen Samstag schont Kimi Räikkönen seinen Citroën C4 WRC lieber für Spanien: Die Rallye Frankreich ist für den "Iceman" beendet

Der abschließende Sonntag der Rallye Frankreich wird ohne Kimi Räikkönen stattfinden. Der Finne hat sich entschlossen, nach zwei Ausritten morgen auf einen Start unter SupeRally-Bedingungen zu verzichten. Er möchte seinen Citroën C4 WRC lieber vor weiteren Schäden bewahren und für die Rallye Spanien in drei Wochen schonen.

Der frühere Formel-1-Weltmeister hat bei seiner erst dritten Asphaltrallye tapfer gegen die widrigen Bedingungen gekämpft. Sein größtes Problem war der viele Matsch, der von vorausfahrenden Autos auf die Straße geschleudert wurde. Damit wechselte der Grip mit jeder Kurve. Dennoch konnte sich Räikkönen auf dem siebten Platz halten - bis er in SS10, der zweiten Wertungsprüfung des heutigen Vormittags, einen ersten Rückschlag hinnehmen musste.

In einer langsamen, aber extrem rutschigen Kurve kam Räikkönen mit etwa 20 km/h von der Strecke ab und blieb in einer Schlammpfütze stecken. Unglücklicherweise passierte das an einer Stelle, an der es keine Zuschauer gab. Der Finne verlor über eine halbe Stunde, bevor er seinen C4 wieder auf die Straße zurückbefördert hatte und weiterfahren konnte. Damit rutschte er im Gesamtklassement weit nach hinten. Aber er gab nicht auf und kämpfte sich weiter durch die tückischen Prüfungen - bis er in der vorletzten WP erneut neben einer kurve im Graben stecken blieb. Danach entschied er, morgen auf einen Restart zu verzichten.

"Es war einfach dumm", sagt Räikkönen. "In den schnellen Kurven dieser Rallye hatten wir keinerlei Probleme, deshalb ist es wirklich blöd, dass es uns in den langsamen Kurven erwischt hat! Aber es war heute einfach so matschig und hatte so wenig Grip, dass es nicht wie eine normale Asphaltrallye war. Das Auto wurde zwar bei unseren beiden Ausrutschern nicht beschädigt. Aber wenn man so weit hinten fährt, hat man nicht mehr dieselbe Motivation, und dann wird es recht schwierig."

"Trotzdem haben wir viel gelernt, und es war wirklich hilfreich, dass wir diese Erfahrung gemacht haben. Ich denke aber nicht, dass wir bei diesen Bedingungen noch viel dazulernen würden. Von daher ist es eine sinnvolle Entscheidung, das Auto für die Spanien-Rallye zu schonen, auf die ich mich wirklich schon freue", so Räikkönen weiter.

Sein Beifahrer Kaj Lindström ergänzt: "Mal gewinnt man, mal verliert man, und heute hatten wir einfach ein bisschen Pech. Im Rallyesport kann einen die kleinste Kleinigkeit rauswerfen. Und es gehört zum Lernprozess, das Limit zu finden. Zumal es erst Kimis dritte WRC-Rallye mit diesem Auto war. Er hat bei schwierigen Bedingungen wirklich viel versprechende Leistungen gezeigt, inklusive einer sechstschnellsten Zeit heute. Jetzt konzentrieren wir uns darauf, uns so gut wie möglich auf die nächste Rallye in Spanien vorzubereiten."

Fotoquelle: www.xpb.cc

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