Sébastien Loeb trägt seinen C4 mit Umsicht Ziel und Titel entgegen

Rallye 2010

— 03.10.2010

SS17/18: Loeb rutscht dem Triumph entgehen

Sébastien Loeb trägt sein Auto in Richtung Ziel in Hagenau, der Kampf um Platz drei zwischen Petter Solberg und Jari-Matti Latvala wird noch einmal spannend

Im Elsass herrscht Ausnahmezustand: Zehntausende Fans strömen an die Pisten der Rallye Frankreich, um dabei zu sein, wenn Sébastien Loeb heute Nachmittag seinen siebten Weltmeistertitel in Folge gewinnt. Weil der Zuschauerandrang so groß ist, musste der Start der 18. Wertungsprüfung heute Vormittag um eine halbe Stunde verschoben werden. Viele Fahrer haben auch Sicherheitsbedenken, weil die Zuschauer so dicht an den Straßen stehen. Schließlich konnte aber doch gefahren werden - und Loeb enttäuscht seine Fans nicht.

Der Citroën-Star fährt dem Titelgewinn, den er heute Nachmittag bei der Zuschauerprüfung in seiner Heimatstadt feiern kann, entgegen. Oder besser gesagt: Er rutscht ihm entgegen. Zwar muss heute nur eine längere Prüfung zweimal durchfahren werden, aber die hat es erneut in sich. Die Straßen sind auch hier dreckig und in jeder Kurve lauern gefahren. Loeb verwaltet seinen Vorsprung auf seinen Teamkollegen Dani Sordo. Zwei Prüfungen vor Schluss sind es noch 37,8 Sekunden.

"Ich riskiere gar nichts mehr, sondern fahre absolut vorsichtig. Aber es ist nicht einfach, wenn man nicht attackiert. Wenn man in einem so langsamen Rhythmus fährt, fällt es schwer, die Konzentration zu halten", sagt Loeb, den noch knapp 30 Kilometer vom 60. WRC-Sieg und dem siebten Titel trennen.

Während Sordo seinen zweiten Platz sicher hat, ist der Kampf um den dritten Platz wieder spannend geworden. Der aktuelle Drittplatzierte, Citroën-Privatier Petter Solberg, hatte in der rutschigen 18. Prüfung einen Ausritt, der ihn wertvolle Zeit kostete. Damit konnte Ford-Pilot Jari-Matti Latvala, aktuell Vierter, wieder bis auf 14,2 Sekunden heranrücken. In den letzten beiden Prüfungen kann hier jeder Fehler entscheidend sein.

Mikko Hirvonen ist im zweiten Werks-Ford Fünfter vor Citroën-Junior Sébastien Ogier. Beide haben große Zeitabstände nach vorn und nach hinten. Umkämpft ist noch der siebte Platz: Munchi's-Pilot Federico Villagra versucht, seinen Vorsprung von 15,2 Sekunden auf Stobart-Youngster Matthew Wilson ins Ziel retten.

Dahinter reihen sich die Spitzenreiter der S-WRC ein. Henning Solberg (Ford Fiesta S2000) ist Neunter des Gesamtklassements, 27,6 Sekunden vor Patrik Sandell (Skoda Fabia S2000). Skoda-Pilot Eyvind Brynildsen, der ebenfalls um den Sieg in der S-WRC mitgekämpft hat, riskierte zu viel, überschlug sich und schied aus. "Der Zweite ist der erste Verlierer. Platz zwei hat mich nicht interessiert, ich wollte gewinnen, also habe ich angegriffen", berichtet Brynildsen.

Zwischenstand nach SS18 (Top 10):

01. Sébastien Loeb (Citroën) - 3:02:32.6 Stunden
02. Dani Sordo (Citroën) + 37,8 Sekunden
03. Petter Solberg (PSWRT) + 1:19.5 Minuten
04. Jari-Matti Latvala (Ford) + 1:33.7
05. Mikko Hirvonen (Ford) + 3:46.9
06. Sébastien Ogier (Citroën JT) + 11:57.9
07. Federico Villagra (Munchi's) + 14:11.8
08. Matthew Wilson (Stobart) + 14:27.8
09. Henning Solberg (Ford Fiesta S2000) + 16:32.1
10. Patrik Sandell (Skoda Fabia S2000) + 16:59.7

Fotoquelle: www.xpb.cc

Weitere Rallye Themen

News

Hyundai präsentiert den i20 für die WRC 2017

News

M-Sport wirbt offen um die Dienste von Sebastien Ogier

News

Rallye Australien: Eric Camilli überschlägt sich

News

Kampf um VW-Stars: Wohin mit Ogier, Mikkelsen und Latvala?

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.