Kimi Räikkönen will bei der Rallye Spanien vor allem ins Ziel kommen

Rallye 2010

— 20.10.2010

Räikkönen: "Wir sollten uns nicht zu viel erwarten"

Spanisch-Stunden für den "Iceman": Kimi Räikkönen will in Katalonien möglichst keine Fehler machen - Ziel sind die Top 6, aber die Hauptsache ist, anzukommen

Man lernt nie aus - das gilt auch, wenn man Kimi Räikkönen heißt und seine erste volle Saison in der Rallye-Weltmeisterschaft bestreitet. Am kommenden Wochenende wartet auf den "Iceman" die nächste Herausforderung: Die Rallye Spanien wartet mit einem tückischen Schotter-Freitag auf, dann geht es auf ultraschnelle Asphaltstraßen.

"Ich kenne die Rallye überhaupt nicht", sagt Räikkönen vor seinen "Spanisch-Stunden". "Die Route sieht überhaupt nicht aus wie eine Rennstrecke, auch wenn die Leute immer sagen, dass es eine große Ähnlichkeit gäbe! Und in diesem Jahr ist die Rallye zudem ganz anders, da der erste Tag auf Schotter gefahren wird. Aber ich finde es ganz schön, ein bisschen Abwechslung drin zu haben, obwohl Schotter nicht unser bevorzugter Untergrund ist."

An seiner Zielsetzung hat sich im Vergleich zu den anderen Rallyes nichts geändert: "Wir versuchen einfach, unser Bestes zu geben und keine Fehler zu machen", erklärt Räikkönen. "Es wird sicher eine interessante Rallye, bei der wir viel lernen können. Aber ich denke nicht, dass wir allzu große Erwartungen haben sollten. Es wäre großartig, wenn wir in die Nähe der Top 6 fahren könnten. Aber am wichtigsten ist, es bis ins Ziel zu schaffen. Wenn man am ersten Tag wie ein Verrückter fährt und abfliegt, dann lernt man gar nichts. Und dazu bin ich hier: zum Lernen."

Beifahrer Kaj Lindström ist immer wieder beeindruckt von Räikkönens Einstellung. "Kimi war daran gewöhnt, in der Formel 1 die ganze Zeit zu gewinnen, und im Rallyesport fängt er bei Null an", sagt der Finne. "Es ist nicht leicht, als Weltmeister zu den Basics zurückzukehren. Aber er saugt einfach alles auf, und wenn man bedenkt, was er trotz seiner mangelnden Erfahrung schon erreicht hat, dann ist das recht beeindruckend. Hoffentlich läuft es in Spanien gut für uns. Kimi sollte sich am Samstag und am Sonntag auf dem Asphalt wohler fühlen."

Fotoquelle: GEPA

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