Weltmeister Sébastien Loeb setzte die Bestzeit auf den ersten Asphaltprüfungen

Rallye 2010

— 23.10.2010

SS7-9: Loeb führt überlegen, Ogier mit Crash

Auf den Asphaltprüfungen am Vormittag des zweiten Tages in Spanien holte Sébastien Loeb alle Bestzeiten - Sébastien Ogier nach Fahrfehler weit zurück

Weltmeister Sébastien Loeb nahm mit 3,8 Sekunden Vorsprung auf Citroën-Junior Sébastien Ogier den zweiten Tag in Spanien unter die Räder. Im Gegensatz zum Freitag, wo viel auf Schotter gefahren wurde, standen nun sechs Asphalt-Prüfungen über insgesamt 127 Kilometer auf dem Programm. Der unumstrittene Meister auf diesem Belag ist Loeb, der gleich alle drei Prüfungen am Vormittag für sich entscheiden konnte.

Auf den ersten 26,51 Kilometern nahm Loeb seinem jungen Herausforderer 4,4 Sekunden ab und baute seine Führung nach sieben Prüfungen aus. Die drittschnellste Zeit fuhr Dani Sordo, der damit nach dem schwachen ersten Tag gleich ein Lebenszeichen setzen konnte. In der Gesamtwertung ist der Lokalmatador mit einer Minute Rückstand jedoch schon weit zurück. Der harte Kampf um den letzten Podestplatz gewann gleich zum Asphalt-Auftakt an Intensität.

Petter Solberg nahm Jari-Matti-Latvala acht Sekunden ab und verbesserte sich auf Rang drei. Damit waren in der Zwischenwertung wieder drei Citroën auf dem Podium. Erst dahinter folgten die Ford-Werkspiloten Latvala und Mikko Hirvonen. Probleme hatte auf der siebten Wertungsprüfung Federico Villagra. Der Motor an seinem Munchi's-Focus überhitzte und führte zu einem Zeitverlust von über einer Minute.

Die achte Sonderprüfung sorgte für eine Vorentscheidung. Vier Kilometer vor dem Ziel hatte Ogier einen Unfall. Das Missgeschick passierte in einer engen Linkskurve. Der C4 wurde dabei rechts hinten stark beschädigt. Nach zehn Minuten konnte der Franzose wieder weiterfahren, doch er erreichte das Prüfungsende 15 Minuten hinter Loeb, der seine zweite Bestzeit des Tages aufstellte.

"Ich habe für eine sehr enge Kurve einfach zu spät gebremst", nimmt Ogier die Schuld auf seine Kappe. Durch den Ausfall erbte Solberg Platz zwei, 42,7 Sekunden hinter Loeb. Latvala kam wieder zurück auf Platz drei, gefolgt von Sordo. Mit diesem Zwischenstand gingen die Piloten auf die letzte Vormittagsprüfung, die 16,32 Kilometer lang war.

Auch diese Bestzeit ging an Loeb, der auf dem Weg zu seinem 61. WM-Sieg ist. "Ich bin genauso wie am Morgen gefahren. Im Moment sieht es sehr gut aus. Wenn die Bedingungen etwas knifflig sind, werden wir vielleicht etwas Tempo herausnehmen." Schwarze Wolken hingen zu diesem Zeitpunkt am Himmel und Regen lag in der Luft.

Mit 46,2 Sekunden Rückstand ging Privatfahrer Solberg in die Mittagspause. "Ich habe gegen Ende von Sonderprüfung sieben viel Zeit verloren. Mir sind einige Fehler passiert, abgesehen davon läuft es ganz gut." Der Kampf um Platz zwei ist spannend, denn Latvala ist nur 11,3 Sekunden hinter dem Norweger.

"Wir haben viel an der Dämpfung verändert. Es ist besser geworden, aber immer noch nicht perfekt. Im Service werden wir die Federn tauschen. Hoffentlich ist das Auto dann besser. Mit Sordo kann ich nicht kämpfen, aber ich will mich mit Petter messen", so der Finne.

Bereits auf Platz vier lauert Sordo, der über die drei Prüfungen zwar konstant Zeit auf Loeb verloren hat, aber auf Solberg und Latvala aufholen konnte. Nur 6,1 Sekunden trennen den Spanier vom Podest. "Es gab keine Probleme. Ich habe ein gutes Gefühl mit dem Auto und habe auf die Service-Zone gewartet."

Hirvonen war am Vormittag eine Spur schneller als sein Teamkollege Latvala und liegt auf dem fünften Gesamtrang. "Es war okay. Es geht in die richtige Richtung, aber die Citroën-Jungs sind immer noch sehr schnell unterwegs. Wir müssen uns noch verbessern, aber ich bin zufrieden."

In der J-WRC hat es ebenfalls eine Vorentscheidung gegeben. Aaron Burkart verlor in der letzten Kurve von Sonderprüfung sieben ein Rad und schied aus. Der Deutsche lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang drei und war auf dem Weg zu seinem ersten WM-Titel. Mit sieben Punkten Vorsprung ist der 38-Jährige nach Spanien gereist. Nun muss er auf einen Ausfall von Hans Weijs jun. hoffen. Der Holländer liegt nach neun Sonderprüfungen hinter Yeray Lemes auf Rang zwei. Diese 18 Punkte würden für den Titelgewinn reichen.

Am Nachmittag werden die gleichen drei Prüfungen noch einmal absolviert.

Gesamtwertung nach 9 von 16 Prüfungen (Top 10):

01. S. Loeb (Citroën) 2:02:39.0 Stunden
02. P. Solberg (Citroën) +46,2 Sekunden
03. J. Latvala (Ford) +57,5
04. D. Sordo (Citroën) +1:03,6 Minuten
05. M. Hirvonen (Ford) +1:15,9
06. M. Wilson (Ford) +4:50,3
07. F. Turán (Ford) +6:21,1
08. H. Solberg (Ford) +7:22:,3
09. K. Al Quassimi (Ford) +7:47,1
10. K. Block (Ford) +10:43,5

Fotoquelle: Red Bull/GEPA

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