Aaron Burkart hat in Spanien den Junioren-Weltmeistertitel gewonnen

Rallye 2010

— 24.10.2010

Weltmeister Burkart: "Ich kann es nicht glauben"

Der Deutsche Aaron Burkart hat sich in einem dramatischen Finale in Spanien zum neuen Juniorenweltmeister gekürt - Die Freude ist grenzenlos

Aaron Burkart hat es geschafft: Der Deutsche hat den WM-Titel in der J-WRC erobert. Bereits 2008 verpasste der gebürtige Singener den Titel knapp gegen Sébastien Ogier. Mit sieben Punkten Vorsprung auf Hans Weijs jun. ist Burkart nach Spanien gereist. Einfach war es dennoch nicht, denn zu Beginn von Tag zwei rutschte er von der Strecke und war praktisch draußen. Am letzten Tag startete er wieder mit seinem Suzuki Swift, musste aber auf Probleme seines Gegners hoffen. Dass passierte auch auf der vorletzten Prüfung. Ein Sensor an Weijs-Boliden versagte und der Holländer rollte aus. Deshalb fiel er auf Platz drei zurück, während Burkart Platz vier zum Titel reichte.

"Im Moment ist das noch alles verrückt. Es ist für mich unglaublich, ein verrücktes Wochenende", so der neue Weltmeister. "Wir haben das Auto am vergangenen Montag bei einem Test zerstört. Die Jungs haben viel gearbeitet und dann sind wir am Samstag ausgeschieden. Es war einfach verrückt."

"Im ersten Moment war ich komplett enttäuscht. Dann haben wir aber keine groben Schäden am Auto festgestellt. Wir hätten eine schlimmere Stelle erwischen können. Wir haben uns gesagt: 'Hey, es besteht immer noch eine kleine Chance. Probieren wir es einfach'. Als wir gesehen haben, wie Lemes in der Prüfung seinen Reifen wechselte und Weijs zu mir sagte, 'Das war wirklich hart', war es das für mich auch."

"Dann sah ich Hans am Straßenrand stehen und meine Gedanken haben verrückt gespielt. 'Es ist nicht vorbei, bis es vorbei ist.' Das ist zwar ein blöder Spruch, aber er stimmt." Nun hat Burkart es in einem unglaublichen Drama geschafft. "Das ist ein gutes Gefühl. Im ersten Moment konnte ich die Gedanken in meinem Kopf gar nicht ordnen."

"Dann sind die Jungs zu mir gekommen und wollten, dass ich aussteige, aber ich konnte nicht. Ich konnte es nicht glauben. Dann sagte mir mein Copilot, dass ich weiterfahren sollte, denn es gibt ja die Durchschnittsgeschwindigkeit zurück nach Salou." Für Beifahrer André Kachel ist der Titelgewinn ebenfalls ein ganz großer Erfolg.

"Im Hotel werden wir dann laut schreien. Heute war Harry Hunt fünf Minuten vor uns. Unser Ziel war es, ihn zu schlagen. Aaron ist wirklich gut gefahren. Wir haben Harry in einer Prüfung gesehen und ich konnte den Aufschrieb nicht mehr lesen. Es war einfach unglaublich", schildert Kachel.

Knapp vor dem großen Ziel ist Weijs gescheitert. "Ich musste das Auto und den Sensor reparieren und weiterfahren. Ich habe alles gegeben, um den Motor laufen zu lassen. Jetzt ist es nun mal so. Ich hoffe, dass jemand für die nächste Saison in mich investiert."

Fotoquelle: xpb.cc

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