Auf zur Schlammschlacht: Sébastien Loeb bei der Wales-Rallye 2009

Rallye 2010

— 09.11.2010

Wales: Schotter, Matsch, Nebel und Eis

Vorschau auf die Wales Rallye GB: Beim Saisonfinale wartet auf die Crews noch einmal ein richtiger Härtetest - Schotterrallye bei fast winterlichen Bedingungen

Die Rallye Großbritannien ist einer der großen Klassiker: Seit fast 80 Jahren wird in den walisischen Wäldern und Hügeln Gas gegeben, die erste Auflage der Rallye ging 1932 über die Bühne. Bis 1998 war der Lauf als Royal Automobil Club RAC Rallye bekannt, seitdem ist es schlicht die Wales Rallye GB oder Rallye Großbritannien. 73 Mal wurde der Lauf bereits ausgetragen - doch der Standort Wales ist inzwischen nicht mehr sicher. Es gibt Überlegungen, den britischen WM-Lauf in eine andere Gegend zu verlegen.

Eines ist jedoch unumstritten: Zum Finale - bei dem in diesem Jahr letztmals die WRC-Boliden der aktuellen Generation antreten - wartet auf die Crews der wohl größte Härtetest des Jahres. Eigentlich sind die Schotterpisten in Wales recht schnell und breit, aber das November-Wetter kann alles verändern. Bei nahezu winterlichen Bedingungen müssen die Fahrer mit allem rechnen: Regen, Schlamm und sogar Eis sind typisch.

"Angesichts der fortgeschrittenen Jahreszeit müssen wir uns bei diesem Event auf alle möglichen Wetterbedingungen einstellen", betont Matteo Braga, der Chefingenieur von Reifenlieferant Pirelli. "Die Rallye GB ist immer eine knifflige Veranstaltung, weil der Grip wegen der vielen verschiedenen Straßenbeläge und des Wetters sehr variiert. Bei Matsch wird es extrem rutschig. Zudem ist es möglich, dass wir sogar einige vereiste Abschnitte haben, wie es vor einigen Jahren schon einmal der Fall war."

Dazu kann dann auch noch Nebel kommen. Erwischt dieser die Crews, wenn es am späten Nachmittag schon in die Dämmerung geht, ist ein perfekter Aufschrieb unabdingbar - und vor allem das Vertrauen in den Aufschrieb. Denn auf Sicht fahren geht dann gar nicht mehr.

Die Rallye-Basis und der Servicepark befinden sich in der walisischen Hauptstadt Cardiff. Der Lauf selbst beginnt am Donnerstagabend (11. November) mit einer reinen Asphalt-Etappe bei Cardiff Bay, die am Samstag wiederholt wird. Am Freitag wird dieselbe Route gefahren wie 2009, dabei stehen klassische Prüfungen wie "Hafren" und "Myherin" auif dem Programm.

Der Samstag ist der längste Tag, mit zwei neuen Prüfungen. Dazu gehört die 25.14 Kilometer lange WP "Four Ways Crychan", bei der auf gemischtem Untergrund gefahren wird: Elf Kilometer führen über Asphalt. Außerdem wurden ältere Prüfungen wieder in die Route aufgenommen, wie zum Beispiel "Radnor Forest", die zuletzt 1999 befahren wurde.

Auch am Sonntag gibt es Änderungen: Die Prüfungen "Resolfen" und "Margarm Park" wurden leicht modifiziert. Insgesamt müssen 20 Prüfungen mit einer Gesamtlänge von 1.541,03 Kilometern und 359,44 gezeiteten Kilometern absolviert werden. Gemeldet haben 63 Crews.

Fotoquelle: xpb.cc

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