Kimi Räikkönen: Eigenes Tempo statt Vollgas und damit bisher Achter

Rallye 2010

— 13.11.2010

Räikkönen: Umsicht statt Vollgas

Kimi Räikkönen gewöhnt sich an die Herausforderungen in Wales - Trotz gebrochener Feder heil über die schwierigen Pisten mit wechselndem Grip gekommen

Kimi Räikkönen hütet sich davor, beim Härtetest in Wales zu viel zu riskieren. Der Citroën-Junior möchte beim Saisonfinale schließlich die Zielrampe sehen. Und so fährt er auf den tückischen Pisten sein eigenes Tempo und lauert auf die Chancen, die sich ihm bieten. Dieses Rezept ist für ihn am heutigen Samstag aufgegangen.

Durch den Überschlag von Sébastien Ogier hat Räikkönen eine Position gut gemacht, nach dem Reifenschaden von Mads Østberg ging es für den "Iceman" noch einen Platz weiter nach vorn. Damit liegt Räikkönen vor dem abschließenden Sonntag auf dem achten Rang. Sein Rückstand auf Spitzenreiter Sébastien Loeb beträgt zwar inzwischen achteinhalb Minuten, aber das ist bei den großen Abständen bei dieser Rallye normal. Und Räikkönen steuert damit wieder auf Punktekurs. Dass er auch richtig Gas geben kann, bewies er dann in der Zuschauerprüfung in Cardiff, bei der er mit nur 0,7 Sekunden Rückstand auf Loeb Viertschnellster war.

Bei den ständig wechselnden Bedingungen ist Räikkönens Devise: Umsicht statt Vollgas. Und so hat er seinen C4 WRC heute sicher durch die walisischen Wälder gebracht. Und das, obwohl er zusätzlich zu kämpfen hatte, nachdem ihm bereits in der ersten Prüfung links vorn eine Feder gebrochen war. Da heute Mittag nur ein Remote-Service anstand, konnte dieser Schaden tagsüber nicht behoben werden.

"Ich bin mit dem Wissen zu dieser Rallye gekommen, dass es schwierig wird. Aber ich hätte nicht gedacht, dass es so schwierig sein würde", sagt Räikkönen. "Ich glaube, heute wusste ich schon ein bisschen besser, womit ich rechnen muss. Von daher gab es weniger Überraschungen, aber es war genau so tückisch wie gestern."

"Wenn wir mit den Schotterreifen auf Asphalt fahren, gibt es überhaupt keinen Grip", schildert er. "Aber an anderen Stellen ist mehr Grip, als man denkt. Um hier gut zu sein, braucht man sehr viel Erfahrung. Deshalb fahren wir einfach unser eigenes Tempo und gehen keinerlei Risiken ein. Ich habe aber Spaß und lerne die ganze Zeit über etwas dazu. Die Prüfungen sind wirklich schön, aber schwer einzuschätzen - ein bisschen wie das Wetter hier!"

Beifahrer Kaj Lindström findet jedenfalls, dass sich Wales-Neuling Räikkönen gut schlägt: "Wenn man bedenkt, wie viel Erfahrung er hier hat - nämlich gar keine - dann ist Kimi die Prüfungen sehr vernünftig angegangen", sagt Lindström. "Wir haben vor der Rallye gesagt, dass wir hier ins Ziel kommen wollen und bisher sind wir auf Kurs. Natürlich können wir uns noch nicht sicher sein, denn die morgigen Prüfungen sind vielleicht noch schwieriger als die heutigen. Aber bisher sind wir auf dem richtigen Weg und das ist das Wichtigste."

Fotoquelle: Red Bull/GEPA

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