Kimi Räikkönen hat seine Debütsaison in der WRC zu Ende gebracht

Rallye 2010

— 14.11.2010

Räikkönen: "Das herausforderndste Jahr meiner Karriere"

Kimi Räikkönens Debütjahr in der WRC ist zu Ende: Senkrechte Lernkurve, ein paar Fehler, geschichtsträchtige Momente und vor allem viel Spaß

Es war eine der großen Sensationen, die der Motorsport im vergangenen Winter erlebte, als der frühere Formel-1-Weltmeister seinen Wechsel in die Rallyeweltmeisterschaft WRC verkündete. Als Erster Formel-1-Fahrer überhaupt wagte er es, einen "Vollzeitjob" in der WRC anzutreten. Nun ist das Debütjahr des "Icemans" zu Ende. Seine Bilanz: Er war zwar - noch - kein Spitzenfahrer, aber bei elf Starts schaffte er es fünf Mal in die Punkte, holte insgesamt 25 Zähler und belegte Platz zehn der Fahrerwertung.

Bei der Deutschland-Rallye im August holte er außerdem eine Bestzeit. Damit schrieb er Geschichte, schließlich war er der erste frühere Formel-1-Weltmeister mit einer WRC-Bestzeit und mit WRC-Punkten. Zudem holte er bei einer nationalen Rallye in Frankreich seinen ersten Rallye-Sieg.

Dem gegenüber standen spektakuläre Fehler, wie sein Crash bei der Rallye Spanien, wo er seinen Citroën C4 WRC schon im Shakedown auf das Dach legte. Im Motorsport wird gern von einer "steilen Lernkurve" gesprochen, Räikkönens Lernkurve war so steil, dass die schon fast senkrecht war. Ein echter Härtest erwartete ihn noch beim Finale in Wales, mit Regen, Wind, Matsch, Nebel und dem Sturmtief Carmen. Räikkönen widerstand den Tücken und brachte das Auto als Achter ins Ziel.

"Es war schön, meine erste Saison in der WRC mit einem Punkterang zu beenden", erklärt Räikkönen. "Das war definitiv das herausforderndste Jahr meiner Karriere, und Großbritannien war eine der schwierigsten Rallyes, an denen ich je teilgenommen habe. Das war für mich wieder eine völlig neue Erfahrung, wie alles."

"Diese Saison verlief mehr oder weniger so, wie ich erwartet hatte: Wir haben ein paar Fehler gemacht, aber auch viel gelernt", bilanziert der Finne, der mit den gemachten Fortschritten grundsätzlich zufrieden ist. "Ich hatte auch viel Spaß, also bin ich Red Bull und Citroën sehr dankbar für alle die Möglichkeiten, die mir in diesem Jahr geboten wurden."

Immer an seiner Seite war Beifahrer Kaj Lindström. Er stellt Räikkönen ein gutes "Jahreszeugnis" aus und vergleicht ihn auch mit Tommi Mäkinen, den er früher navigiert hat. "Sie haben ganz sicher die gleiche Entschlossenheit und den gleichen natürlichen Speed", so Lindström.

"Für jemanden mit so wenig Erfahrung ist Kimi mit allem gut zurechtgekommen und er hat sowohl auf Schotter, auf Asphalt und bei seinem Aufschrieb enorme Fortschritte gemacht", erklärt Lindström weiter. "Es ist deutlich, wie sehr er sich verbessert hat und da ist noch sehr viel Potenzial vorhanden. Bei dieser Rallye war Kimi wirklich beeindrucken, er hat keine Fehler gemacht. Das war eine tolle Art, die Saison zu beenden."

Ob es Räikkönens erste oder seine erste und letzte Saison in der WRC war, ist noch unklar. Noch hat der "Iceman" nicht entschieden, wie seine Zukunft aussehen soll. Momentan lässt er aber wissen, dass er gern in der WRC bleiben würde.

Fotoquelle: Red Bull/GEPA

Weitere Rallye Themen

News

WRX Lettland: Timo Scheiders Ford brennt

News

Zehnter Todestag: Erinnerungen an Colin McRae

News

Die Karriere-Highlights von Colin McRae

News

WRC 2018: Citroen will jetzt Sebastien Ogier!

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung