Titelverteidiger Marc Coma auf KTM fährt mit der Startnummer eins

Rallye 2011

— 02.01.2011

Zweirad & Co.: Perfekter Start für KTM

KTM dominiert bei den Motorrädern, allerdings (noch) mit dem "falschen" Fahrer, während es bei den Quads beinahe schon den Titelverteidiger erwischt hätte

Während Carlos Sainz bei den Autos die erste Etappe der 33. Rallye Dakar gewann, gab es auch in den weniger beachteten Kategorien durchwegs überraschungsfreie Ergebnisse. So sicherte sich KTM bei den Motorrädern eine Vierfachführung: Ruben Faria, Cyril Despres und Titelverteidiger Marc Coma bilden derzeit die Top 3.

"Es ist mir gelungen, von Anfang bis Ende ein hohes Tempo zu fahren", freut sich Faria, dem teamintern eher eine Helferrolle zugedacht wird. "Die Wertungsprüfung ähnelt dem, was ich aus Portugal gewohnt bin. Ich freue mich, dass es sich im Ziel ausgezahlt hat und ich die beste Zeit habe. Ich habe besser abgeschnitten als viele große Fahrer, die ganz andere Fahrstile haben. Das ist im Vergleich zu den anderen schon mal ein ordentlicher Auftakt. Ich freue mich außerdem, dass mein Teamkollege Cyril Despres eine hervorragende Zeit hat."

Despres selbst ist ebenfalls zufrieden: "Es war auf dem Verbindungsabschnitt nicht zu heiß. Das war fast der schwierigste Teil, denn die Sonderprüfung war schön. Ein toller Auftakt: sehr kurvig, große Drifts - eine Mischung aus Ski- und Motorradfahren", schwärmt er. "Ich bin in Form, das passt. Am Anfang einer Dakar stellt man sich immer Fragen, vor allem angesichts der Favoriten auf der 450er. Wird sich damit alles ändern? Auch wenn wir Tests gemacht haben, bleibt die Dakar die Dakar. Das Rennen hat begonnen und die Konzentration darf nicht nachlassen."

Für Coma war "nur wichtig, ohne Probleme hier im Ziel angekommen zu sein. Es ist immer wieder ein seltsames Gefühl, wenn es endlich losgeht. Weil ich als Erster starten musste, habe ich Zeit auf die anderen verloren. So läuft das Spiel bei diesem Rennen. Wir werden die nächsten Tage sehen, wie ich das wieder gutmachen kann", so der KTM-Werksfahrer. Damit erging es ihm deutlich besser als Mitfavorit Pal-Anders Ullevalseter, der schimpft: "Ich bin einfach schlecht gefahren."

"Eine schreckliche Etappe", ärgert sich der Norweger. "Nach 20 Kilometern musste ich anhalten, um meine Antenne zu reparieren. Ich habe wohl eine Minute verloren. Und danach bin ich einfach schlecht gefahren. Ich habe zehn Jahre lang früh gebremst, weil ich mit einer dicken 690er unterwegs war. Ich kann nicht mehr spät bremsen, ich muss es wieder neu lernen. Ich bin in diesem Jahr kein Rennen gefahren. Ich brauche also zwei oder drei Tage, um mich an diese 450er-Maschine zu gewöhnen."

Positiv zieht auch das Speedbrain-BMW-Team Bilanz - drei Fahrer in den Top 10. Vor dem Start war von Teamchef Wolfgang Fischer die Devise ausgegeben worden, nichts zu riskieren. Alle Speedbrain-Fahrer gingen mit höheren Startnummern ins Rennen und hatten deshalb mit dem Staub der Vorangefahrenen zu kämpfen. Auf der Etappe, die ein gelungener Mix aus schnellen und technischen Passagen war, erwischte es denn auch etliche Konkurrenten, die stürzten.

Gesamtstand nach einer Etappe (Motorräder):

01. Faria (KTM)
02. Despres (KTM) +29 Sekunden
03. Coma (KTM) +1:15 Minuten
04. Pedrero Garcia (KTM) +2:13
05. Goncalves (BMW) +2:18
06. Street (Yamaha) +3:07
07. Lopez Contardo (Aprilia) +3:14
08. Ze Helio (BMW) +3:23
09. Viladoms (Yamaha) +4:11
10. Verhoeven (BMW) +4:23

Bei den Quads liegen nach dem ersten Tag fünf Yamaha-Piloten in Führung. Der Tscheche Josef Machacek führt vor seinen Markenkollegen Martin Plechaty und Sebastian Halpern aus Argentinien. Riesenglück hatte Vorjahressieger Marcos Patronelli, der zur geplanten Startzeit noch auf dem Verbindungsabschnitt unterwegs war und nur dank einer Ausnahmeregelung überhaupt an der Etappe teilnehmen durfte. Der Pechvogel des Tages war Rafal Sonik, der zu Beginn an zweiter Stelle lag und als Vierter wegen einer Handverletzung medizinische Hilfe anfordern musste.

Gesamtstand nach einer Etappe (Quads):

01. Machacek (Yamaha)
02. Plechaty (Yamaha) +1:06 Minuten
03. Halpern (Yamaha) +3:04
04. La Fuente (Yamaha) +3:10
05. Patronelli (Yamaha) +5:24

Fotoquelle: GEPA

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