Sebastien Loeb erwartet sich für 2011 in der WRC keinen Spaziergang

Rallye 2011

— 24.01.2011

Loeb: "Müssen am Lenkrad mehr arbeiten"

Rekordweltmeister Sebastien Loeb über seinen neuen Citroën DS3 WRC, die Fortschritte im Testprogramm und die schwierige Saison, die auf ihn wartet

Sebastien Loeb macht sich auf, seinen achten Rallye-Weltmeistertitel in Folge einzufahren. Heute hat sich sein Citroën-Werksteam in Paris offiziell präsentiert. Die wichtigste Neuerung ist in diesem Jahr das Auto. Die neue Generation Rallyefahrzeuge löst ihre Vorgänger ab, Loeb geht künftig im DS3 WRC auf Titeljagd. Im Teaminterview spricht er über das neue Auto und seine Erwartungen für 2011:

Frage: "Sebastien, wie fühlt es sich an, den DS3 WRC zu fahren?"
Sebastien Loeb: "Das Auto fühlt sich anders an als der C4. Der DS3 ist kürzer und in engen Kurven so viel agiler. Aber in den schnelleren Abschnitten ist er auch unruhiger. Wir werden hinter dem Lenkrad im Allgemeinen mehr arbeiten müssen, und das aus mehreren Gründen: wegen des Verhaltens des Autos, das durch seine Größe bedingt ist, wegen des Fehlens des zentralen Differenzials, das die Traktion zwischen Front und Heck verteilt hat, wegen der Rückkehr zum mechanischen Schalten, das bedeutet, dass wir das Lenkrad loslassen müssen."

Frage: "Bist du zufrieden mit der Arbeit, die im Winter geleistet wurde?"
Loeb: "Ich denke, dass das Team einen guten Job gemacht hat. Aber wir sind noch nicht auf jedem Untergrund auf demselben Stand. Wir haben viel Zeit auf Schotter verbracht, da dies der Belag ist, auf dem in der Weltmeisterschaft am häufigsten gefahren wird. Ich denke, dass wir auf Schnee noch eine Menge Fortschritte machen müssen. Aber es ist schwierig, das zu sagen, da wir noch keine Vergleichsbasis haben. Denn das neue Reglement hat das 'Verhalten' der Autos enorm verändert."

Frage: "Was denkst du über die neuen Regeln? Sind sie gut für die Fahrer?"
Loeb: "Ja, das Auto ist schön zu fahren. Dank der Performance des Motors kann man aus dem Chassis wirklich alles herausholen. Natürlich hätten wir wie immer gern mehr Power, aber ich denke, dass die neuen WRCs sehr spektakulär sein werden. Als Fahrer brauchst du das nötige Gefühl dafür, die optimale Fahrlinie zu finden, um möglichst viel Geschwindigkeit mit durch die Kurven zu nehmen."

Frage: "Was bedeutet diese Saison für dich?"
Loeb: "Es ist eine neue Herausforderung mit wesentlich mehr unbekannten Faktoren als in den vorherigen Jahren. Unsere Gegner haben ihre Autos entwickelt und wir müssen bis zu den ersten Rallyes warten, bis sich ein Kräfteverhältnis herauskristallisiert. Aber ich muss schon vorher schneller sein als die Jungs, die das gleiche Auto haben wie ich. Sebastien Ogier und Petter Solberg zu schlagen, wird eine große Herausforderung! Ich denke, dass es eine schwierige Saison wird, aber das motiviert mich nur noch mehr!"

Fotoquelle: www.xpb.cc

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