Der DS3 WRC hat in den vergangenen Wochen viele Tests absolviert

Rallye 2011

— 24.01.2011

Citroën: Neues Auto, neuer Fahrer, gleiches Ziel

Citroën macht mit dem DS3 WRC Jagd auf die Rallye-Weltmeistertitel - Vorbereitung auf den Saisonstart auf der Zielgerade - Treue Partner wie Total und Red Bull

Mit dem Einsatz des DS3 WRC beginnt zwar auch für das Citroën-Werksteam und mit Sebastien Ogier begrüßt man einen neuen Fahrer, doch an den Zielen der Franzosen ändert sich auch 2011 nichts. Mit Sebastien Loeb und Ogier will Citroën den siebten Herstellertitel in der Rallye-Weltmeisterschaft einfahren, und den achten Fahrertitel in Folge.

Heute hat sich das Team mit den neuen Auto offiziell in Paris präsentiert. Neben den beiden Werkspiloten Loeb und Ogier werden auch die Privatiers Petter Solberg, Kimi Räikkönen und Peter van Merksteijn mit DS3 WRCs ausgerüstet. Das nach dem neuen Reglement konstruierte Auto folgt auf den Xsara und den C4, mit denen Citroën je drei Weltmeistertitel eingefahren hat.

Der DS3 WRC ist kleiner und kompakter als sein Vorgänger, der C4. Und der Haube hat er einen 1,6-Liter-Turbo-Vierzylinder-.Motor mit Direkteinspritzung, der von Citroën Racing entwickelt wurde. Das Auto wurde im vergangenen Jahr beim Pariser Autosalon enthüllt. Seitdem hat das Team mit einem intensiven Testprogramm daran gearbeitet, den DS3 WRC auf seine erste WRC-Saison vorzubereiten, die Mitte Februar in Schweden beginnt.

"Am wichtigsten war uns, bei allen unterschiedlichen Bedinungen Testkilometer abzuspulen", erklärt Technikchef Xavier Mestelan-Pinon. "Da wir einen zweiten DS3 WRC für Testzwecke gebaut hatten, konnten wir alle zwei Wochen eine Session organisieren. Bei diesen Tests konnten wir an der Zuverlässigkeit arbeiten und auch das Auto besser kennen lernen, wie es auf Abstimmungsänderungen reagiert und so weiter. Im Laufe der Zeit haben wir die technische Definition des Autos festgelegt."

"In den vergangenen Wochen haben wir uns auf die Dinge konzentriert, die wie Kleinigkeiten aussehen, aber bei Weitem keine Kleinigkeiten sind, wie die Position der Sicherheitsausrüstung und des FIA-Management-Systems, die Einarbeitung der Crews und deren Training, wie sie außerhalb des Serviceparks am Auto arbeiten können. Am schwierigsten war für uns, heißes Wetter zu finden. Das ist uns in Südeuropa gelungen", berichtet der Technikchef weiter.

Ob der neue DS3 WRC aber auch zu einhundert Prozent zuverlässig ist, kann Mestelan-Pinon noch nicht ganz sicher sagen: ""Ich denke, dass wir in der uns zur Verfügung stehenden Zeit einen recht guten Job gemacht haben. Natürlich gibt es Risiken. Man darf nicht vergessen, dass der DS3 WRC ein komplett neues Auto ist, anders als der C4, der aus dem Xsara hervorgegangen ist."

Von einer Sache ist der Technikchef jedoch überzeugt: Dass die neue Generation der WRC-Fahrzeuge für eine spektakuläre Show sorgen werden. "Durch die geringere Größe sind die Autos weniger träge. Ohne zentrales Differenzial werden die Autos beim Bremsen unruhiger, sogar auf Asphalt. Der Motor wird höher drehen und lauter sein", zählt Mestelan-Pinon auf. "Da nicht mehr halbautomatisch geschaltet wird, müssen die Fahrer ein bisschen mehr mit dem Lenkrad kämpfen. Ich würde sagen, dass diese Autos den Zuschauern mehr Spaß machen werden."

Eine weitere wichtige Änderung betrifft die Reifen. Pirelli, in den vergangenen drei Jahre Exklusivausrüster der WRC, ist nicht mehr dabei. Die FIA hat die Weltmeisterschaft wieder für Hersteller geöffnet, Citroën arbeitet wieder mit Michelin zusammen. Das hat sich auch auf die Entwicklung des Autos ausgewirkt.

"Da Michelin einer der historischen Partner von Citroen war, möchte ich zunächst sagen, wie sehr ich mich freue, wieder mit diesem Hersteller und einem Teil seiner Ingenieure zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig waren wir aber in den drei Jahren, die wir mit unseren bisherigen Partner verbracht haben, sehr zufrieden", betont Mestelan-Pinon. "Das Profil der Michelin-Reifen ist grundlegend anders, also mussten wir ein paar Dinge ändern, zum Beispiel bei der Geometrie des Fahrgestells, bei der Steifheit der Aufhängung, beim Sturz, den Stabilisatoren und so weiter. Die Michelin-Reifen sind schnell und sehr präzise, vor allem auf Asphalt."

Total setzt seine langjährige Partnerschaft mit Citroën als Titelsponsor des Werksteams fort. Außerdem wird auch der DS3 WRC die Farben von Red Bull tragen, da der österreichische Getränkehersteller sein 2008 begonnenes Sponsoring ebenfalls fortführt.

Fotoquelle: Citroën

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