Ford zeigte sich in Schweden mit einem Dreifachsieg in großartiger Frühform

Rallye 2011

— 22.02.2011

Ford: Motorenentwicklung läuft auf Hochtouren

Ab Mai werden die WRC-Motoren eingefroren: Wie Ford gegenüber Citroen einen Vorteil herausholen will und in welchen Bereichen man Hand anlegt

Ford möchte sich nach dem Dreifach-Sieg beim Saisonauftakt in Schweden durch Mikko Hirvonen, Mads Östberg und Jari-Matti Latvala nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Die in Nordengland beheimatete M-Sport-Truppe von Teamchef Malcolm Wilson arbeitet weiterhin fieberhaft an der Weiterentwicklung des neuen Fiesta - vor allem am Motor.

"Da gibt es immer noch viel zu tun und wir haben nicht viel Zeit", erklärt Technikchef Christian Loriaux gegenüber 'Autosport'. Der Grund liegt auf der Hand: Nur noch bis Mai darf an den Motoren entwickelt werden, danach werden diese "eingefroren". Bei Ford befürchtet man, dass das Kräfteverhältnis bei der Schweden-Rallye nicht repräsentativ war, zumal man für seine Stärke auf unbefestigtem Untergrund bekannt ist und viele Skandinavier in den eigenen Reihen hat, die sich auf Schnee dementsprechend wohl fühlen.

"Wir liegen ziemlich gleichauf mit Citroen", vermutet Loriaux. "Wir müssen also weiter pushen. Wir arbeiten ständig am Motor." Der Motor und dessen Steuerung stammen von Cosworth. Der Franzose erklärt, in welchen Bereichen er Verbesserungspotenzial sieht: "Es handelt sich um ganz grundsätzliche Arbeiten bei der Benzineinspritzung, bei der Form der Verbrennungskammern, bei der Form der Ventile."

Cosworth liefert auch die Elektronik für den Ford Fiesta RS WRC. Vor allem die Motorsteuerung MQ12 ist laut der britischen Motorenschmiede die effizienteste, die man je gebaut hat - dadurch wird die Kraft des neuen 1,6-Liter-Turbomotors auf den Boden übertragen. Cosworth-Geschäftsführer Martin Tolliday bestätigt: "Unsere Elektroniklösungen zählen zu den anspruchsvollsten, die Cosworth je im Motorsport gebaut hat. Da ist es besonders zufriedenstellend, wenn Ford gegen so starke Gegner und unter so konkurrenzfähigen Bedingungen so starke Resultate einfährt."

Auch Teamchef Malcolm Wilson lobt die Zusammenarbeit: "Die elektronische Motorensteuerung von Cosworth und die Chassisdaten-Erhebung zählen zu den Besten und geben uns Zuversicht." Auch mit dem Start der WM zeigt er sich zufrieden: "Das war ein exzellenter Start und die neuen Regeln scheinen so zu greifen, wie wir uns das vorgestellt haben, alle Autos sind auf einer ähnlichen Ebene. Das deutet auf ein aufregendes Jahr hin."

Fotoquelle: xpb.cc

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