Mikko Hirvonen will auch in Mexiko mit um den Sieg kämpfen

Rallye 2011

— 25.02.2011

Ford will auch auf Mexikos Schotter siegen

Nach dem erfolgreichen Auftakt in Schweden will das Werksteam in den Höhen Mexikos nachlegen - Ford Fiesta RS WRC muss sein Potenzial auf Schotter erst noch beweisen

Kaum drei Wochen nach dem erfolgreiche Debüt des Ford Fiesta RS WRC bei der Rallye Schweden geht das Ford-Werksteam vom 3. bis 6. März auf den harten Schotterprüfungen der Rallye Mexiko an den Start. Größer könnte die Umstellung für die Crews Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen und Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila kaum sein.

Statt tiefwinterlicher Bedingungen mit minus 30 Grad Celsius und vereisten Pisten warten in Mexiko hochsommerliche Temperaturen in extremen Höhenlagen und Kakteen statt Schneewehen - und liefern einen anschaulichen Beweis für die Vielfalt der Herausforderungen, mit denen die Rallye-Weltmeisterschaft Mensch und Material über das Jahr betrachtet auf eine harte Probe stellt.

Nach dem Dreifachsieg beim skandinavischen Saisonauftakt muss das neu entwickelte Fiesta RS World Rally Car in Mexiko sein Potenzial erstmals auch auf rauem Schotter beweisen - ein Straßenbelag, der auch die darauf folgenden sechs WM-Läufe prägt.

Dabei zeichnen sich die 22, insgesamt über 364,87 Kilometer führenden Wertungsprüfungen rund um das Rallye-Zentrum Leon nicht nur durch ihre steinige Oberfläche aus. Besonderes Kopfzerbrechen bereitet den Ingenieuren des Ford-Teams vielmehr die dünne Luft in den Höhenlagen, wenn sich die Passstraßen bis auf 2.737 Meter über Meeresspiegel empor schrauben.

Um den unvermeidlichen Leistungsverlust um bis zu 20 Prozent, den die Motoren unter diesen Bedingungen erleiden, möglichst gering zu halten, haben sich die Spezialisten von Ford intensiv vorbereitet. So unterzogen sie den neuen Fiesta RS WRC etwa einem zweitägigen Prüfstandtest im Entwicklungszentrum Dunton, bei dem diese atmosphärische Ausnahmesituation gezielt simuliert wurde. Hinzu kamen spezielle Testfahrten in Portugal, damit Hirvonen und Latvala zum Beispiel ihre Bremspunkte dem reduzierten Schub anpassen können.

Bei seinem fünften Start in Mexiko muss Schweden-Sieger und Tabellenführer Hirvonen zumindest während der Freitagsetappe als erster Teilnehmer auf die Strecke gehen - und spielt damit "Straßenfeger" für alle nachkommenden Fahrer. "Der erste Tag wird für uns mit Sicherheit schwierig", räumt der 30-jährige Finne ein.

"Es hat eben auch seine Nachteile, in der WM ganz vorne zu liegen", so Hirvonen weiter. "Trotzdem würde ich meinen Erfolg in Schweden niemals gegen eine bessere Startposition tauschen wollen. Dennoch werden wir alles versuchen, auch in Mexiko um den Sieg zu kämpfen, auch wenn wir die Ausgangssituation nicht unterschätzen."

"In den vergangenen Jahren lief diese schwierige Rallye nie so richtig gut für uns", erinnert sich der Finne. "Aber ich glaube fest daran, dass wir jetzt mit dem Fiesta RS WRC eine viel bessere Chance haben - allein schon, weil das neue Auto ein 6-Gang-Getriebe besitzt, mit dem wir den unvermeidlichen Leistungsverlust in den Höhenlagen besser kaschieren können."

Mit großem Optimismus blickt auch Latvala der Reise nach Leon entgegen. "Am letzten Tag meiner Portugal-Tests waren die Bedingungen trocken, so wie wir es auch in Mexiko antreffen werden", erläutert der 25-jährige Vizeweltmeister. "Zeitweise konnten wir das Leistungsniveau simulieren, wie es sich auf den Pässen darstellt. Insgesamt habe ich mich für eine etwas weniger aggressive Fahrwerksabstimmung entschieden. Dabei bin ich mir völlig sicher, dass der Fiesta RS WRC auch auf Schotter konkurrenzfähig sein wird."

"Am Freitag gehe ich als Dritter auf die Piste. Das ist ganz okay, auch wenn die Wertungsprüfungen aufgrund der vielen kleinen Steine in der Spur dann noch immer rutschiger sind als für die Fahrer hinter mir", erklärt Latvala weiter. "Dafür könnten wir vor dem zweiten Durchgang etwas von dem vergleichsweise kleinen Starterfeld profitieren. Denn oftmals müssen die Autos aus kleineren Kategorien andere Ideallinien wählen und befördern dabei ungewollt wieder viel Schmutz auf die Strecke."

Nicht weniger als neun Exemplare des neuen Ford Fiesta RS WRC haben die weite Reise über den Atlantik angetreten. Für das Stobart-Team kämpfen Henning Solberg/Ilka Minor und Mads Ostberg/Jonas Andersson - die jungen Überraschungs-Zweiten von Schweden - um Punkte für die Markenwertung, zugleich gehen auch Matthew Wilson/Scott Martin und WM-Rückkehrer Ewgeni Nowikow mit Beifahrer Stephane Prevot unter diesem Banner an den Start.

Das Monster-Team ist mit 'Youtube'-Ikone Ken Block und Copilot Alex Gelsomino vertreten. Munchi's entsendet Federico Villagra/Jorge Perez Companc und für das Ferm-Team sind Dennis Kuipers/Frederic Miclotte mit von der Partie. Hinzu kommen drei weitere Ford Fiesta, die in der S2000-Kategorie um WM-Punkte kämpfen.

Fotoquelle: xpb.cc

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