Der US-Amerikaner Ken Block hat die Mexiko-Rallye genossen

Rallye 2011

— 08.03.2011

Block und sein Elektrik-Kobold

In Mexiko streikte die Elektrik an Ken Blocks Ford gleich drei Mal - Aber wenn das Auto lief, konnte er mehr pushen als zuvor

Ken Block hatte sich fr die Rallye Mexiko so viel vorgenommen. Der US-Star wollte auf seinem Heimatkontinent im neuen Ford Fiesta RS WRC mit guten Zeiten auftrumpfen. Das ist ihm auch gelungen - wenn das Auto gefahren ist. Denn ein lstiger "Elektrik-Kobold" hat gleich drei Mal dafr gesorgt, dass Block Fiesta stand, statt fuhr.

Das erste Mal streikte die Elektrik schon, bevor es richtig losgegangen war, nmlich am Donnerstagabend auf dem Weg zur ersten Prfung. Diese verpasste Block und musste in der Folge am Freitagmorgen unter SupeRally-Bedingungen mit einer Zeitstrafe von zehn Minuten an den Start gehen. Am Freitagabend wiederholte sich das Schauspiel, Blocks Fiesta blieb wieder mit zickender Elektrik stehen. Weitere Strafminuten und ein zweiter Restart innerhalb von 24 Stunden waren die Folge.

Auch am Samstagabend schied Block vorzeitig aus, diesmal aber wegen eines Unfalls, bei dem er sich eine Radaufhngung abriss. Am Sonntagmorgen folgte der dritte Restart an diesem Wochenende. Block hatte durch seine vielen Strafminuten inzwischen einen Rckstand von ber 40 Minuten auf die Spitze. Dennoch lag er durch die vielen Ausflle, die es bei dieser Rallye zu verzeichnen gab, im Endspurt wieder auf dem zehnten Platz - und damit auf Punktekurs.

Doch in der vorletzten Prfung war der Punkterang dahin. Block und sein Beifahrer Alex Gelsomino standen mit ihrem Fiesta weitere 20 Minuten am Straenrand, bevor das Auto wieder ansprang. Immerhin konnten sie danach weiterfahren und die Rallye auf dem 13. Platz beenden. Das brachte fr das Monster-Team vier Punkte in der Herstellerwertung. Nach der Disqualifikation von Nasser Al-Attiyah rutschte Block noch vor auf den zwlften Platz.

"Es war der gleiche Elektrik-Kobold, der mich schon an zwei anderen Tagen verfolgt hat", erklrt Block, was in dieser vorletzten Prfung das Problem war. "Wir standen da eine Weile und haben alles versucht, das Auto wieder zum Laufen zu bringen. Am Ende hat es geklappt und alles funktionierte wieder. Wir haben die Prfung beendet und sind zum Regrouping gehetzt, um es noch zur Power Stage zu schaffen. Die hat dann wirklich Spa gemacht. Die Strae war sauber, und ich glaube, ich war auch recht gut. Ich hatte viel Spa."

Spa hatte Block ohnehin die ganze Rallye ber, wenn sein Auto lief. Dann konnte er richtig gute Zeiten hinlegen. "Ja, ich liebe diese Pisten einfach", sagt er. "Das Auto ist auch wunderbar, ich lerne es immer noch kennen. Jetzt war ich auch endlich in der Lage, etwas mehr zu pushen als zuvor an diesem Wochenende." Entsprechend gro ist seine Vorfreude auf seinen nchsten WRC-Auftritt: "Ich kann es nicht erwarten. Ich werde mit jedem Schritt besser, und das ist ein groartiges Gefhl."

Fotoquelle: xpb.cc

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