Sebastien Ogier schonte seine Reifen am besten und setzte sich an die Spitze

Rallye 2011

— 25.03.2011

SS2-4: Citroen-Duo übernimmt Spitze

Sebastien Ogier hat am Vormittag der ersten Etappe die Gesamtführung in Portugal erobert - Die Top 4 liegen innerhalb von nur sechs Sekunden

Drei Wertungsprüfungen fanden am Vormittag der ersten Etappe in Portugal statt. Citroen-Pilot Sebastien Ogier konnte sich mit einer Bestzeit die Gesamtführung über die Mittagspause sichern. Teamkollege Sebastien Lob machte die französische Doppelführung perfekt. Die beiden Ford-Werkspiloten folgten mit knappem Abstand auf den weiteren Plätzen. Pech hatte Mads Östberg, der mit einem Getriebeschaden aufgeben musste. Das Pech blieb auch Petter Solberg treu, der durch einen Reifenschaden eine Minute verlor

Am Vormittag standen insgesamt drei Prüfungen auf dem Programm. SS2 führte die Piloten über 22,99 Kilometer und war damit die längste Piste des Tages. Die ersten Meter wurden auf Asphalt zurückgelegt, bevor der Untergrund auf Schotter wechselte. Die Strecken waren sehr eng. Vorsicht war auch vor den Steinen am Straßenrand geboten, die oft hinter Büschen versteckt waren.

Hirvonen musste als Erster die Santa-Clara-Prüfung in Angriff nehmen. Die Bestzeit stellte allerdings Solberg auf, der dem Finnen in der Gesamtwertung bis auf eine Zehntelsekunde nahe rückte. "Ein guter Start", freut sich Solberg. "Wir müssen noch den Rhythmus finden, denn mir sind einige dumme Fehler passiert."

Zwei Sekunden langsamer war Ford-Ass Hirvonen. "Von der Zeit bin ich überrascht, denn ich bin nicht gut gefahren", so der WM-Spitzenreiter. "Ich habe mich noch nicht an das Auto gewöhnt und war oft im falschen Gang." Die drittbeste Zeit fuhr sein Teamkollege Jari-Matti Latvala.

Die Citroen-Werkspiloten hatten noch ihre Probleme. Weltmeister Loeb war um 5,8 Sekunden langsamer als Solberg und rutschte in der Gesamtwertung auch hinter den Norweger zurück. Der Franzose war von Hirvonen beeindruckt. "Entweder er ist schnell, oder ich bin langsam. Ich bin mit dem Auto nicht zufrieden. Mir fehlt das Vertrauen, denn der Wagen untersteuert."

Getriebeschaden bei Östberg

Pech hatte Stobart-Pilot Östberg. Bereits am Vortag verursachte der Norweger bei der Superspecial in Lissabon einen Unfall. Am Freitag gingen die Probleme weiter. Bereits nach 300 Metern blieb der Fiesta mit Getriebeschaden stehen. Sein Teamkollege Henning Solberg klagte über Fehlzündungen.

Die Citroen-Werkspiloten schlugen auf SS3 zu. Loeb und Ogier absolvierten die 20,27 Kilometer lange Strecke gleichschnell mit der Bestzeit. Im Gegensatz zu Santa Clara waren die Straßen auf Ourique schneller und flüssiger. Dazwischen gab es kurze Asphalt-Stücke, aber generell bestanden die Pisten aus viel losem Schotter.

Hirvonen fuhr hinter seinem Teamkollegen Latvala die viertschnellste Zeit. Damit behielt der Finne die Führung in der Gesamtwertung, doch Loeb war bereits auf 2,4 Sekunden nahe gerückt. Latvala und Ogier befanden sich ebenfalls noch in Schlagdistanz. Dahinter wurde die Lücke größer. Matthew Wilson folgte mit 46 Sekunden Rückstand.

Pech für Solberg: Reifenschaden

Aus der Führungsgruppe hatte sich Solberg verabschiedet. Der Norweger beschädigte sich einen Reifen und verlor eine Minute. "In einer Rechtskurve lag innen ein Stein, den ich getroffen habe. Der Reifen ist dabei kaputt gegangen." Kimi Räikkönen verlor auf SS3 eine weitere Position und fiel auf Rang neun zurück.

Vor der Mittagspause mussten die Piloten noch die 21,31 Kilometer lange Felizes-Prüfung absolvieren. Vorjahressieger Ogier markierte die Bestzeit. Wie schon 2010 schonte der Franzose seine Reifen am besten. "Die Rallye ist noch sehr lang. Am Morgen sind wir langsam gestartet. Jetzt ist es okay, das Gefühl mit dem Auto ist gut. Im Moment ist alles perfekt."

Solberg war 2,3 Sekunden langsamer als der Franzose. Der Weltmeister von 2003 startete seine Aufholjagd. "Wir haben eine Minute verloren Es hätte auch mehr sein können. Es ist ein langes Wochenende und wir können noch aufholen. Morgen Abend muss ich dran sein. Ich werde alles geben." Auf Platz fünf hat der Norweger 55,8 Sekunden Rückstand auf Ogier, der die Spitze gesetzt hat.

Enger Kampf um die Spitze

Weltmeister Loeb fuhr die drittschnellste Zeit auf SS3 und liegt in der Gesamtwertung 2,8 Sekunden hinter seinem Teamkollegen. Das Vertrauen in den DS3 WRC ist gewachsen. "Ich habe einige Linien gesehen, aber es wird nicht soviel gesäubert. Man muss nicht so viel auf die Strategie achten."

Hirvonen beendete die Prüfung auf dem vierten Platz und hat damit die Führung an die beiden Citroen-Piloten abgegeben. "Es war ein guter Vormittag. Gegend Ende hat das Auto angefangen zu rutschen, aber abgesehen davon war es gut." Mit 3,2 Sekunden Rückstand nimmt der Finne den Nachmittag in Angriff. Teamkollege Latvala komplettierte die Top 4 und hat sechs Sekunden Rückstand. Die Spitze liegt noch eng beisammen.

Am Nachmittag werden diese drei Prüfungen noch einmal absolviert.

Gesamtwertung nach 4 von 17 Prüfungen (Top 10):

01. Sebastien Ogier (Citroen) - 43:22.2 Minuten
02. Sebastien Loeb (Citroen) +2,8 Sekunden
03. Mikko Hirvonen (Ford) +3,3
04. Jari-Matti Latvala (Ford) +6,0
05. Petter Solberg (Citroen) +55,8
06. Matthew Wilson (Ford) +1:14,2 Minuten
07. Henning Solberg (Ford) +1:19,2
08. Kimi Räikkönen (Citroen) +1:54.2
09. Armindo Araujo (MINI) +1:54,9
10. Bernardo Sousa (Ford) +2:12.6

Fotoquelle: GEPA/Red Bull

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