Sebastien Ogier hält vier Prüfungen vor dem Ziel nach wie vor die Spitze

Rallye 2011

— 16.04.2011

SS13-16: Straßenfeger Ogier hält die Spitze

Citroen-Pilot Sebastien Ogier führt die Jordanien-Rallye nach zehn von 14 Prüfungen nach wie vor an - Latvala schiebt sich vor Loeb auf Rang zwei

Im Verlauf der ersten vier Prüfungen der zweiten Etappe der Jordanien-Rallye konnte Sebastien Ogier trotz des Nachteils, als Erster auf die Strecke gehen zu müssen, seine Führung verteidigen. Nach SS16 weist der französische Citroen-Pilot im Gesamtklassement noch 18,9 Sekunden Vorsprung auf den neuen Zweitplatzierten, Jari-Matti Latvala im Ford auf und äußerte sich anschließend zufrieden. "Wir haben heute Vormittag einen guten Job gemacht. Ich hatte keine andere Wahl als voll anzugreifen."

Latvala seinerseits hat den Kampf um den Sieg noch nicht aufgegeben. "Wir werden bis zum Ende kämpfen", versicherte der Finne. Weltmeister Sebastien Loeb fiel nach SS15 auf den dritten Gesamtrang zurück, besitzt mit nur 1,8 Sekunden Rückstand auf Latvala aber noch gute Chancen, die Rallye zumindest als Zweiter beenden zu können. Der Franzose verlor seine Zeit auf der zweiten Etappe vor allem auf den langsameren Prüfungen.

Mit 8,1 Sekunden Rückstand auf Loeb belegt Citroen-Privatier Petter Solberg nach den vier Prüfungen des Vormittags Platz vier in der Gesamtwertung. Fünfter ist der zweite Ford-Werkspilot Mikko Hirvonen, der seinen Rückstand auf den führenden Ogier dank zweier Bestzeiten auf 2.19,8 Minuten verringern konnte. Kimi Räikkönen konnte seinen guten sechsten Rang im Klassement in die samstägliche Mittagspause retten. Der Finne liegt nach zehn von 14 Wertungsprüfungen 10,3 Sekunden vor Matthew Wilson im bestplatzierten Stobart-Ford.

SS13: Loeb mit bestem Start in den Tag

Auf SS13, der ersten Prüfung der zweiten Etappe markierte Loeb zunächst die Bestzeit und nahm seinem vor ihm gestarteten Teamkollegen Ogier 6,6 Sekunden ab. Für den Führenden nach dem ersten Tag reichte es auf der Yakrut-Prüfung nur zu Rang fünf, da er als Straßenfeger auf dem losen Schotter im Vergleich zu den nach ihm gestarteten Konkurrenten massiv Zeit verlor.

Latvala beendete die erste Prüfung des Samstag mit 3,8 Sekunden Rückstand auf Loeb als Zweiter. Dahinter folgten Petter Solberg (3.; +4,1) und Hirvonen (4.; +6.6), der die Zeit von Ogier egalisieren konnte.

Eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigte die Stobart-Truppe. Die Piloten Mads Östberg, Henning Solberg und Wilson klassierten sich allesamt vor Räikkönen, der die Prüfung als Neuntschnellster abschloss. Wilson geriet dabei zwischenzeitlich in eine Böschung und verlor nach vorübergehendem Abwürgen des Motors einige Sekunden.

SS14/15: Ford gibt zwischenzeitlich das Tempo vor

SS14 führte die WRC-Piloten nach Bahath, wo die Ford-Truppe ein deutliches Ausrufezeichen setzen konnte. Hirvonen beendete die Prüfung mit 1,8 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Latvala als Schnellster und war anschließend zufrieden. "Endlich haben wir unseren Rhythmus gefunden", sagte der Finne, der in der Gesamtwertung nach seinen Problemen vom Vortag bereits über zwei Minuten Rückstand aufwies. Petter Solberg (3.; +4,1) fuhr wie gewohnt volle Attacke und beendete SS14 vor den beiden Citroen-Piloten Loeb (4.; +4,7) und Ogier (5.; +6,3).

Auf der dritten und mit 20,44 Kilometern längsten Prüfung des Vormittags, Mahes, bot sich an der Spitze das gleiche Bild. Hirvonen konnte seinen Teamkollegen Latvala diesmal um eine Sekunde distanzieren. Die beiden Fiesta RS WRC des Ford-Werksteams landeten damit zum zweiten Mal in Folge auf den ersten beiden Plätzen. Latvala schob sich damit in der Zwischenwertung an Loeb vorbei, befürchtete aber, dass seine knapp 20 Sekunden Rückstand auf Ogier auf den verbleibenden Prüfungen nur schwer aufzuholen seien.

Petter Solberg war mit 5,2 Sekunden Rückstand auf Hirvonen erneut Dritter vor den beiden Citroen-Fahrern Ogier (4; +7,0) und Loeb (5.; +7,4). Der Weltmeister erklärte seinen Rückstand damit, dass er in einer Haarnadelkurve vorübergehend die Orientierung verlor.

Räikkönen konnte sich als Achter erstmals am Samstag in die Phalanx der Stobart-Ford einmischen. Der Finne verwies auf SS15 Wilson auf Rang neun, während der Brite eigener Aussage zufolge Mühe hatte "einen vernünftigen Rhythmus zu finden".

SS16: Loeb schlägt zurück, Ogier hält die Spitze

Die letzte Prüfung des Samstagvormittags (SS16) ging dann wieder an den amtierenden Champion aus dem Citroen-Lager. Loeb distanzierte Latvala auf den 10,5 Kilometern, auf denen am Nachmittag auch die Powerstage ausgefahren wird, um 2,2 Sekunden. In der Gesamtwertung konnte der Finne seinen zweiten Platz vor Loeb jedoch knapp halten.

Spitzenreiter Ogier beendete SS16 nur 0,8 Sekunden langsamer als Latvala auf Rang drei. Petter Solberg (4.) markierte eine identische Zeit wie der Gesamtführende und beendete die Prüfung vor Hirvonen (5.; +5,3). Auf Platz sechs folgte Wilson (+13,0), während Räikkönen (7.; +17,3) mit Östberg (8.; +18,5) und Henning Solberg (9.; +20,4) diesmal zwei Stobart-Piloten in Schach halten konnte.

In der S-WRC-Wertung liegt Bernardo Sousa mit seinem Ford Fiesta S2000 nach der Hälfte der zweiten Etappe in Front. Schärfster Verfolger ist Skoda-Pilot Karl Krudda, der bei noch vier verbleibenden Prüfungen 38,8 Sekunden Rückstand auf Sousa aufweist. Hermann Gassner Jun. liegt im zweitbesten Fabia S2000 auf Rang 14.

Gesamtwertung nach 10 von 14 Prüfungen (Top 10):

01. Sebastien Ogier (Citroen) - 2:11.11,7 Stunden
02. Jari-Matti Latvala (Ford) + 18,9 Sekunden
03. Sebastien Loeb (Citroen) + 20,7
04. Petter Solberg (Citroen) + 28,8
05. Mikko Hirvonen (Ford) + 2.19,8 Minuten
06. Kimi Räikkönen (Citroen) + 4.12,9
07. Matthew Wilson (Ford) + 4.23,2
08. Federico Villagra (Ford) + 7.09,9
09. Khalid Al Qassimi (Ford) + 7.18,4
10. Dennis Kuipers (Ford) + 10.41,4

Fotoquelle: xpb.cc

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