Jari-Matti Latvala geht als Führender in die abschließende Power Stage

Rallye 2011

— 16.04.2011

SS17-19: Latvala zieht an Ogier vorbei in Führung

Jari-Matti Latvala übernimmt auf der vorletzten Prüfung die Führung von Sebastien Ogier - Petter Solberg nach Crash ausgeschieden

Die Spannung bei der Jordanien-Rallye ist vor der abschließenden Power Stage kaum zu überbieten. Auf der vorletzten Prüfung der Rallye (SS19) konnte sich Ford-Pilot Jari-Matti Latvala dank aggressiver Fahrweise am bisherigen Spitzenreiter Sebastien Ogier vorbei in Führung schieben. Der Vorsprung des Finnen beträgt allerdings nur winzige 0,5 Sekunden.

Die beiden Piloten werden den Sieg beim vierten WM-Lauf auf der Power Stage aller Voraussicht nach unter sich ausfahren. Weltmeister Loeb liegt mit 27,9 Sekunden Rückstand bereits abgeschlagen auf dem dritten Rang. Dahinter folgen Mikko Hirvonen, Matthew Wilson und Kimi Räikkönen, die allesamt von einem Abflug Petter Solbergs auf SS17 profitierten.

SS17: Latvala und Loeb holen weiter auf, Solberg crasht

Beim zweiten Auftritt auf der 14,16 Kilometer langen Prüfung Yakrut verbesserte Ogier zunächst seine Vormittagszeit um 13 Sekunden. Teamkollege Loeb nahm ihm dennoch vier Sekunden ab und konnte so seinen Rückstand in der Gesamtwertung weiter verkürzen. Für die Bestzeit auf SS17 reichte es allerdings nicht.

Latvala fuhr unmittelbar nach Loeb nochmals 4,7 Sekunden schneller als der Weltmeister in Citroen-Diensten und holte sich eine weitere Bestzeit. Ogiers Vorsprung in der Gesamtwertung schmolz indes auf 10,2 Sekunden zusammen.

Pech hatte hingegen der bisher glänzend unterwegs gewesene Petter Solberg. Nach drei Kilometern setzte der Norweger seinen privat eingesetzten Citroen DS3 WRC neben die Straße und musste die Rallye aufgeben. Solberg und Co-Pilot Chris Patterson blieben bei dem Abflug unverletzt, der Wagen war allerdings nur noch Schrott wert.

SS18: Latvala fährt volle Attacke

Auf der zweiten Prüfung des Nachmittags, Bahath, spitzte sich die Situation im Vorderfeld weiter zu. Oger, wenngleich mit seiner Zeit zufrieden, verlor weiter an Boden auf seinen schärfsten Verfolger Latvala. Der Ford-Pilot schien nahezu zu fliegen und beschädigte unterwegs die Front seines Fiesta RS WRC. Davon ließ sich der Finne allerdings nicht beeindrucken und holte sich mit fünf Sekunden Vorsprung auf Ogier seine insgesamt vierte Bestzeit des Tages. "Ich bin bei meiner Attacke einige Risiken eingegangen. Das hat die Schäden verursacht. Es ist allerdings nichts Ernstes", so der amtierende Vizeweltmeister.

Loeb kam als Vierter ins Ziel der Prüfung und zollte seinen Widersachern anschließend Respekt: "Latvala fährt heute Nachmittag einfach unglaublich. Auch Ogier war wieder sehr schnell, er hat einige der Kurven ganz offensichtlich stark geschnitten." Vor dem Weltmeister klassierte sich überraschend Stobart-Pilot Henning Solberg auf Platz drei und war über seine Leistung selbst überrascht. "Auf einmal fliegt das Auto nur noch so. Es ist kein Vergleich zu vorher, ich verstehe es nicht", freute sich der Norweger.

Hinter Loeb belegte Hirvonen Rang fünf vor Östberg und Räikkönen. Nach Solbergs Abflug auf SS17 rückten beginnend mit Hirvonen alle Piloten in der Gesamtwertung einen Rang nach vorn. Unterdessen verlor ein über mangelnden Grip klagender Wilson auf SS18 weiter an Boden auf Räikkönen und damit im Kampf um Platz fünf.

SS19: Latvala geht knapp in Führung

Auf SS19 erwartete die Piloten wie schon am Vormittag mit 20,44 Kilometern die längste Prüfung. Auf dieser gelang es Latvala mit einer neuerlichen Bestzeit die Führung im Gesamtklassement zu übernehmen. "Das war richtig stressig. Auf der letzten Prüfung brauchen wir einen perfekten Lauf. Ich werde so hart angreifen wie möglich", erklärte der Ford-Pilot, der vor der abschließenden Power Stage winzige 0,5 Sekunden vor Ogier liegt.

Der vor ihm gestartete Citroen-Pilot bemerkte auf der Mahes-Prüfung plötzlich einige größere Hindernisse auf der Piste. "Einige Leute haben Steine auf die Strecke getragen", zeigte sich Ogier enttäuscht. Teamkollege Loeb erging es ähnlich, er konnte die Hindernisse nur mit reduziertem Tempo umfahren und verlor weiter an Boden.

Unterdessen verzeichnete Räikkönen auf der vorletzen Prüfung der Rallye den ersten nennenswerten Reifenschaden mit den neuen Michelin-Pneus. "Plötzlich lag ein Riesenstein im Weg, dem ich nicht ausweichen konnte. Die letzte Prüfung ist leider sehr kurz", zeigte sich der Finne enttäuscht. Der damit einhergehende Zeitverlust warf den Ex-Formel-1-Weltmeister hinter Wilson auf Rang sechs im Gesamtklassement zurück. Henning Solberg konnte wie schon auf der vorangegangenen Prüfung die drittschnellste Zeit markieren, die ihn in der Zwischenwertung auf Rang elf nach vorn brachte.

Gesamtwertung nach 13 von 14 Prüfungen (Top 10):

01. Jari-Matti Latvala (Ford) - 2:43.06,0 Stunden
02. Sebastien Ogier (Citroen) + 0,5 Sekunden
03. Sebastien Loeb (Citroen) + 27,9
04. Mikko Hirvonen (Ford) + 2.45,2 Minuten
05. Matthew Wilson (Ford) + 5.30,7
06. Kimi Räikkönen (Citroen) + 6.01,7
07. Federico Villagra (Ford) + 8.59,8
08. Khalid Al Qassimi (Ford) + 9.20,3
09. Dennis Kuipers (Ford) + 13.54,0
10. Bernardo Sousa (Ford) + 14.25,1

Fotoquelle: xpb.cc

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