VW-Werkspilot Carlos Sainz ist vom WRC-Einstieg der Marke begeistert

Rallye 2011

— 06.05.2011

Sainz: "VW-Einstieg großartig"

Ex-Weltmeister Carlos Sainz sieht im WRC-Einstieg der Wolfsburger den nächsten Schritt in eine große Zukunft - Sebastien Loeb unschlüssig

Carlos Sainz hat den WRC-Einstieg von Volkswagen als "großartig" tituliert und sagt der Weltmeisterschaft eine große Zukunft voraus. Der Spanier muss es wissen, war er doch in der Blütezeit seiner aktiven Karriere in den 90er Jahren in der Rallye-Weltmeisterschaft unterwegs, als zwischenzeitlich bis zu sieben Hersteller gleichzeitig aktiv waren.

Die Wolfsburger werden zur Saison 2013 mit einem Polo R WRC ins aktive Geschehen eingreifen und die nächsten 20 Monate mit intensiver Entwicklung des Fahrzeuges verbringen. Sainz, der in den vergangenen Jahren für VW bei der Rallye Dakar an den Start ging, wird daran maßgeblich beteiligt sein.

"Das ist ein großartiger Tag für die WRC", so Sainz mit Blick auf die Bekanntgabe des VW-Einstiegs gegenüber 'Autosport'. "MINI geht bei der Rallye Italien erstmals an den Start und nun diese großartige Neuigkeit von Volkswagen. Beides zusammen wird die Rallye-Weltmeisterschaft auf einen deutlich höheren Level heben."

20 Monate mögen wie eine lange Zeit erscheinen, doch der Spanier warnt schon jetzt. "Die harte Arbeit beginnt mit dem heutigen Tag. Wenn du als Neueinsteiger hinzustößt, ist natürlich Vorsicht geboten", so Sainz, der darauf verweist, dass Citroen und Ford bereits seit Jahren in der Weltmeisterschaft aktiv sind und über entsprechende Erfahrungswerte verfügen.

Die Erfolge bei der Rallye Dakar, die VW dreimal siegreich beenden konnte, machen dem zweifachen Ex-Weltmeister allerdings Hoffnung. "Die Dakar zu gewinnen, ist auch alles andere als leicht. Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft der neuen Aufgabe gewachsen ist."

Identifikation mit der Serie als Grund für den Einstieg

Derweil ist WRC-Promoter Simon Long überzeugt, dass sich der Einstieg von VW speziell im Hinblick auf deren umfangreiche Erfahrung im Bau von Straßenfahrzeugen positiv auf die WRC-Szene auswirken wird.

Wie Luca de Meo, Leiter Marketing der Volkwagen AG, gegenüber 'Autosport' bestätigt: "Die Menschen auf der Straße können sich mit den Rallye-Fahrzeugen, die sie auf den Prüfungen fahren sehen, identifizieren. Es sind die Fahrzeuge, die wir verkaufen und die Fahrer sind die Künstler am Lenkrad."

Dass der Einstieg in die WRC-Szene ausgerechnet mit dem Polo passiert, ist kein Zufall. "Wir haben mehr als eine Million Fahrzeuge dieses Typs verkauft", rechnet de Meo vor. "Unser Ziel ist es, dass der Polo der erfolgreichste Kleinwagen weltweit wird." Derzeit wird dieser in Europa, Indien, Russland und Brasilien produziert.

WRC-Promoter Long ergänzt: "Wir sprechen die ganze Zeit über die Authentizität und die Kundennähe der WRC. In diesem Zusammenhang ist es einfach toll zu hören, dass dies eines der Hauptkriterien für den Einstieg von Volkswagen ist." Long ist überzeugt, dass die Rallye-Weltmeisterschaft "genau die Serie ist, in die VW hingehört".

Sebastien Loeb hält sich bedeckt

Weltmeister Sebastien Loeb, der gegenwärtig für Citroen ins Lenkrad greift und bereits mit Volkswagen in Verbindung gebracht wurde, hat dazu folgendes zu sagen: "Es kommen zwei neue Hersteller dazu, nachdem wir jahrelang nur zu zweit gegeneinander gefahren sind. Für den Sport kann das nur gut sein", so der Franzose mit Blick auf das Debüt von MINI an diesem Wochenende bei der Rallye Italien und den Einstieg der Wolfsburger zur Saison 2013.

"Es wird mehr Wettbewerb geben und die ganze Sache sollte wesentlich interessanter werden. Das ist für alle Beteiligten in der WRC eine tolle Sache", so Loeb. An den Gerüchten bezüglich seiner eigenen Zukunft will sich der Weltmeister derzeit nicht beteiligen: "Ich habe mich noch nicht entschieden", so die knappe Antwort des Franzosen.

Fotoquelle: GEPA/Red Bull

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