Sebastien Loeb liegt nach vier von 18 Prüfungen auf Sardinien in Führung

Rallye 2011

— 06.05.2011

SS1-4: Loeb in Führung, Latvala aus Entscheidung raus

Sebastien Loeb liegt nach vier Prüfungen auf Sardinien in Führung - Jari-Matti Latvala mit Überschlag auf SS1 - Dani Sordo im besten MINI auf Platz acht

Weltmeister Sebastien Loeb liegt nach der Hälfte der ersten Etappe der Rallye Italien in Führung, und das obwohl der als aktueller WM-Führender mit der speziell bei Schotterrallyes ungeliebten Rolle des Straßenfegers Vorlieb nehmen musste.

Nachdem Loeb die erste Prüfung des Tages nur Platz acht beenden konnte, schob er sich auf SS4 am bis dahin führenden Ford-Piloten Mikko Hirvonen vorbei auf Platz eins im Zwischenklassement. Hirvonen liegt nach vier von 18 Prüfungen auf der italienischen Mittelmeerinsel auf Rang zwei vor dem russischen Stobart-Piloten Evgeny Novikov im zweitschnellsten Ford Fiesta RS WRC.

Hirvonen, der zur Mittagspause 2,7 Sekunden Rückstand auf Loeb aufweist, hatte keine rechte Erklärung für seinen Rückstand. "Es sieht so aus, als hätte Sebastien einen Gang mehr", zollte der Finne dem Franzosen und dessen Tempo an der Spitze Respekt.

SS1-2: Frühes Aus für Latvala

Auf der Eröffnungsprüfung, der 10,2 Kilometer langen Schleife am Lago Omodeo, gab zunächst Ex-Weltmeister Petter Solberg, der in seinem privat eingesetzten Citroen DS3 WRC bereits den Shakedown am Donnerstag für sich entscheiden konnte, die Pace vor.

Hinter Solberg lief der erste der beiden Werks-Ford mit Mikko Hirvonen am Steuer ein. Drittschnellster war der Schwede Per-Gunnar Andersson im privat eingesetzten Ford Fiesta RS WRC. Derweil fabrizierte Hirvonens Teamkollege und Vorjahressieger Jari-Matti Latvala auf SS1 einen Überschlag. "Miikka (Beifahrer Anttila; Anm. d. Red.) hat einen Fehler gemacht, als er mir eine falsche Route angesagt hat", so Latvala. "In all den Jahren, die wir jetzt gemeinsam fahren, war es das erste Mal, dass so etwas vorgekommen ist."

Bei der ersten Überfahrt der mit 21,3 Kilometern längsten Prüfung der Rallye am Monte Grighini war dann endgültig Feierabend für Latvala. Der Finne musste seinen Fiesta RS WRC mit beschädigter Radaufhängung, eine Folge des Überschlags auf SS1, abstellen.

Teamkollege Hirvonen markierte auf SS2 die schnellste Zeit aller Piloten und übernahm im Zwischenklassement die Führung von Solberg, der auf der zweiten Prüfung aufgrund eines Turbo-Problems an seinem DS3 WRC 40 Sekunden verlor und nur Elfter wurde. Derweil musste auch der Drittschnellste von SS1, Andersson, seinen Fiesta RS WRC nach vier von 21 Kilometern mit beschädigter Lenkung in Folge eines Crashs abstellen.

Unterdessen setzten sich die beiden MINI John Cooper Works WRC mit Dani Sordo und Kris Meeke am Steuer bei ihrem ersten WRC-Auftritt für die britische Traditionsmarke besser und besser in Szene. Meeke beendete SS2 als Dritter hinter Hirvonen und Weltmeister Loeb.

Meekes Teamkollege Sordo lief auf der zweiten Prüfung des Tages als Siebter hinter Novikov, Mads Östberg und Sebastien Ogier ein, der die beiden vorangegangenen Rallyes in Portugal und Jordanien gewinnen konnte. Meeke belegte damit im Zwischenklassement einen hervorragenden vierten Rang.

SS3-4: Loeb übernimmt Führung von Hirvonen

Auf SS3 sorgte vor allem die Fahrt von Stobart-Pilot Henning Solberg für Aufregung. Der Norweger erreichte das Ziel der Prüfung mit einem brennen Fahrzeug, konnte sich aber genau wie Co-Pilotin Ilka Minor rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Derweil musste der bis auf Platz vier nach vorn gefahrene Meeke seinen MINI nach einer Kollison mit einem Felsen vorzeitig abstellen. Der Rückkehrer in die WRC hatte im Vorfeld noch gesagt: "Falls wir ein Problem bekommen sollten, ist es hier noch nicht so tragisch, da wir ohnehin noch nicht ernsthaft um WM-Punkte fahren in diesem Jahr."

Mit einer Bestzeit auf SS4, die 0,7 Sekunden unter der Zeit von Citroen-Pilot Solberg lag, setzte sich Loeb schließlich in Führung. Hirvonen belegt hinter dem Franzosen Platz zwei vor dem glänzend aufgelegten Novikov. Stobart-Teamkollege Östberg hält nach vier Prüfungen den vierten Platz vor Ogier und den Brüder Solberg.

Petter, der auf SS2 noch 40 Sekunden eingebüßt hatte, konnte seinen Rückstand im weiteren Verlauf der Etappe sukzessive verkürzen und liegt nach vier Prüfungen nur noch 26,3 Sekunden hinter dem führenden Loeb. Henning belegt trotz des Dramas auf SS3 Rang sieben vor Sordo, der im bestplatzierten der beiden MINI John Cooper Works WRC 45,5 Sekunden Rückstand auf Loeb aufweist.

In der S-WRC-Wertung führt nach der Hälfte der ersten Etappe Ott Tanak (Ford; 9.) vor Markenkollege Martin Prokop (10.) und Nasser Al-Attiyah, der in einem dritten Ford Fiesta S2000 auf dem zwölften Gesamtrang liegt.

Gesamtwertung nach 4 von 18 Prüfungen (Top 10):
01. Sebastien Loeb (Citroen) - 44.35,2 Minuten
02. Mikko Hirvonen (Ford) + 2,7 Sekunden
03. Evgeny Novikov (Ford) + 11,9
04. Mads Östberg (Ford) + 19,8
05. Sebastien Ogier + 20,8
06. Petter Solberg (Citroen) + 26,3
07. Henning Solberg (Ford) + 42,4
08. Dani Sordo (MINI) + 45,5
09. Ott Tanak (Ford) + 1.02,2 Minuten
10. Martin Prokop (Ford) + 1.11,2

Fotoquelle: xpb.cc

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