Dani Sordo konnte Platz sechs auf der zweiten Etappe verteidigen

Rallye 2011

— 07.05.2011

MINI: Gemischte Gefühle am zweiten Tag

Dani Sordo kämpfte am Samstag auf Sardinien ebenfalls mit steckenbleibendem Gaspedal, hielt aber Rang sechs - Kris Meeke mit Leck im Kühlsystem

Auch am zweiten Tag der Rallye Italien hat das MINI-Team wertvolle Erfahrungen gesammelt, blickt jedoch mit gemischten Gefühlen auf den Samstag zurück. Dani Sordo/Carlos del Barrio verteidigten ihren sechsten Platz im MINI John Cooper Works WRC mit der Startnummer 37, während Kris Meeke/Paul Nagle aufgrund eines Lecks im Kühlkreislauf an ihrem Fahrzeug die meiste Zeit zuschauen mussten. Für den dritten Tag der Rallye wird das Auto mit der Nummer 52 jedoch wieder einsatzbereit sein.

"Der Tag ist nicht so schlecht verlaufen", resümiert Sordo. "Ich bin mit dem Auto zufriedener als gestern, denn ich habe nun mehr Vertrauen in das Fahrzeug. Wir haben eine Menge gelernt, denn dies ist unsere erste Rallye mit dem neuen MINI John Cooper Works WRC."

"Wir konnten reichlich Kilometer abspulen und viele Informationen sammeln", setzt der Spanier fort. "Deshalb sind wir hierher gekommen. Die Leistung des MINI ist gut, und wir liegen dicht hinter den Autos an der Spitze. Morgen werde ich einfach versuchen, die Rallye sauber zu Ende zu fahren, denn es warten einige ziemlich schwierige Wertungsprüfungen auf uns, und zum Schluss steht auch noch die Power Stage auf dem Programm."

Leck im Kühlsystem stoppt Meeke

Teamkollege Meeke hatte weniger Grund zur Freude. "Auf der zehnten Wertungsprüfung ist bei uns ein Wasserleck aufgetreten", berichtet der Brite. "Wir haben versucht, es innerhalb der Prüfung zu reparieren, doch dann hat es sich erneut bemerkbar gemacht. Die Motortemperatur ging hoch, und wir mussten anhalten, um den Motor nicht zu beschädigen."

"Es ist etwas schade, dass ich noch nicht meinen Rhythmus finden konnte, aber so etwas gehört zum Rallyesport dazu", findet Meeke. "Wenn man bei einer Rallye startet, bekommt man keine zweite Chance. Es muss an allen drei Tagen funktionieren - und das war diesmal einfach nicht der Fall."

Das Team hatte am Morgen des zweiten Tages für beide Fahrer die Strategie ausgegeben, die Rallye einfach auf sich zukommen zu lassen. "Die Autos waren in einem erstklassigen Zustand, so dass wir zunächst hinausgingen und einfach das Beste herausholen wollten", sagt Dave Wilcock, der Technische Direktor bei MINI.

"Dass während der ersten Prüfung dasselbe Problem mit dem Ansprechverhalten des Gaspedals wie am Freitag auftrat, war für Kris natürlich ärgerlich", bekennt Willcock mit Blick auf die Tatsache, Meeke dadurch bereits am ersten Tag der Rallye einiges an Zeit verloren hat. "Zunächst hat es ihn nur beim Fahren etwas behindert. Dann kam auf der zweiten Prüfung jedoch noch ein Wasserleck dazu, das ihn für heute endgültig aus der Rallye warf."

"Das war enttäuschend. Dani konnte hingegen erneut eine starke Leistung zeigen. Er ist überaus zufrieden mit der Balance, der Stabilität und dem generellen Gefühl, das ihm das Auto vermittelt. Das gilt vor allem für die schnellen Passagen, die ihm besonders viel Spaß machen", so Willcock.

Auch Sordo mit Gaspedal-Sorgen

Nachdem Sordo ebenfalls ein Problem mit dem Gaspedal meldete, brachte die anschließende Analyse des Teams laut Aussage von Willcocks hervor, "dass kein Zusammenhang zwischen den beiden Problemen besteht".

"Wir haben alle relevanten Teile an Danis Auto gewechselt und hatten einen kompletten Service, alles ist in allerbestem Zustand", versichert der Technische Direktor. "Er kann also morgen ganz normal weitermachen. Für Kris geht es nur noch darum, dass er einige Kilometer absolviert und ein paar Erfahrungen sammelt. Hoffentlich kommen beide Autos ohne Schwierigkeiten ins Ziel."

Prodrive-Chef David Richards, der mit seinem Team das Werksengagement von MINI in der WRC betreut, zeigte sich vor allem von der Unterstützung durch die Fans beeindruckt: "Alle fragen danach, wie wir uns bei unserer ersten Rallye mit MINI fühlen", so Richards. "Üblicherweise spricht man dann über die Leistungsfähigkeit oder die Zuverlässigkeit. Mich beeindruckt jedoch am meisten die außergewöhnliche Unterstützung, die wir von den Fans erhalten."

"Wenn man sieht, wie die Leute jubeln, wann immer ein MINI auf der Piste unterwegs ist, dann weiß man, wie groß die Leidenschaft für dieses Auto ist", zeigt sich Richards begeistert und fügt an: "Das Interesse an dem, was wir in die Meisterschaft hineingebracht haben, ist immens."

Sordo und del Barrio gingen am Samstagnachmittag mit einer schwarzen Armbinde an den Start, um ihrem gestern verstorbenen Landsmann Seve Ballesteros zu gedenken. Wie der Weltklasse-Golfer stammen auch Sordo und del Barrio aus Santander.

Fotoquelle: MINI

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