Der neue MINI zeigte beim Debüt auf Sardinien sein Potenzial für die Zukunft

Rallye 2011

— 08.05.2011

MINI mit Eindrücken beim Debüt zufrieden

Dani Sordo hat den neuen MINI beim Debüt auf Sardinien in die Punkteränge gebracht - Die neue Mannschaft ist mit den ersten Erfahrungen zufrieden

Das MINI WRC Team nimmt von seinem ersten Einsatz in der Rallye-WM viel Positives mit. Bei der Rallye Italien erreichten Dani Sordo und Carlos del Barrio in ihrem MINI John Cooper Works WRC als Sechste das Ziel in Olbia auf Sardinien. Unglücklicherweise konnten Kris Meeke und Paul Nagle am Samstag nicht antreten. Das Team ging auf Nummer sicher und wollte damit ausschließen, auf dasselbe Problem zu stoßen, das an den ersten beiden Tagen aufgetreten war. Beide Fahrzeuge zeigten einen Speed, der für die Zukunft hoffen lässt.

Seit dem 1. Mai ist Kay Segler als Leiter MINI Brand Management für die Marke verantwortlich. Der 56-Jährige hatte diese Position bereits zwischen 2004 und 2008 inne. Segler, ein leidenschaftlicher Motorsport-Fan, besuchte das Team am Samstag und sagt: "Sportlichkeit liegt in den Genen aller Fahrzeuge der BMW Group - ganz gleich, ob es sich um einen BMW M3 oder einen MINI handelt."

"Natürlich ist es fantastisch, dass die Marke MINI die sportlichen Qualitäten ihrer Automobile mit dem MINI John Cooper Works WRC ab dieser Saison auf höchstem Niveau unter Beweis stellt. Ich habe die Vorbereitungen auf den Start dieses Projekts in den vergangenen Monaten intensiv verfolgt und freue mich nun sehr darauf, in der Premierensaison mit dabei zu sein."

"Wir sind realistisch und wissen, dass unsere Konkurrenten einen großen Erfahrungsvorsprung mitbringen. Gemeinsam mit unserem Partner Prodrive schicken jedoch auch wir eine Mannschaft an den Start, die sich im Rallyesport bestens auskennt und bereits bewiesen hat, dass sie gewinnen kann. Zusammen mit MINI und dem Know-how von BMW Motorsport ergibt das eine viel versprechende Mischung, die uns schnell nach vorn bringen wird."

Prodrive-Chef Richards zufrieden

Prodrive-Chef David Richards ist ein alter Hase im Rallye-Geschäft. Der Brite meint über den ersten Einsatz des MINI: "Ich denke, dass wir die Leistungsfähigkeit des Autos unter Beweis stellen konnten. Wir haben gezeigt, wozu wir in der Lage sind, ein Zeichen gesetzt und den Standard definiert. Es wäre schön gewesen, wenn Kris so hätte weitermachen können, wie er in den ersten Wertungsprüfungen losgelegt hat."

"Wir wären dann in einer sehr guten Position gewesen. Aber so ist das Leben - dies war ein Test, und wir haben dabei viel gelernt. Alle Anzeichen sind wirklich ermutigend, und wir haben kein echtes Zuverlässigkeitsproblem, über das wir uns Sorgen machen müssten. Wir können aus dieser Rallye viel Positives ziehen."

"Am Morgen haben wir entschieden, Kris nicht wieder an den Start zu schicken. Wir wissen, wo das Problem liegt, hatten hier aber keine Lösung dafür. Wir hätten zu viel aufs Spiel gesetzt, und unter Umständen wäre das Problem erneut aufgetreten. Ich hatte einfach nicht das Gefühl, dass es sich gelohnt hätte, dieses Risiko einzugehen. Wir wissen, wie wir das Problem beheben können. Das wird mit den richtigen Komponenten innerhalb weniger Wochen möglich sein."

"An diesem Wochenende ist deutlich geworden, dass wir eine echte Mannschaft sind und alle Mitglieder des MINI WRC Teams auf Anhieb miteinander harmoniert haben. Ich möchte mich bei allen für die bislang geleistete harte Arbeit bedanken. Wir haben einen unglaublichen Aufwand betrieben, und das Ergebnis ist für uns alle sehr ermutigend. Es ist zudem sehr schön zu sehen, dass unsere Anstrengungen honoriert wurden und wir als Team den Abu Dhabi Spirit of the Rally Award erhalten haben."

Technikdirektor Dave Wilcock ist ebenfalls mit dem ersten Renneinsatz zufrieden. "Als Team sind wir natürlich sehr, sehr glücklich, dass wir Dani heute nach Hause gebracht haben. Während der gesamten Rallye ist er äußerst konkurrenzfähige Sektorenzeiten gefahren. Daran können wir erkennen, wo wir schnell sind und woran wir noch arbeiten müssen. Das ist alles sehr positiv."

"Für Kris tut es uns sehr leid. Nachdem wir uns gestern die Datenaufzeichnungen angesehen hatten, entschieden wir, ihn wegen des kleinen Problems heute nicht starten zu lassen. Wir hätten seine Daten wirklich gut gebrauchen können, um die beiden Fahrer miteinander vergleichen zu können."

Technische Probleme bei Meeke

"Die Wertungsprüfungen boten am Sonntag außergewöhnlich wenig Grip, und Dani musste sich in den Abschnitten mit wenig Haftung richtig durchbeißen. Angesichts ihrer unterschiedlichen Fahrstile wäre es sehr schön gewesen, auch Kris' Feedback und Daten zur Verfügung zu haben. In dieser Hinsicht sind wir enttäuscht. Aber mit der Leistung des Teams und mit unserem Stand nach der ersten Rallye können wir sehr zufrieden sein."

Seit seinem Abschied bei Citroen ist Sordo seine erste WM-Rallye in diesem Jahr gefahren."Ich bin froh, ins Ziel gekommen zu sein. Das Auto ist gut, das Team ist ebenfalls klasse. Das Wochenende war äußerst positiv, und nach zahlreichen Kilometern haben wir bei dieser Rallye eine Menge über das Auto gelernt, was sehr wichtig ist. Außerdem konnte das Team reichlich Daten sammeln. In den schnellen Abschnitten der Wertungsprüfungen waren wir sehr nah an den Top-Zeiten dran. Positiv ist, dass das Chassis wirklich sehr gut funktioniert - es lässt sich in den schnellen Abschnitten sehr angenehm fahren. Ein gutes Chassis ist das Wichtigste."

Pech hatte Meek bei seiner Rückkehr in die Rallye-WM. "Wir hatten vor der Rallye gesagt, dass wir den Speed des Autos sehen wollten. Und wir haben gezeigt, dass wir in dieser Hinsicht schon ein hohes Niveau erreicht haben. Danis Auto hat problemlos funktioniert und war absolut zuverlässig. Ich hatte ein kleineres technisches Problem. Es ist an beiden Tagen aufgetaucht, und wir wollten heute kein Risiko eingehen."

"Wir kennen bereits die Lösung dafür, konnten sie allerdings noch nicht an diesem Wochenende umsetzen. Wir werden das in den kommenden Wochen tun. Alle sind sehr positiv gestimmt. Wir müssen einfach so weitermachen. Nun intensivieren wir unser Entwicklungsprogramm auf Asphalt, da bis Ende des Jahres drei Asphalt-Rallyes auf dem Programm stehen. Wir müssen das Auto auf allen möglichen Straßenbelägen kennenlernen, insofern erwartet uns jetzt viel Entwicklungsarbeit. Schließlich wollen wir sichergehen, dass wir in allen Bereichen stark sind."

Fotoquelle: MINI

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