Jari-Matti Latvala konnte seine Führung in Argentinien behaupten

Rallye 2011

— 28.05.2011

SS8-11: Latvala behauptet Führung

Nach dem zweiten Vormittag in Argentinien liegt Jari-Matti Latvala weiter an der Spitze, Sebastian Ogier ist neuer Zweiter vor Petter Solberg - Sebastien Loeb holt auf

Ford-Pilot Jari-Matti Latvala muss am heutigen Samstag zwar als Erstes auf die Pisten der Rallye Argentinien. Doch der Finne konnte seinen Vorsprung bisher weitgehend halten und die Führung verteidigen. Nach dem zweiten Vormittag hat Latvala noch ein Polster von 17,8 Sekunden auf die Verfolger. Neuer Zweiter ist Citroen-Werkspilot Sebastien Ogier, der Privatier Petter Solberg auf den dritten Platz verdrängen konnte.

Solberg hat nach elf absolvierten Wertungsprüfungen einen Rückstand von drei Sekunden auf Ogier. Weitere 19,7 Sekunden dahinter folgt Mikko Hirvonen im zweiten Werksford auf Platz vier. Citroen-Star Sebastien Loeb holt auf, seine Ein-Minuten-Strafe von gestern wurde aber noch nicht zurückgenommen. Loeb holte in drei der vier Prüfungen des Samstagsvormittags die Bestzeit und verringerte seinen Rückstand auf Hirvonen auf 26,2 Sekunden.

Für Spitzenreiter Latvala begann der Samstag mit einer Schrecksekunde. In der ersten Prüfung am Morgen hatte er die Straßenbreite falsch eingeschätzt, konnte aber seinen Fiesta gerade noch auf der Straße halten und einen Mauerkuss vermeiden. Unterdessen verlor Solberg in dieser Prüfung durch einen Dreher Zeit. Das ermöglichte Ogier, der auf dem Schotter-Asphalt-Mix die Bestzeit fuhr, den zweiten Platz zu übernehmen.

Danach musste Latvala seiner Rolle als Straßenfeger Tribut zollen, und er verlor gegenüber seinen Verfolgern an Boden. Zwischenzeitlich hatte er nur noch 15 Sekunden Vorsprung. Doch mit der zweitschnellsten Zeit in der elften Wertungsprüfung vergrößerte er das Polster wieder etwas.

"Es lief nicht ganz so gut, wie ich erhofft hatte. In der ersten Prüfung habe ich einige Fehler gemacht, in der zweiten auch", berichtet Latvala vor dem Mittagsservice. "Ansonsten war der Morgen okay, aber ich wusste, dass ich Zeit verlieren würde, weil viel loser Staub auf der Piste liegt. Heute Nachmittag muss ich pushen, das ist das Einzige, was ich tun kann!"

Unterdessen hat Ogier keinen Grund zur Klage: "Es war okay. Ich bin mit meiner Performance zufrieden. Und ich bin bereit zu pushen." Ob er allerdings im Fall der Fälle freiwillig die Führung übernimmt und Morgen als Erster auf die Piste geht, weiß der Citroen-Pilot noch nicht: "Ich werde Druck machen, und dann sehen wir, was passiert."

Solberg hatte eigentlich auch einen guten Morgen, aber: "Ich habe zwei Ersatzräder dabei. Und das ist keine gute Idee, weil ich dadurch ein bisschen Zeit verliere. Und an manchen Stellen hatte ich wirklich Probleme. Ich versuche alles. Vielleicht finden wir im Service etwas."

Ford-Pilot Hirvonen muss seinen Blick nun nicht nur nach vorn auf die Top 3, sondern auch nach hinten auf Loeb richten. "Ja, er fährt ziemlich schnell", weiß der Finne. Doch Hirvonen hatte ein ganz eigenes Problem: Er glaubt, dass ein Zuschauer etwas auf die Piste geworfen hat, was seine Hinterradaufhängung beschädigt hat. "Es hat nicht viel ausgemacht, ich bin nur in Rechtskurven etwas mehr gerutscht, aber das war definitiv etwas von den Zuschauern", mutmaßt er.

Rekordweltmeister Loeb hatte sich am Morgen entschieden, gebrauchte Reifen aufzuziehen. Doch das erwies sich als falsche Taktik. Danach änderte der Citroen-Pilot seine Strategie und startete mit drei Bestzeiten eine Aufholjagd: "Diese Prüfungen waren dann sehr gut. Ich habe am Morgen mit den gebrauchten Reifen einen dummen Fehler gemacht. Aber danach konnte ich richtig pushen, da hat alles gut gepasst. Aber wir liegen zu weit zurück." Ob zumindest das Podium für ihn noch in Reichweite ist, weiß Loeb nicht: "Ich muss einfach weiter pushen. Ich habe das noch nicht genau durchgerechnet. Ich kann nur pushen, und dann werden wir sehen."

Auf dem sechsten Platz folgt weiter Stobart-Pilot Mads Östberg. Munchi's-Lokalmatador Federico Villagra ist nun Siebter, da Matthew Wilson im zweiten Stobart-Ford wegen eines Reifenschadens Zeit verloren hat. Der Brite ist nun Achter vor den beiden P-WRC-Piloten Hayden Paddon und Patrik Flodin (beide Subaru Impreza). Das deutsche Duo Armin Kremer und Klaus Wicha liegt im Mitsubishi Lancer auf Rang 13. Ken Block (Monster) ist am Vormittag wegen eines technischen Defekts ausgeschieden.

Zwischenstand nach SS11 (Top 10):

01. Jari-Matti Latvala (Ford) - 2:34:45.1 Stunden
02. Sebastien Ogier (Citroen) +17.8 Sekunden
03. Petter Solberg (PSWRT) +20.8
04. Mikko Hirvonen (Ford) +40.5
05. Sebastien Loeb (Citroen) +1:06.7 Minuten
06. Mads Östberg (Stobart) +3:54.2
07. Federico Villagra (Munchi's) +4:42.0
08. Matthew Wilson (Stobart) +5:31.8
09. Hayden Paddon (Subaru Impreza) +16:55.5
10. Patrik Flodin (Subaru Impreza) +25:27.3

Fotoquelle: Ford

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