Sebastien Loeb feierte in Argentinien einen nicht ganz erwarteten Rallyesieg

Rallye 2011

— 30.05.2011

Loeb: "Ich glaubte, keine Chance zu haben"

Nach einer Zeitstrafe war Sebastien Loeb auf Schadensbegrenzung aus, startete aber voll durch und holte sich doch noch den Argentinien-Sieg

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt: Sebastien Loeb war am Freitag nach einer Strafe eigentlich schon auen vor, konnte am Samstag und Sonntag aber dennoch in die Entscheidung der Rallye Argentinien eingreifen. Mehr noch - der franzsische Rekordchampion setzte sich sogar gegen smtliche Rivalen durch und siegte einmal mehr. Entsprechend gro war die Erleichterung bei Loeb, zumal er seine WM-Fhrung ausbauen und seine Gegner wieder mal das Frchten lehren konnte.

Frage: "Sebastien, am Freitag hattest du dir eine Zeitstrafe eingefangen, am Sonntag konntest du deinen 65. Sieg in der Rallye-WM feiern. Httest du nach dem Freitag damit gerechnet?"
Sebastien Loeb: "Du kannst natrlich immer darber nachdenken, was du erreichen willst. Nach unserer Strafe erkannten wir den Rhythmus der anderen Fahrer. Wir legten bei jeder Prfung die gleiche Gangart an den Tag und ich glaubte, keine Chance auf den Sieg zu haben."

"Mein Ziel war daher, meine Vorderleute einzufangen. Zu dieser Zeit war Mikko (Hirvonen; Anm. d. Red.) direkt vor mir klassiert. Ich machte ab Freitagnachmittag einfach maximal Druck und bin rckblickend auch sehr froh darber. Unser Vorsprung im Ziel betrug unterm Strich nmlich zwei Sekunden. Es machte sich also bezahlt, dass wir stndig ans Limit gingen. Es ist ein groartiger Sieg."

Frage: "Sprechen wir ber die erste Prfung am Sonntag. Wie sehr machtest du auf diesem Abschnitt Druck?"
Loeb: "Ich begann den Tag damit, nicht so aggressiv zu fahren wie am Samstag. Bei der ersten Zwischenzeit lag ich 1,6 Sekunden hinter Mikko zurck. Ich sagte mir: 'Okay, jetzt musst du aber aufwachen und loslegen.' Es gab ein bisschen Nebel und die Bedingungen waren recht schwierig."

"Ich versuchte mein Bestes, doch wir fuhren immer die gleichen Zwischenzeiten wie Mikko. Erst am Ende der Prfung konnten wir einen kleinen Unterschied machen. Es waren 48 knifflige Kilometer. Wir hatten alle nur denkbaren Verhltnisse. Am Anfang war es ungeheuer hart, zwischendurch war es nass und fr einige Kilometer hatten wir Nebel. Es war eine wirklich lange Prfung."

Frage: "Wann war dir klar, dass du diesen Event gewinnen knntest?"
Loeb: "Als ich Sebs Problem erkannte und seine Zeit sah, war es fr normal. Ich glaubte, dass er etwas Tempo herausnehmen wrde."

"Ein Journalist sagte mir dann, er htte einige Schwierigkeiten und habe langsam machen mssen. Wir wussten ber seine Probleme mit der Servolenkung. 20 Sekunden ohne Servolenkung knnen einen Unterschied machen. Fr mich vernderte sich dadurch rein gar nichts, denn ich befand mich im Duell mit Mikko. Ich konnte nur Druck machen und sehen, was dabei herauskam."

Frage: "Im Hinblick auf die Gesamtwertung war dieser Sieg beraus wichtig..."
Loeb: "Na klar. Es ist besser, zu siegen als hinten zu liegen. Wir waren nmlich drauf und dran, hinter unseren beiden Hauptrivalen dieses Jahres einzulaufen. Letztendlich holten wir doch mehr Punkte als sie und konnten unseren Vorsprung auf Mikko ausbauen. Er liegt trotzdem nur 13 Punkte zurck, Seb rangiert 30 Zhler hinter uns. Wir sind zufrieden mit diesem Ergebnis."

Fotoquelle: GEPA/Red Bull

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