Mikko Hirvonen hat Bedenken, mit Intermediates im starken Regen zu fahren

Rallye 2011

— 15.07.2011

Neue Intermediates: Hirvonen hat Bedenken

Bei der Deutschland-Rallye kommen erstmals die Reifen für Mischbedingungen zum Einsatz, doch Mikko Hirvonen fürchtet um die Sicherheit im Regen

Bei der Deutschland-Rallye im August kommen erstmals die Intermediate-Reifen von Michelin für teilweise trockene, teilweise nasse Bedingungen zum Einsatz. Das Reglement schreibt vor, dass bei Asphaltläufen nur ein Reifenprofil gefahren wird - und das werden in Deutschland eben die Intermediates sein. Denn Mischbedingungen sind rum um Trier immer zu erwarten. Ford-Werkspilot Mikko Hirvonen hat die Reifen getestet und findet sie gar nicht so schlecht. Aber: Er hat massive Sicherheitsbedenken, falls es stärker regnet.

"Der Test war ganz gut, denn wir hatten unterschiedliche Bedingungen. Am ersten Tag war es sehr rutschig mit viel Regen und teilweise wirklich rutschigem Asphalt, und am zweiten Tag hat es abgetrocknet", berichtet Hirvonen gegenüber 'Autosport'. "Ich bin froh, dass ich so damit gefahren bin. Aber es ist kein Regenreifen. Falls es in Deutschland stark regnet, dann wird es unmöglich sein, schnell zu fahren."

Denn sobald man im starken Regen schnell fahre, drohe sofort Aquaplaning, erklärt der Ford-Finne: "Das ist nicht sicher. Bei solchen Bedingungen sollte man uns erlauben, die Reifen nachzuschneiden oder Regenreifen zu benutzen. Bei feuchten Bedingungen ist der Reifen perfekt. Aber im Moment sind die Regeln nicht für Regen gemacht." Und dass es in Deutschland im August auch einmal stark regnen kann, habe die Vergangenheit gezeigt, so Hirvonen. Er hoffe deshalb, dass das Wetter rund um Trier sich so gestaltet wie bei den jüngsten Auflagen der Deutschland-Rallye, wo die WRC-Crews von starkem Regen verschont blieben.

Michelin-Renndirektor Nick Shorrock hat ein offenes Ohr für Hirvonen. Doch er betont, dass das aktuelle Reglement, das einen Reifen für nassen und trockenen Asphalt vorschreibt, eben den Intermediate-Reifen nötig gemacht hat. "Falls es Bedenken gibt, können wir darüber beim nächsten Treffen der WRC-Kommission sprechen", so Shorrock. "Aber wenn wir über das Nachschneiden reden, dann müssen wir wissen, wer das machen wird. Wo wird man es machen? Wie tief werden die Schnitte sein? Wo am Reifen werden die Schnitte sein? Und welchen Fahrern wird das Nachschneiden erlaubt?"

Man habe zwar einen Reifen entwickelt, der dem Reglement entspricht, aber man werde über diese Themen sprechen, so Shorrock weiter: "Für Michelin hat die Sicherheit oberste Priorität, egal in welcher Serie."

Fotoquelle: xpb.cc

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