In Zukunft werden die Rallye-Boliden in neuen Ländern um die Kurven driften

Rallye 2011

— 10.08.2011

Die Rallye-WM will globaler werden

Die Rallye-WM will in den kommenden Jahren neue Märkte erschließen - Russland und Brasilien gelten als heiße Kandidaten

Seit Jean Todt FIA-Präsident ist, befindet sich die Rallye-WM im Umbruch. Der Franzose möchte längere Rallyes, aber jede Veranstaltung soll auch seinen eigenen Charakter bekommen. Derzeit ist Europa noch das Herzstück der Meisterschaft. Auch im kommenden Jahr werden neun der 13 Rallyes auf dem alten Kontinent stattfinden. Das wird sich aber in Zukunft ändern, denn die Serie soll neue Märkte erschließen. Die Formel 1 hat es vorgemacht. Neun von 19 Kursen befinden sich in Europa, der Rest ist um den Globus verstreut. In naher Zukunft könnten Sebastien Ogier und Co. in Russland und in Brasilien Gas geben.

"Es ist nur logisch, dass sich eine WM möglichst global präsentiert", wird Simon Long, der Geschäftsführer von Promoter North One Sport, vom 'Rallye-Magazin.de' zitiert. "Im Herbst wollen wir der Rallye-WM-Kommission der FIA unsere Idee für 2013 unterbreiten. Nach gründlicher Prüfung könnte die Kommission den Kalendervorschlag dann dem FIA-Weltrat vorlegen und dieser ihn noch am Jahresende verabschieden." Man hat mit dem frühen Termin etwas gelernt, denn die Hersteller waren mit den ersten Vorschlägen für 2012 nicht sehr zufrieden.

Die europäischen Veranstalter kommen unter Druck. So wurden bereits Stimmen laut, dass Frankreich und Deutschland abwechselnd gefahren werden sollten, weil die beiden Veranstaltungen geographisch nahe beisammen liegen. In Sardinien hätte in diesem Jahr eigentlich zum letzten Mal gefahren werden, doch im letzten Moment rutschte die Veranstaltung noch in den Kalender. Schweden und Norwegen werden in Zukunft ihre Kooperation vertiefen.

Großbritannien ist allerdings ein großer Wackelkandidat. "Sollte von der Insel kein tragendes Konzept für die Zukunft kommen, wird die Luft dünn - Tradition hin oder her", sagt Long. Die Veranstalter blicken bereits auf 2013, doch noch fehlen ein neuer Austragungsort und die Finanzierung. "Auch bei sechs oder sieben Rallyes bleibt Europa das Herz der Rallye-WM."

In Zukunft sollen neue Märkte erschlossen werden. Abu Dhabi war bereits für 2012 vorgesehen, flog aber doch noch aus dem Kalender. Ob in Zukunft dort gefahren wird, ist sehr unwahrscheinlich. Dafür zeichnen sich Läufe in Russland und Brasilien ab 2013 ab. "Ich war schon mehrmals dort und sehe gute Möglichkeiten", meint Long. Volkswagen kehrt ab 2013 in die WM zurück. Eine Rallye in Südamerika ist für den deutschen Konzern eine willkommene Gelegenheit, denn VW engagiert sich dort stark.

Long wird auch mit einer Delegaton von North One Sport nach Russland reisen. "Ein interessanter Markt mit guter Struktur. Zudem gibt es dort Veranstalter, die schon etwas Erfahrung haben. Das könnte einer der ersten neuen Standorte werden, aber auch der mittlere Osten bleibt ein wichtiges Thema. Klar ist auch, dass jeder WM-Lauf zuerst eine Kandidatur-Rallye veranstalten muss. Deshalb denke ich, dass Afrika, China, Indien oder Nordamerika wohl erst etwas später mit von der Partie sein werden."

Fotoquelle: Ford

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