Sebastien Loeb sah letztlich keinen Grund, Citroen zu verlassen

Rallye 2011

— 18.08.2011

Loeb: "Es war eine schwierige Entscheidung"

Sebastien Loeb sieht sich im Rallyesport noch nicht am Ende seiner Laufbahn angekommen - Keine Gründe für einen Teamwechsel

Mit seiner Vertragsverlängerung bei Citroen hat Weltmeister Sebastien Loeb gleich zwei große Entscheidungen auf einmal getroffen. Zum einen entschied er sich dazu, trotz zahlreicher Angebote aus dem Rundstreckensport, seine Karriere in der Rallye-Weltmeisterschaft fortzusetzen. Zum anderen bedeutet Loebs erneutes Bekenntnis zu Citroen, dass der lange Zeit im Raum stehende Wechsel zu Volkswagen nun ebenfalls vom Tisch ist.

"Es war eine schwierige Entscheidung", sagt Loeb im Interview mit 'Autosport'. Er habe sich im Laufe dieser Saison verstärkt nach Alternativen außerhalb des Rallyesports umgesehen, wie beispielsweise in der WTCC. Doch letztlich habe die Erkenntnis den Ausschlag gegeben, dass er wisse, wozu er im Rallyesport fähig ist. "Ich bin nach wie vor konkurrenzfähig, also ist es vielleicht zu früh, aufzuhören."

Die Tatsache, dass sich Citroen sehr um eine Vertragsverlängerung mit ihm bemüht habe, hat Loeb ebenfalls gefallen. "Citroen hat mir gezeigt, dass sie unbedingt mit mir weitermachen wollen, und glücklich sind, mit mir zusammenzuarbeiten. Ich weiß zudem, dass ich ein gutes Team habe, ein gutes Auto - im Moment ist es die Referenz. Ich habe keinen Grund zu wechseln", findet Loeb.

Angesichts der großen Rivalität zu seinem zehn Jahre jüngeren Teamkollegen Sebastien Ogier überrascht Loebs Entscheidung dennoch ein wenig. Schließlich hätte der Rekordchampion dem aufstrebenden Konkurrenten mit einem Wechsel zu VW aus dem Weg gehen können - erneuter Nummer-eins-Status innerhalb des Teams inklusive.

Doch Loeb argumentiert anders. "Wenn ich in einem anderen Team weitergemacht hätte, wäre es dasselbe gewesen, denn Ogier wäre dann auch ein Konkurrent gewesen", sagt der Elsässer. Nachdem ihm klar wurde, dass er seine WRC-Karriere fortsetzen möchte, habe er auch gewusst, dass er so oder so gegen Ogier antreten müsse. "Bei Citroen habe ich das gleiche Auto wie Ogier. Ich weiß, was ich habe, und ich weiß, dass ich gegen ihn kämpfen kann wie dieses Jahr."

Der neue Vertrag mit Citroen gilt bis Ende 2013, Loeb wird dann 39 Jahre alt sein. Was danach kommt, wisse er noch nicht. "Mir ist es lieber, die Möglichkeit zu haben aufzuhören, wann ich es will." An eine Fortsetzung seiner Karriere über 2013 könne derzeit ebenso wenig denken wie an einen Einsatz beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans im kommenden Jahr.

Fotoquelle: Red Bull/GEPA

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