Rallye Deutschland: Kris Meeke hatte am Freitag seinen Spaß

Rallye 2011

— 20.08.2011

Guter Auftakt für MINI in Deutschland

Dani Sordo steuert seinen MINI am ersten Tag in Deutschland auf den starken vierten Rang - Chris Meeke mit "einem Grinsen unter dem Helm" unterwegs

Das MINI WRC Team hat den ersten Tag der Rallye Deutschland auf den vielversprechenden Plätzen vier und fünf im Gesamtklassement abgeschlossen. Auf jeder der sechs Wertungsprüfungen am Freitag fuhren Dani Sordo und Carlos del Barrio im MINI John Cooper Works WRC mit der Nummer 37 sowie Kris Meeke und Paul Nagle im Schwesterauto mit der Startnummer 52 konkurrenzfähige Zeiten. Das spanische Duo lag nach der letzten Prüfung des Tages 17,3 Sekunden vor seinen Teamkollegen. Dafür war es Meeke, der auf dem vierten Teilstück in die Top 3 vordringen konnte.

Der Tag begann mit hohen Temperaturen und trockenen Bedingungen, ehe auf der zweiten Prüfung der Regen kam. Das Citroen-Duo Sebastien Loeb und Sebastien Ogier entschied sich für die weichere Michelin-Reifenmischung, die den Teams in Deutschland neben der harten zur Auswahl steht. Die anderen Top-Teams wählten hingegen die harten Reifen. Auf den nassen Abschnitten der Prüfung erwies sich diese Wahl für die beiden Franzosen als entscheidender Vorteil.

"Es war ein guter Tag für uns. Das Wetter hat unsere Platzierungen und Leistungen in der Vormittagsschleife stark beeinflusst, insbesondere mit dem Regen auf der zweiten Prüfung. Alle waren auf harten Reifen, nur Citroen entschied sich aufgrund ihrer Wetterinformationen für die weiche Mischung. So haben sie dem Rest des Feldes 30 Sekunden abgenommen. Wir kämpfen nun mit Ford", sagt der Technische Direktor Dave Wilcock.

"Auf der zweiten Schleife haben wir Mikko Hirvonen gejagt. Beide Ford bekamen Probleme, und wir befinden uns als Vierte und Fünfte nun in einer recht guten Ausgangslage. Mit der Leistung des MINI in Asphalt-Spezifikation sind wir sehr zufrieden. Das macht uns zuversichtlich für den Rest der Rallye. Ich bin sicher, dass die morgigen Prüfungen Dani liegen werden. Und auch Kris ist optimistisch. Er hatte ein kleines Problem mit der Benzinzufuhr. Wir haben aber alle nötigen Teile getauscht. Die Schwierigkeiten sollten damit für morgen beseitigt sind."

"Ich bin sehr zufrieden, denn die Performance des MINI bei dieser Rallye ist wirklich gut. Platz vier ist nicht so schlecht", sagt Sordo. "Um ehrlich zu sein, hätte ich nicht damit gerechnet, dass wir nach dem ersten Tag auf dieser Position liegen würden. Am Vormittag lagen die Zeiten alle sehr eng beieinander. Später wurden die Abstände dann größer. Das liegt aus meiner Sicht daran, dass alle aufgewacht sind und besser mit dem Asphalt hier zurechtkommen. Wir müssen etwas am Untersteuern in den Kurven arbeiten. Insgesamt liegen wir aber richtig gut, es ist schließlich erst unsere dritte Rallye. Die Citroën-Fahrer sind sehr schnell. Kris und ich werden aber weiterhin alles geben. Das Team hat heute tolle Arbeit geleistet."

"Diese Rallye hat heute großen Spaß gemacht, und ich bin mit einem Grinsen unter dem Helm unterwegs gewesen. Ich habe diese Veranstaltung schon immer sehr gemocht und in den Nachwuchsklassen gut abgeschnitten. Nun bin ich zum ersten Mal mit einem WRC-Auto hier am Start - und alles kommt etwas schneller auf dich zu", meint Meeke. "Am Morgen war ich an manchen Stellen nicht ganz zufrieden. Dann gab es noch die Prüfung bei feuchten Bedingungen, die wir auf harten Reifen bestritten haben, was nicht ganz so einfach war. Ich kam jedoch schnell immer besser zurecht und war happy."

"Auf der zweiten Nachmittagsprüfung trat ein kleines Problem auf. Der Motor begann gegen Ende des Teilstücks auszusetzen. Beim starken Bremsen schaltete er dann sogar ganz ab, so dass ich mich drehte und sechs oder sieben Sekunden verlor. Alles in allem war unsere Pace heute aber sehr ermutigend. Mit den Zeiten im Bereich der Top 3 zu liegen, gibt großes Selbstvertrauen. Wir haben einen 45-minütigen Service. Also machen wir uns jetzt an die Arbeit, um das Problem abzustellen. Auf der letzten Prüfung war es verschwunden."

Nach den ersten sechs Prüfungen und 133 Wertungskilometern erwarten die Crews am Samstag acht weitere Teilstücke und 150 Kilometer. Vor ihnen liegt unter anderem die anspruchsvolle und 34,18 Kilometer lange Prüfung "Panzerplatte" auf dem Panzerübungsgelände in Baumholder. Dieser Abschnitt wird zwei Mal gefahren. In der Vergangenheit ist dort bei dieser Rallye bereits mehrere Male die Vorentscheidung zum späteren Ausgang gefallen.

Fotoquelle: xpb.cc

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