Sebastien Ogier verwaltete seinen Vorsprung in den nassen Prüfungen

Rallye 2011

— 21.08.2011

SS17-18: Ogier auf dem Weg zum Sieg

Trotz zweier Bestzeiten von Sebastien Loeb steht Sebastien Ogier vor dem Sieg bei der Rallye-Deutschland - Technischer Defekt bei MINI-Pilot Kris Meeke

Pünktlich zur Mittagspause begann es zu regnen und die Piloten standen in den Prüfungen 17 und 18 vor einer neuen Herausforderung. Weltmeister Sebastien Loeb fuhr zwei Bestzeiten und konnte den Rückstand auf seinen Citroen-Teamkollegen Sebastien Ogier auf 41,8 Sekunden verkürzen. Da nur noch die Power Stage auf dem Programm steht, ist die Entscheidung um den Sieg praktisch gefallen. MINI-Pilot Dani Sordo verteidigte seinen dritten Platz, während sein Kollege Kris Meeke mit technischem Defekt weit zurückfiel.

Der Regen sorgte in der 17. Sonderprüfung für nasse Straßen, auf denen viele Pfützen standen. Die Bestzeit sicherte sich Loeb. Auf Ogier machte der Weltmeister 15 Sekunden gut. "Die Bedingungen waren okay. Ich versuche ein bisschen Druck auf ihn auszuüben. Ich bin eine Minute hinten, also brauchen wir keine Teamorder", sagt Loeb zu diesem Thema. "Jeder fährt so, wie er sich bei diesen Bedingungen wohl fühlt."

Ogier fuhr die sechstschnellste Zeit und ging es vorsichtig an. "Es war nicht leicht. Ich bin keine Risiken eingegangen und langsam gefahren. Die Straßen sind etwas rutschig." Sein Vorsprung ist auf 45,8 Sekunden geschmolzen. Es fiel auch eine Vorentscheidung um den dritten Platz. Sordo war um fünf Sekunden schneller als Mikko Hirvonen (Ford), der sich für die sicheren Punkte für Rang vier entschieden hat.

"Ich habe es zu Beginn probiert, aber wir haben nicht wirklich Zeit auf ihn aufgeholt", sagt der Finne. "Gegen Ende habe ich eine Abzweigung überschossen. Mit großem Risiko hätte ich vielleicht eine Chance gehabt, aber ich werde jetzt die Punkte mitnehmen." Somit ist Sordo auf dem Weg zum ersten Podestplatz für MINI.

"Man muss bei diesen Bedingungen aufpassen, weil man das Limit nicht kennt", sagt der Spanier. "Wir haben beim Service die Reifen gewechselt und die Abstimmung etwas für den Regen angepasst." Petter Solberg (Citroen) verteidigte den fünften Platz gegen Meeke. Der zweite MINI-Pilot wollte keine unnötigen Risken eingehen. "Ich bin vorsichtig gefahren, denn die gesamte Rallye über habe ich kleine Fehler gemacht. Bei diesen Bedingungen kann ein kleiner Fehler das Ende bedeuten."

Kimi Räikkönen kam mit einem Reifenschaden vorne links über die Linie. "Etwa acht Kilometer vor dem Ziel ist es gebrochen. Wir haben nichts berührt und ich weiß nicht warum das passiert ist." Trotz des Problems behauptete der Formel-1-Weltmeister von 2007 die siebte Position. Henning Solberg (Ford), Armindo Araujo (MINI) und Peter van Merksteijn jun. (Citroen) komplettierten die Top 10 der Gesamtwertung.

Meeke bleibt am Straßenrand stehen

Bevor zum Abschluss die Power Stage in Trier auf dem Programm stand, musste noch einmal die "Moselwein" genannte Prüfung über 15,12 Kilometer absolviert werden. Loeb nahm Ogier weitere vier Sekunden ab, doch mit einem Vorsprung von 41,8 Sekunden war die Entscheidung gefallen. Ogier ging es vorsichtig an und ist auf dem Weg zu seinem ersten Asphaltsieg.

Loeb hat sich mit der Niederlage abgefunden. "Es gibt keinen Grund voll anzugreifen. Die Straße trocknet auf, weshalb es nicht mehr so rutschig ist. Wir müssen versuchen drei Punkte in der Power Stage zu holen." Diesen Plan hat auch Hirvonen, der in der Gesamtwertung auf dem vierten Platz liegt.

MINI-Pilot Sordo war nur eine Zehntelsekunde langsamer und festigte seinen Podestplatz. "Diese Prüfung war ruhig und langsam. Es war sehr schmutzig und rutschig. Der Vorsprung auf Mikko ist groß." Hirvonen sieht das genauso. "Wir sind so weit hinter Dani, dass wir gar nicht angegriffen haben." 31 Sekunden beträgt die Lücke zwischen den beiden Piloten.

Während bei Sordo alles passte, schlug die Defekthexe bei seinem Teamkollegen zu. Meeke verlor Motorleistung und blieb stehen. Den fünften Platz sicherte dadurch Petter Solberg ab. "Ich habe Meeke am Straßenrand gesehen. Bei einer Abzweigung bin ich geradeaus gefahren und habe viel Zeit verloren. Auf der Bremse ist es sehr rutschig. In der Power Stage werde ich alles geben."

Räikkönen gewann eine Position und liegt vor der abschließenden Prüfung auf Rang sechs. "Die Bedingungen waren sehr knifflig. Wir werden jetzt sehen, wie die Power Stage läuft." Im Vorjahr hat der Finne die Spezialprüfung gewonnen. Es war damals sein erster Sieg in der Rallye-WM.

Henning Solberg verbesserte sich mit seiner österreichischen Co-Piloten Ilka Minor auf Platz sieben. "Ich muss noch lernen mit diesen weichen Reifen zu fahren." Ebenfalls Probleme mit den Pneus hatte Jari-Matti Latvala (Ford). "In der vorangegangenen Prüfung handelte ich mir einen Reifenschaden ein. Ich war jetzt vorsichtig. Ich weiß nicht, warum soviel an einem Wochenende schief gehen konnte Unser Tempo ist aber gut."

Aufgrund zahlreicher Probleme im Verlauf der drei Tage war Latvala aus den Punkterängen gefallen. Die Plätze acht bis zehn belegen Araujo, van Merksteijn jun und Dennis Kuipers (Ford). In der SWRC-Wertung führ Ott Tänak komfortabel vor Dakar-Sieger Nasser Al Attiyah. Bester Deutscher ist Christian Riedemann mit seinem Skoda Fabia S2000 des volkswagen-Teams als 15.

Gesamtwertung nach 18 von 19 Sonderprüfungen (Top 10):

01. Sebastien Ogier (Citroen) 3:28:56,5 Stunden
02. Sebastien Loeb (Citroen) +41,8 Sekunden
03. Dani Sordo (MINI) +1:52,1 Minuten
04. Mikko Hirvonen (Ford) +2:23,1
05. Petter Solberg (Citroen) +3:47,0
06. Kimi Räikkönen (Citroen) +7:18,5
07. Henning Solberg (Ford) +7:42,0
08. Armindo Araujo (MINI) +9:22,5
09. Peter van Merksteijn jun. (Citroen) +9:54,0
10. Dennis Kuipers (Ford) +10:03,5

Fotoquelle: Red Bull/GEPA

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