Henning Solberg fuhr als bester Stobart-Pilot auf Rang sieben

Rallye 2011

— 22.08.2011

Stobart: Harte Tage rund um Trier

Henning Solberg wurde als Bester der vier Stobart-Piloten Siebter, Lokalmatador Aaron Burkart nach vielen Problemen auf Platz 23

Die Stobart-Mannschaft ist bei der Rallye Deutschland gleich mit vier Ford Fiesta RS WRC an den Start gegangen. Neben den Stammpiloten Henning Solberg, Matthew Wilson und Mads stberg war auch Lokalmatador Aaron Burkart dabei. Er fuhr zum ersten Mal im Fiesta WRC. Doch alle vier lernten die Weinbergrallye von ihrer tckischen Seite kennen.

Am Ende belegte Henning Solberg als bester Stobart-Pilot mit seiner sterreichischen Beifahrern Ilka Minor den siebten Platz. Wilson hatte mit einer Reihe von Rckschlgen zu kmpfen und kam als Zwlfter ins Ziel. Burkart hatte an den ersten beiden Rallyetagen gleich mehrere Probleme, kam aber schlielich durch und belegte Rang 23. Fr stberg war die Rallye am Sonntag jedoch vorzeitig beendet, nachdem er eine Mauer gerammt hatte.

Solberg hatte vor der Rallye Deutschland keine Gelegenheit zu testen, gewhnte sich jedoch recht schnell daran, mit dem Fiesta RS WRC auf Asphalt zu fahren. Allerdings hatte er am Samstag mit Brems- und Lenkungsproblemen zu kmpfen. Am Sonntag gab es zudem auch noch Schwierigkeiten mit der Handbremse. Damit hatte er keine Chance mehr, noch einen Platz gutzumachen. Mit Platz sieben ist der Norweger aber recht zufrieden.

"Asphalt war noch nie mein Lieblingsbelag, aber ich freue mich ber Platz sieben", bilanziert Solberg. "Es war nicht einfach, wir hatten einige kleinere Probleme mit dem Auto. Am Sonntag bin ich mit meinen Bremsen besser zurechtgekommen - am Freitag und Samstag war es schwierig, die richtige Balance zu finden, und sie haben immer berhitzt. Jetzt muss ich mich auf Australien konzentrieren. Dort mchte ich in die Top 5 kommen. An diesem Wochenende wre es schwierig gewesen, aber dort kann ich das schaffen."

Teamkollege Wilson haderte am Freitag mit seiner Abstimmung. Am Samstag rammte er zunchst einen kleinen Baum und hatte dann beim Sprung auf der Panzerplatte eine unsanfte Landung. Mit Schmerzen in Brust und Rcken kmpfte er sich weiter durch den Nachmittag, und am Sonntag sicherte sich Wilson seinen zwlften Platz.

"Es war ein schwieriges Wochenende, und ich bin ein bisschen frustriert", rumt Wilson ein. "Das Positive ist, dass wir es bis ins Ziel geschafft und eine Menge gelernt haben. Jetzt freue ich mich darauf, nchsten Monat in Australien wieder auf Schotter zu fahren. Die Route ist nagelneu, also werden die Prfungen fr alle eine neue Herausforderung."

Lokalmatador Burkart startete gut in seinem Heimlauf, am Freitagabend musste er jedoch vorzeitig aufgeben, nachdem ein Stein die Bremsleitung seinen Fiesta beschdigt hatte. Am Samstag ging er mit Beifahrer Andre Kachel unter SupeRally-Bedingungen wieder an den Start. Zwar musste das deutsche Duo nun mit einem Problem mit der Antriebswelle kmpfe, es konnte sich aber wieder bis auf Platz 35 verbessern. Am Sonntag kam in der abschlieenden Power Stage noch ein Reifenschaden dazu, doch Burkart und Kachel konnte die Zielrampe auf Platz 23 passieren.

"Ein Teil von mir lchelt, und der andere Teil weint", bilanziert Burkart. "Ich bin zwar mit dem Verlauf der Rallye eigentlich zufrieden, aber wir hatten kleinere Probleme, die sich auf unser Endergebnis ausgewirkt haben. Doch es hat mir wirklich Spa gemacht, mit diesem Auto zu fahren. Generell haben wir gutes Feedback bekommen, und ich war mit meinen Zeiten zufrieden. Alles in allem war es ein gutes Wochenende, und ich freue mich natrlich auch sehr darber, bei meiner Heimrallye ins Ziel gekommen zu sein.

Teamkollege stberg sah die Zielrampe dagegen nicht. Schon am ersten Tag beschdigte er sich bei einem Ausritt die Aufhngung und verlor ber acht Minuten. Von da ab sah der 23-Jhrige die Rallye als Testlauf, um mehr Erfahrung auf Asphalt zu sammeln. Am Samstag wurde er durch zwei Reifenschden weiter ausgebremst, und am Sonntag endete seine Rallye vorzeitig in einer Mauer.

"Das Wochenende ist nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe", seufzt stberg. Der Unfall am Sonntag sei aufgrund eines seltenen Fehlers im Aufschrieb passiert: "Wir hatten zwei aufeinanderfolgende schnelle Kurven, und dann bin ich mit Vollgas im fnften Gang durch die Linkskurve. Wir hatten keine Chance: Erst haben wir einen Randstein gerammt und uns dabei beide Vorderrder abgerissen, und dann sind wir in die Mauer gekracht. Eigentlich bin ich froh, dass wir den Randstein getroffen haben, denn das hat uns auf der Strae gehalten - auf der anderen Seite ging es steil nach unten. Der Aufprall war wirklich heftig, und es war ein teurer Crash. Aber es geht uns beiden gut, und das ist das Wichtigste."

Fotoquelle: Stobart

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