Kehrt Sebastien Ogier Citroen den Rücken? Bei den Franzosen gibt es Ärger

Rallye 2011

— 25.08.2011

Provoziert Ogier einen Wechsel zu Ford?

Sebastien Ogier geht auf Konfrontation mit Citroen - Der Sieger der Deutschland-Rallye wäre bei Ford jederzeit willkommen

Die Debatte um die Citroen-Stallorder bei der Deutschland-Rallye ist auch nach dem Sieg von Sebastien Ogier noch nicht beendet. Eigentlich hätte der 27-Jährige am vergangenen Wochenende allenfalls Zweiter werden dürfen - hinter seinem oft übermächtigen Teamkollegen Sebastien Loeb, der seinen Vertrag bei Citroen erst kurz vor dem Start der Rallye um zwei Jahre verlängert hatte.

In den Tagen rund um Trier drängte sich der Verdacht auf, dass die Citroen-Bosse Loeb nicht nur mit Geld und warmen Worten vom Bleiben überzeugt haben könnten. Offenbar sicherte Loeb auch eine gewisse Vorzugsbehandlung innerhalb des Teams. Jean-Marc Gales, Vorstandsmitglied bei der Citroen-Mutter PSA Peugeot Citroen, widerspricht dieser These nicht.

"Sebastien Loeb und Citroen sind wie Paris und der Eiffelturm - sie gehören zusammen", wird Gales von 'Autosport' zitiert. "Ich habe mich persönlich um ihn gekümmert. Wir haben uns in den vergangenen Wochen mehrmals getroffen. Mehr als das werde ich aber nicht preisgeben."

Ogier hatte vor der Deutschland-Rallye Loebs Vertragsverlängerung offiziell als "gute Sache" bezeichnet. Aber nach der Stallorder-Affäre wurde der Citroen-Kronprinz sauer. "Was ich nicht akzeptieren kann, ist, dass er durch seinen neuen Vertrag gewisse Garantien erhält. Sollte es eine neue Richtlinie in Sachen Teamorder geben, will ich das wissen, damit ich eine Entscheidung treffen kann", sagte Ogier gegenüber 'L'Equipe'.

Ford würde für Ogier einen Platz freimachen

Bislang war jeder in der WRC-Szene davon ausgegangen, dass Ogier auch für das kommende Jahr fest bei Citroen unter Vertrag stehe. Doch Ogier wird mit folgenden Worten zitiert: "Vertrag? Was hat das zu bedeuten?" Und auch Gales sagt zu dem Thema lediglich: "Sebastien Ogier hat für dieses Jahr einen Vertrag mit uns. Aber über 2012 und 2013 möchte ich nichts sagen."

Zeichnet sich nun also eine Trennung von Ogier und Citroen zum Jahresende ab? Bei Ford wäre das PSA-Eigengewächs jedenfalls willkommen. "Ja, ich würde mit ihm sprechen", sagt Ford-Teamchef Malcolm Wilson. Der erfahrene Teamboss traut sich zu, einen Heißsporn wie Ogier in seine Mannschaft integrieren zu können. "Ich kenne das und es kann nicht viel schwieriger sein als Carlos [Sainz; Anm. d. Red.] und Colin [McRae] zu managen." Allerdings müsste bei einer Verpflichtung Ogiers entweder Jari-Matti Latvala oder Mikko Hirvonen das Ford-Werksteam verlassen, meint Wilson.

Fotoquelle: xpb.cc

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