Jari-Matti Latvala wird am Sonntag den Straßenfeger in Australien spielen müssen

Rallye 2011

— 10.09.2011

SS17-18: Ford verteidigt souverän die Doppelführung

Nachdem Mikko Hirvonen am Samstag den Straßenfeger bei der Rallye-Australien gespielt hat, wird Jari-Matti Latvala die dritte Etappe als Erster starten

Am Nachmittag der zweiten Etappe verteidigte Ford die Doppelführung bei der Rallye Australien. Jari-Matti Latvala ging es auf der 17. und 18. Sonderprüfung ruhig an und verwaltete seinen Vorsprung. Mikko Hirvonen war erstmals an diesem Tag schneller als sein Teamkollege. Bremstaktiken gab es keine. Latvala wird am Sonntag als Erster mit einem Vorsprung von 22,6 Sekunden auf die Strecken gehen. Citroen-Privatier Petter Solberg liegt eine Minute zurück.

Die Aufholjagd von Citroen ging auf SS17 weiter. Sebastien Ogier fuhr die Bestzeit und war knapp schneller als sein Teamkollege Sebastien Loeb. Damit machte Ogier einen weiteren Rang gut und befand sich schon auf Platz zwölf. An der Spitze änderte sich dagegen der Trend. Hirvonen war erstmals schneller als sein Teamkollege Latvala. Er nahm ihm 3,4 Sekunden ab und verkürzte den Rückstand in der Gesamtwertung auf 22,9 Sekunden.

"Ich gebe alles, um Petter hinter mir zu halten", sagt Hirvonen. "Wir werden sehen, welche Zeit die Leute hinter mir setzen." Solberg war aber keine Gefahr, denn er war um 0,8 Sekunden langsamer als Hirvonen. Sein Citroen war im Ziel leicht beschädigt. "Ich weiß nicht was ich getroffen habe. Ich weiß nicht was passiert ist. Ich habe nichts gespürt. Mit der Zeit bin ich zufrieden."

Latvala ging es etwas vorsichtiger an und verlor etwas Boden, doch noch lief für ihn alles perfekt. "Vielleicht bin ich diese Prüfung etwas zu vorsichtig angegangen. Es gibt keinen Grund, um voll anzugreifen. Deshalb bin ich ruhig gefahren, weil es sehr rutschig war." Den vierten Platz verteidigte Matthew Wilson (Stobart-Ford) souverän. "Es läuft alles gut. Da Hennig (Solberg; Anm. d. Red.) draußen ist, versuchen wir in jeder Prüfung einfach nur das Ende zu erreichen."

SS18: Keine Taktikspielchen

Die 18. Prüfung bestimmte die Startreihenfolge für den folgenden Tag. Am Samstag wurde deutlich, dass das erste Fahrzeug einen deutlichen Nachteil hatte. An der Spitze gab es keine Bremstaktiken. Hirvonen war um drei Zehntelsekunden schneller als Latvala und wird die letzte Etappe am Sonntag als Zweiter starten. Sein Rückstand beträgt 22,6 Sekunden.

"Wir sind immer noch nahe dran. Jari muss morgen die Straßen säubern. Für mich war es ein guter Tag. Wir dürfen aber nicht langsamer fahren, weil Petter morgen wie verrückt angreifen wird", unterschätzt Hirvonen nicht den Kampfgeist des Norwegers. Latvala wird am Sonntag den "Straßenfeger" spielen. "Ich mache mir darüber keine Sorgen. Wir müssen mit beiden Autos auf diesen Positionen ins Ziel kommen. Auf Petter müssen wir aufpassen."

Der Rückstand von Petter Solberg beträgt genau eine Minute. Hat er noch eine Chance auf den Sieg? "Die Reifen waren jetzt schon sehr verschlissen und ohne vordere Stoßstange war es in einigen Kurven sehr knifflig. Mit dem Auto war ich am Nachmittag zufrieden. Morgen kann alles passieren. Man soll niemals nie sagen. Ich werde mein Bestes geben, denn alles ist möglich."

Wilson ging keine Risiken ein, denn dem Briten fehlen fast fünf Minuten auf Solberg, während er drei Minuten vor Khalid Al Qassimi (Ford) liegt. Mit dem vierten Platz würde der Stobart-Pilot sein bestes Ergebnis von Japan 2007 einstellen. "Das wird morgen ein langer Tag, aber es ist toll Vierter zu sein", freut sich Wilson. "Es wäre schön gewesen, wenn ich am Nachmittag angreifen hätte können, aber das wäre eine dumme Entscheidung gewesen."

Al Qassimi würde mit dem fünften Platz das beste Ergebnis seiner Karriere holen. "Ich muss mir überlegen, wie ich mein Tempo erhöhen kann", sagt der Ford-Pilot. "Mir haben die Prüfungen am Nachmittag gefallen. Über den fünften Platz bin ich sehr glücklich." Während sich Wilson und Al Qassimi über das gute Zwischenergebnis freuten, betrieb das Citroen-Duo Schadensbegrenzung.

Diesmal setzte Loeb knapp vor Ogier die Bestzeit. "Ich versuche ein Gefühl für das Auto und einen Rhythmus zu finden, damit ich für morgen vorbereitet bin", schildert der siebenfache Weltmeister. "In der Power Stage wird es anders, weil ich von weit hinten starte. Wir werden sehen, was wir von dort tun können."

Ogier hat größere Chancen auf die Top 10. "Ich glaube, es ist möglich. Wir müssen so weiterfahren. Ich glaube nicht, dass wir morgen bis ans Limit pushen müssen. Wenn wir gut fahren, dann sollte es okay sein." Am Samstag stehen noch zwei Spezialprüfungen in Coffs Harbour statt.

Gesamtwertung nach 18 von 26 Sonderprüfungen (Top 10):

01. Jari-Matti Latvala (Ford) - 2:38:34.5 Stunden
02. Mikko Hirvonen (Ford) +22.6 Sekunden
03. Petter Solberg (Citroen) +1:00.0 Minuten
04. Matthew Wilson (Ford) +5:47.6
05. Khalid Al Qassimi (Ford) +9:09.3
06. Hayden Paddon (Subaru) +13:05.8
07. Michal Kosciuszko (Mitsubishi) +13:06.8
08. Oleksandr Saliuk (Mitsubishi) +15:10.3
09. Benito Guerra (Mitsubishi) +16:10.3
10. Ewgeni Nowikow (Ford) +16:53.8
11. Sebastien Ogier (Citroen) +19:36.8
...
17. Sebastien Loeb (Citroen) +29:42.7

Fotoquelle: Ford

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