Jari-Matti Latvala hat sich die Führung in Australien geschnappt

Rallye 2011

— 10.09.2011

SS11-14: Latvala übernimmt Führung

Mit vier Bestzeiten hat sich Jari-Matti Latvala die Führung von seinem Ford-Teamkollegen Mikko Hirvonen geschnappt - Beide Citroen in Australien wieder dabei

Auf den ersten vier Prüfungen der zweiten Etappe der Rallye Australien gab weiterhin das Ford-Duo das Tempo vor. Mikko Hirvonen musste als Erster auf die Strecken gehen und spielte deshalb die Rolle des "Straßenfegers". Sein Teamkollege Jari-Matti Latvala nutzte seine zweite Startposition perfekt und stellte in allen vier Prüfungen die Bestzeit auf. Damit übernahm er auch die Führung und baute seinen Vorsprung auf Hirvonen auf 17,2 Sekunden aus.

Petter Solberg (Citroen) konnte seinen Rückstand nicht reduzieren und fiel sogar etwas zurück. Trotzdem verteidigte der Norweger seinen dritten Gesamtrang. Das Citroen-Duo startete unter SupeRallye-Regel. Sebastien Loeb hatte seinen DS3 bei einem Überschlag in der vierten Prüfung zerstört. Sebastien Ogier hatte auf der sechsten Prüfung nach einem Dreher einen Baum getroffen. Beide liegen weiterhin außerhalb der Top 10.

Am Vormittag fanden vier Prüfungen statt, die am Nachmittag noch einmal auf dem Programm standen. Zum Abschluss des Tages geht es dann erneut zweimal durch die Super Stage in Coffs Harbour. Insgesamt mussten die Fahrer 146.54 Kilometer absolvieren. Die erste Prüfung führte über 21.10 Kilometer und war damit auch die längste des Tages. An der Spitze ging das Ford-Duell weiter. Von einer Stallorder war zunächst nichts zu sehen. Latvala absolvierte SS11 am schnellsten und knöpfte Hirvonen 10,4 Sekunden ab.

"Ich bin gut gefahren und auf der Linie geblieben, aber für Mikko scheint es im Moment sehr rutschig zu sein", sagt Latvala. Hirvonen musste als Erster auf die Strecke gehen und fand auf dem losen Schotter zu wenig Grip. "Es ist sehr trocken und es gibt viel lockeren Schotter. Wir können nichts dagegen tun." In der Gesamtwertung rutschte Hirvonen auf den zweiten Platz ab und lag 3,4 Sekunden hinter seinem Teamkollegen.

Petter Solberg fuhr die zweitschnellste Zeit, doch seinen Rückstand auf das Ford-Duo konnte er nur minimal reduzieren. "Das Auto ist sehr schwierig zu fahren. Ich habe keine Balance. Wir müssen etwas ändern", lautet der Kommentar des Norwegers. Ogier stellte die drittschnellste Zeit mit seinem reparierten Citroen auf. "Das Auto ist in Ordnung, aber es ist nie leicht, wenn man kein Ziel hat."

Teamkollege Loeb hatte dagegen Probleme mit seinem DS3: "Wir müssen die Abstimmung noch etwas anpassen, aber es war okay, obwohl ich starkes Übersteuern habe und die Dinge nicht komplett in Ordnung sind." Neben dem Citroen-Duo starteten auch Ken Block (Ford), Ewgeni Nowikow (Ford), Daniel Oliveira (MINI) und Peter van Merksteijn Jun. (Citroen) unter der SupeRallye-Regel. Matthew Wilson (Ford) verlor bei einem Dreher zwölf Sekunden, hielt aber seinen fünften Gesamtrang.

SS12: Ford beobachtet Solberg

Auch auf der nächsten Prüfung, die 19.77 Kilometer lang war, nutzte Latvala den Vorteil als Zweiter zu starten. Mit der nächsten Bestzeit in SS12 nahm er Hirvonen weitere 3,6 Sekunden ab und vergrößerte seinen Vorsprung auf sieben Sekunden. "Wir müssen ständig Petters Zeiten im Auge haben, denn er kann voll angreifen. Wir müssen die Prüfungen der Reihe nach absolvieren."

Diesmal verlor Hirvonen etwas weniger Zeit auf seinen Teamkollegen. "An machen Stellen war es etwas feucht und nicht so schlecht. Ich bin okay gefahren, ohne Panik. Solange ich Petter hinter mir halte, ist es in Ordnung." Dem angesprochenen Solberg unterliefen aber einige Fehler. Deshalb vergrößerte sich sein Rückstand auf 51,3 Sekunden.

"Das Auto lief etwas besser, aber mir sind einige Fehler unterlaufen", sagt der Weltmeister von 2003. "Ich greife an und gebe alles, aber man muss daran denken, dass sie Werksfahrer sind und wir uns nicht mit ihnen vergleichen können." Sein Bruder Henning sah gegen Ende der Prüfung eine Kuh am Straßenrand stehen und war weiterhin Vierter der Gesamtwertung.

SS13: Solberg hat keine Chance

Die dritte Prüfung des Tages war mit 14,84 Kilometern etwas kürzer. Auch diesmal konnte Petter Solberg nichts ausrichten und verlor weitere sechs Sekunden. "Ich muss zugeben, dass ich zu kämpfen habe. Ich hatte viel Übersteuern. Ich gebe alles, aber ich habe keine Chance. Ich möchte näher kommen, aber sie fahren vorne weg."

An der Spitze änderte sich nichts Latvala markierte die nächste Bestzeit und nahm Hirvonen weitere 3,4 Sekunden ab. Hirvonen meint: "Manchmal ist es feucht, aber andere Passagen sind sehr trocken. Ich gewinne und verliere Zeit." Ogier fuhr die dritt- und Loeb die fünftschnellste Zeit. Sie lagen aber weiterhin außerhalb der Top 10. Nowikow ließ mit der viertschnellsten Zeit aufhorchen.

SS14: Vierte Bestzeit für Latvala

Bevor es in die Mittagspause ging, mussten noch 13,879 Kilometer absolviert werden. Erneut stellte Latvala die Bestzeit auf und nahm Hirvonen weitere 4,4 Sekunden ab. "Ich genieße es im Moment zu fahren. Es fühlt sich fantastisch an. Ich habe Glück mit meiner Position auf der Strecke, denn Mikko säubert alles. Für Petter wird es immer schwieriger", sagt Latvala. In der Gesamtwertung führt er nun 17,2 Sekunden vor Hirvonen.

Petter Solbergs Rückstand ist auf über eine Minute angewachsen. Sein Bruder Henning folgt mit der österreichischen Co-Pilotin Ilka Minor als Vierter. Wilson und Khalid Al Qassimi (Ford) belegen die Ränge fünf uns sechs. Nowikow verlor durch einen Dreher zehn Sekunden, war im Ziel aber nur 8,4 Sekunden langsamer als Latvala.

Das Citroen Duo arbeitete sich mit der zweit- (Ogier) und viertschnellsten Zeit (Loeb) etwas nach vorne. Ogier hat sich in der Gesamtwertung auf Platz 15 (+19:54.1 Minuten) verbessert, während Loeb (+29:52.7) 19. ist.

Gesamtwertung nach 14 von 26 Prüfungen (Top 10):

01. Jari-Matti Latvala (Ford)- 1:58:17.3 Stunden
02. Mikko Hirvonen (Ford) +17.2 Sekunden
03. Petter Solberg (Citroen) + 1:02.8 Minuten
04. Henning Solberg (Ford) + 3:29.0
05. Matthew Wilson (Ford) + 4:31.0
06. Khalid Al Qassimi (Ford) + 7:07.4
07. Michal Kosciuszko (Mitsubishi) + 9:56.1
08. Hayden Paddon (Subaru) + 10:45.7
09. Oleksandr Saliuk (Mitsubishi) + 11:22.5
10. Brendan Reeves (Subaru) + 11:38.4
...
15. Sebastien Ogier (Citroen) +19:54.1
19. Sebastien Loeb (Citroen) +29:52.7

Fotoquelle: Ford

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