Dani Sordo liegt bei Halbzeit der Rallye Frankreich knapp vor Sebastien Ogier

Rallye 2011

— 01.10.2011

SS9-12: Sordo hält knappe Führung

MINI-Pilot Dani Sordo liegt bei Halbzeit der Rallye Frankreich knapp vor Citroen-Pilot Sebastien Ogier in Front - Petter Solberg verliert durch Reifenschaden viel Zeit

Dani Sordo hält beim drittletzten Saisonlauf der Rallye-Weltmeisterschaft in Frankreich nach zwölf von
23 Prüfungen eine knappe Führung. Der Spanier war am Samstagvormittag zwischenzeitlich hinter Petter Solberg beziehungsweise Sebastien Ogier zurückgefallen, konnte sich auf der vierten Prüfung der zweiten Etappe (SS12) dank seiner ersten Bestzeit des Tages aber die Führung im Klassement zurückholen. "Die letzten Kilometer der Prüfung waren nicht einfach, aber das Auto lief gut. Ich bin zufrieden", gab Sordo zu Protokoll.

Lokalmatador Ogier liegt im Citroen lediglich 0,2 Sekunden hinter dem Spanier zurück. Solberg weist auf Platz drei bereits einen Rückstand von mehr als 40 Sekunden auf, nachdem er auf SS11 aufgrund eines Reifenschadens viel Zeit liegenließ. Derweil sieht sich Ogier nach wie vor im Soll: "Für uns geht es in erster Linie darum, keine Fehler zu machen. Die Prüfungen machen es einem nicht leicht, volle Attacke zu reiten."

Führung wechselt dreimal auf drei Prüfungen

Ogier holte sich gleich auf der Auftaktprüfung des Samstags die erste Bestzeit vor Solberg und Sordo, der nach den zehn Kilometern eine knappe Führung vor dem Norweger halten konnte. Grund für Ogiers Bestzeit war nicht zuletzt der Umstand, dass er sein am Vortag verlorengegangenes Vertrauen in den Citroen DS3 WRC wiedergefunden hat: "Gestern gab es ein Problem mit den hinteren Bremsen. Sie haben eine Vibration verursacht, weshalb ich mich nicht wohl gefühlt habe."

Auf der zweiten Prüfung der zweiten Etappe (SS10) konnte sich dann Solberg dank seiner ersten Bestzeit des Tages an Sordo vorbei in Führung schieben. Ogier hatte sich nach der drittschnellsten Zeit bereits bis auf 1,1 Sekunden an den führenden Citroen-Privatier heran geschoben und lag nur noch eine halbe Sekunde hinter dem MINI von Sordo. Unterdessen hatte dessen Teamkollege Kris Meeke so seine liebe Mühe. "Unser Aufschrieb hat nicht gepasst. Bis zum Nachmittag müssen wir einiges anpassen", so der Brite, der zum ersten Mal bei der Rallye Frankreich unterwegs ist.

Nach den 22 Kilometern der elften Prüfung konnte der bis dahin Drittplatzierte Ogier die Führung im Klassement übernehmen. Der Franzose fuhr Bestzeit vor Sordo und den beiden Ford-Piloten Jari-Matti Latvala und Mikko Hirvonen. Pech hatte hingegen Petter Solberg. Der Norweger erlitt auf SS11 einen Reifenschaden vorn rechts und verlor knapp 40 Sekunden.

Unterdessen war Sordo mit seiner Position knapp hinter Ogier nicht unglücklich. Der Spanier in MINI-Diensten riskierte in den zahlreichen blinden Passagen nicht alles und wollte die gute Position im Gesamtklassement auf keinen Fall aufs Spiel setzen.

Auf der letzten Prüfung des Vormittags, der 24 Kilometer langen "Grand Ballon", die aufgrund ihrer schnellen und weitläufigen Charakteristik eher an Rundstrecken- als an Rallyesport erinnert, holte sich Sordo seine erste Bestzeit des Samstags und konnte die Spitze im Zuge des dritten Führungswechsels auf drei Prüfungen zurückerobern.

Ogier lief auf SS11 hinter Solberg und Latvala als Vierter ein und sprach anschließend von einer "schwierigen Prüfung". "Durch das ständige Cutten lag einiges an Dreck auf der Straße. Das war nicht gerade von Vorteil", so der Citroen-Pilot.

Ford-Piloten in Schwierigkeiten

Die beiden Ford-Piloten Hirvonen und Latvala kamen am Samstagvormittag noch nicht so recht in ihren Rhythmus. Immerhin konnte sich Hirvonen im Klassement auf Platz vier nach vorn schieben, nachdem Meeke im zweiten MINI auf SS12 einen weiteren Dreher hinlegte. "Ich habe das Auto auf dem Dreck verloren. Unser Aufschrieb ist immer noch nicht so wie er sein sollte. Hoffentlich läuft es nach einer Anpassung der Notizen auf der zweiten Überfahrt am Nachmittag besser", so der Brite.

Latvalas Teamkollege Latvala folgt nach 12 von 23 Prüfungen mit 26 Sekunden Rückstand auf den Fünftplatzierten Meeke auf Rang sechs, musste aber eingestehen, dass er "fahrerisch nicht so gut drauf ist wie am Tag zuvor". "Ich verstehe nicht, warum wir so langsam sind. Ich hatte auf den Prüfungen eigentlich ein gutes Gefühl", rätselte Hirvonen, der nach dem Ausfall von Sebastien Loeb bemüht ist, so viele WM-Punkte wie möglich aus Frankreich mitzunehmen.

Auf Platz sieben des Zwischenklassements findet sich nach der Hälfte der zweiten Etappe Ford-Pilot Dennis Kuipers wieder. MINI-Pilot Armindo Araujo ist Achter vor den beiden Stobart-Teamkollegen Henning Solberg und Mads Österberg in ihren Ford Fiesta RS WRC. Sowohl Araujo als auch Östberg hatten am Samstagvormittag je einen Reifenschaden zu beklagen, wovon Kuipers profitieren konnte. "Ich habe keine Ahnung, wie man so viel Pech haben kann", rätselte Östberg, der bereits am Freitag einen Reifenschaden zu beklagen hatte. Ewgeni Nowikow im dritten Stobart-Ford kam auf SS11 kurzfristig von der Straße ab, konnte aber weiterfahren.

Gesamtwertung nach 12 von 23 Sonderprüfungen (Top 10):

01. Dani Sordo (MINI) - 2:01.29,5 Stunden
02. Sebastien Ogier (Citroen) +0,2 Sekunden
03. Petter Solberg (Citroen) +40,9
04. Jari-Matti Latvala (Ford) +1.21,1 Minuten
05. Kris Meeke (MINI) +1.21,6
06. Mikko Hirvonen (Ford) +1.47,7
07. Dennis Kuipers (Ford) +4.21,4
08. Armindo Araujo (MINI) +4.36.5
09. Henning Solberg (Ford) +4.58,9
10. Mads Östberg (Ford) +5.58,5

Fotoquelle: BMW AG/MINI

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