Dani Sordo holte in Frankreich mit Platz zwei das beste WRC-Ergebnis für MINI

Rallye 2011

— 02.10.2011

MINI: Starke Vorstellung mit Platz zwei belohnt

Dani Sordo fährt bei der Rallye Frankreich als Zweiter das bisher beste Ergebnis für MINI in der Debütsaison nach Hause

Platz zwei beim erst vierten Auftritt in der Rallye-Weltmeisterschaft 2011: Das MINI-Team kann auf eine überaus erfolgreiche Rallye Frankreich zurückblicken. Dani Sordo und Co-Pilot Carlos del Barrio kämpften im MINI John Cooper Works WRC mit der Startnummer 37 bis zum Schluss um den Sieg und mussten sich Citroen-Pilot Sébastien Ogier bei der Zieldurchfahrt in Straßburg lediglich um 6,3 Sekunden geschlagen geben.

Über die kompletten 340 Wertungskilometer gab Sordo alles, um wie schon nach dem ersten Tag auch im Ziel an der Spitze zu liegen. Mit einem Rückstand von 9,5 Sekunden auf den führenden Citroen-Piloten startete der 28-Jährige in den Schlusstag und versuchte, sich auf den verbleibenden sechs Prüfungen wieder näher an Ogier heranzuarbeiten. Die Reifenwahl spielte dabei eine wichtige Rolle. Es erwies sich für Sordo als richtige Wahl, auf die weichen Michelins gesetzt zu haben.

Auf dem ersten Teilstück des Tages (SS18) verkürzte er den Rückstand um 3,1 auf 6,4 Sekunden. Dieser Trend setzte sich auch auf der 19. Prüfung fort, auf der Sordo die schnellste Zeit aller Piloten gelang. So schrumpfte der Vorsprung von Ogier auf 4,9 Sekunden. Im Verlauf der 20. Wertungsprüfung zeigte sich erneut, wie nah beieinander die Siegesanwärter bei dieser Rallye unterwegs waren: Beide kamen mit der identischen Zeit ins Ziel.

Bei der Wiederholung der ersten Prüfung des Tages konnte sich Ogier um elf Sekunden steigern und vergrößerte den Vorsprung wieder um eine Sekunde. Nach der vorletzten Wertungsprüfung lag der Abstand bei 6,7 Sekunden, ehe Sordo auf der Power Stage mit der zweitschnellsten Zeit hinter Ford-Pilot Jari-Matti Latvala noch einmal einen Glanzpunkt setzte.

"Wie man sich vorstellen kann, bin ich rundum mit diesem zweiten Platz zufrieden", sagt Sordo. "Es ist ein unglaubliches Ergebnis für das Team. Niemand hat solch ein Resultat erwartet. Aber wir haben wirklich um den Sieg gekämpft, und am Ende fehlten uns nur 6,3 Sekunden."

"Wenn man auf den Wertungsprüfungen so gute Zeiten fahren kann wie wir hier in Frankreich, dann macht das riesigen Spaß", bekennt der anerkannte Asphalt-Spezialist Sordo und fügt an: "Vor unserem ersten Start hätten wir uns nicht träumen lassen, dass wir so schnell so stark sein würden. Es ist klasse, mit solch einem Ergebnis im Rücken meine Heimrallye in Spanien in Angriff zu nehmen."

Platz zwei bereits beim vierten Start

Dave Wilcock, der Technische Direktor des MINI-Teams, ergänzt: "Platz zwei ist für den MINI John Cooper Works WRC ein absolut unfassbares Ergebnis. Dass wir nur 6,3 Sekunden hinter Sebastien Ogier liegen, beweist eindeutig, welch gute Pace wir hier gehen konnten. Nach nur vier Rallyes auf dieser Position ins Ziel zu kommen, macht uns alle sehr glücklich."

"Am Vormittag haben wir angesichts der feuchten Bedingungen und des kurzen Schotterabschnitts auf der zwei Mal zu fahrenden ersten Prüfung die taktische Entscheidung getroffen, auf die weiche Reifenmischung zu setzen", erklärt Wilcock. "Das war eindeutig die richtige Wahl. Auf der Power Stage zwei Punkte zu gewinnen und vor Ogier ins Ziel zu kommen, war fantastisch für MINI."

David Richards, seines Zeichens Prodrive-Boss und Teamchef der MINI-Einsätze in der WRC stellt klar: "Es wäre einfach gewesen, uns nach dem gestrigen Tag mit dem zweiten Platz zufrieden zu geben, aber das ist nicht unsere Art. Ich bin sehr stolz auf Dani, dass er bis zum Schluss um den Sieg kämpfen konnte. Deshalb haben wir nach diesem zweiten Platz allen Grund zum Feiern. Bei seinem Heimspiel in Spanien ist von ihm mit Sicherheit erneut Großes zu erwarten."

Nach ihrem Unfall am Samstag konnten Kris Meeke und Co-Pilot Paul Nagle mit dem MINI John Cooper Works WRC mit der Startnummer 52 am Sonntag nicht mehr starten.

Fotoquelle: BMW AG/MINI

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